• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Österreich Nachhaltigkeit

Österreich hinkt bei Klimazielen im Gebäudesektor massiv hinterher

von Charles Steiner
24. Mai 2023
in Nachhaltigkeit, Österreich, Recht & Steuern, Wohnen
Der Renovate-Vorstand warnt, dass die Klimaziele in Österreich nicht erreicht werden können:  Wolfgang Amann, Susanne Formanek, Walter Hüttler, Ulla Unzeitig, v.l.n.r. Foto: Petra Rautenstrauch

Der Renovate-Vorstand warnt, dass die Klimaziele in Österreich nicht erreicht werden können: Wolfgang Amann, Susanne Formanek, Walter Hüttler, Ulla Unzeitig, v.l.n.r. Foto: Petra Rautenstrauch

Renovave.at: Sanierungsrate im Österreichischen Wohnungsbestand nur 1,7 Prozent und ist 2022 sogar gesunken. Das bringt die Erreichung der Klimaziele in Gefahr. Gesetzliche Rahmenbedingungen noch vor der Sommerpause gefordert.

Österreich läuft zunehmend Gefahr, dass die Klimaziele im Gebäudesektor bis 2040 nicht erreicht werden können. Zu diesem Schluss kommt das Innovationslabor für klimaneutrale Gebäude- und Quartierssanierungen Renovate.at, wonach die aktuelle Sanierungsrate nach Zahlen des IIBW gerade einmal bei 1,7 Prozent liegt und diese im Vorjahr damit sogar gesunken ist. Notwendig wären für die Erreichung der Klimaziele aber mindestens 2,5 Prozent. Es bedürfe dringend die Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen – und das noch vor der Sommerpause. Susanne Formanek, Vorstand bei Renovave.at: „Eine wesentliche Voraussetzung für die Dekarbonisierung des Gebäudebestands bis 2040 sind geeignete rechtliche und insbesondere wohnrechtliche Rahmenbedingungen, vor allem mit Blick auf den großvolumigen Wohnungsbestand.“

Allerdings haben Covid, Krieg in der Ukraine und Inflation aber auch die hohen Baupreise die Sanierungsquote ausgebremst. Laut Renovate seien die Baukosten nnerhalb von zwei Jahren um 30 Prozent in die Höhe geschossen. Die österreichische Inflation sei wiederum Auslöser für einen scharfen Anstieg der Kapitalmarktzinsen gewesen. Habe vor einem Jahr eine größere Sanierung noch um 1,5 Prozent finanziert werden können, ist der Zinssatz heute etwa dreimal so hoch, rechnet Renovate vor. Das verteuert die monatliche Rückzahlung bei 20 Jahren Laufzeit um etwa ein Drittel die monatlichen Kosten seien aufgrund der Bau- und Finanzierungskosten gar um 70 Prozent gestiegen.

Da allerdings seit dem letzten Quartal 2022 auch die Baubewilligungszahlen eingebrochen sind, habe die Hoffnung bestanden, dass die Bauunternehmen sich nun auf die Sanierung stürzen würden, das sei aber aufgrund der Teuerung und abwartenden Haltung von Gebäudeeigentümern nicht geschehen.

Dem gegenüber seien die Förderungssysteme von Bund und Ländern von dieser Kostendynamik überfordert, auch wenn eine allgemeine Bereitschaft bestehe, die Fördersätze anzupassen. Allerdings bestehe hier noch das Risiko, damit die Inflation noch weiter anzuheizen.

Nun brauche es konkrete Maßnahmen, um Wohnhaussanierungen in Österreich in Schwung zu bringen, vor allem, was die Umstellung des Heizungssystems betrifft. Hier liege die Problematik vor allem daran, wie die Kostentragung eines Heizungsaustauschs geregelt werde, vor allem in Hinblick auf einkommensschwacher Bewohner und auf den Schutz von Eigentümerrechten. Formanek: „Die Sanierung und Heizungsumstellung sehr vieler älterer Bauten von Gemeinden, Gemeinnützigen, Privaten und Eigentumsbauten scheitert vielfach am Widerstand von Einzelpersonen – zum Nachteil der großen Mehrheit.“

Dazu brauche es geeignete wohnrechtliche Rahmenbedingungen, um Rechtssicherheit herstellen zu können und damit die Förderinstrumente auch ihre volle Wirkung entfalten könnten. Ulla Unzeitig, Vorstand bei Renovave.at sagt, dass der weitaus überwiegende Teil der Bundesförderung für den Heizkesseltausch und die Sanierungsoffensive für private Eigenheime in Anspruch genommen worden sei, während der Anteil im mehrgeschossigen Wohnbau gerade einmal 15 PRozent beträgt: „nter den heute gegebenen Rahmenbedingungen kommt die Förderung im großvolumigen Wohnbau viel zu wenig an. Es liegt offensichtlich weniger am Geld, als an den rechtlichen Gegebenheiten.“ Überdies seien die Beschlussfassung zu EWG und wohnrechtliche Reformen längst überfällig, so Renovate-Gründungs-Genossenschafter Walter Hüttler. Renovate fordert diesbezüglich eine entsprechende Beschlussfassung, und zwar noch vor der Sommerpause. „Sonst sind die österreichischen Ziele einer Dekarbonisierung des Gebäudebestands bis 2040 nicht zu erreichen“, sagt Unzeitig.

Wolfgang Amann, Chef des IIBW und Gründungsgenossenschafter von Renovate sagt, dass Festlegungen im Regierungsprogramm allein in einem Rechtsstaat nicht ausreichen würden: „Für Rechtssicherheit des staatlichen Handelns und im Hinblick auf die langfristigen Investitionspläne in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft brauchen wir einen Stufenplan für den Ausstieg aus Öl und Gas bei der Beheizung unserer Gebäude.“ 

Tags: EWGIIBWPolitikRenovate.at
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

CA Immo verkauft ihren Stammsitz samt Hotel

CA Immo: Weniger Mieterlöse durch Portfoliostraffung

von Onlineredaktion immobilien investment
21. Mai 2026

Immobilienkonzern steigert Portfolioqualität durch Verkäufe von Non-Core-Objekten und hält Vermietungsquote stabil bei 95 Prozent. Die CA Immobilien Anlagen AG hat...

Wiener Büromarkt lief besser als erwartet

Höhere Technologieaffinität der Nutzer erhöht Anforderungen an Büros

von Onlineredaktion immobilien investment
21. Mai 2026

CBRE-Studie zeigt steigende Bedeutung datengetriebener Arbeitsplatzstrategien und digitaler Flächensteuerung. Die Anforderungen an moderne Büroimmobilien verändern sich zunehmend durch den verstärkten...

Flughafen Wien knackt Milliarde Euro-Umsatz und startet Ausbauoffensive

Flughafen Wien steigert Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal 2026

von Onlineredaktion immobilien investment
21. Mai 2026

Immobilien- und Retailgeschäft entwickelt sich positiv – Flughafen setzt Investitionsoffensive trotz rückläufiger Passagierzahlen in Wien fort. Die Flughafen Wien AG...

Dachgleiche für Wohnprojekt OTT 44 in Wien Hernals

Dachgleiche für Wohnprojekt OTT 44 in Wien Hernals

von Onlineredaktion immobilien investment
20. Mai 2026

Raiffeisen Vorsorge Wohnung meldet Baufortschritt in Ottakringer Straße – knapp 60 Prozent der Wohnungen bereits verkauft. Die Raiffeisen Vorsorge Wohnung...

Baubewilligungen auf Tiefstand – Wohnbauförderung zieht leicht an

VÖB: Einbruch im Wohnbau schlimmer als 2009

von Charles Steiner
20. Mai 2026

Verband der Betonfertigteilwerke warnt vor historisch niedrigem Niveau bei Baubewilligungen und fordert politische Maßnahmen. Der Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke (VÖB) sieht...

CC Real blickt auf 20 Jahre zurück

CC Real blickt auf 20 Jahre zurück

von Onlineredaktion immobilien investment
20. Mai 2026

Vom Baucontainer in Zagreb zum internationalen Immobilieninvestor mit einem Portfolio von 3,5 Milliarden Euro. Das Immobilienunternehmen CC Real blickt auf...

Neueste Beiträge

  • Europas amerikanisches Zeitalter endet
  • CA Immo: Weniger Mieterlöse durch Portfoliostraffung
  • Höhere Technologieaffinität der Nutzer erhöht Anforderungen an Büros
  • Flughafen Wien steigert Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal 2026
  • Dachgleiche für Wohnprojekt OTT 44 in Wien Hernals
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen