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Bodner Gruppe verweist auf erste Umsatzmilliarde

von Onlineredaktion immobilien investment
26. August 2026
in Gewerbe, Hotel, News, Office, Österreich, Retail, Wohnen, Wohnprojekte
Die Bodner Gruppe, sie hat unter anderem das Linzer Quadrill realisiert, blickt auf die erste Umsatzmilliarde zurück. Foto: www.haerdtlein-foto.de

Die Bodner Gruppe, sie hat unter anderem das Linzer Quadrill realisiert, blickt auf die erste Umsatzmilliarde zurück. Foto: www.haerdtlein-foto.de

Die Tiroler Baugruppe steigert Umsatz 2025 um 10,6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro – Projektentwicklung mit Quadrill in Linz und neuem Stadtquartier in Kufstein als weiteres Geschäftsfeld.

Die Bodner Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Der konsolidierte Gruppenumsatz inklusive anteiliger Arbeitsgemeinschaften erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sei um 8,7 Prozent gestiegen, teilte das eigentümergeführte Bauunternehmen am Mittwoch mit.

Die Gruppe beschäftigt rund 3.750 Mitarbeiter und ist mit mehr als 40 Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland und der Schweiz tätig. Für 2026 verweist Bodner auf einen Auftragsüberhang von mehr als einer Milliarde Euro. Zur Auslastung tragen derzeit vor allem Projekte im Infrastruktur- und Kraftwerksbau bei.

Neben dem Baugeschäft ist die Immobilienprojektentwicklung ein wesentlicher Geschäftsbereich der Gruppe. Zu den zuletzt fertiggestellten Projekten zählt das Quadrill in Linz mit einem Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro. Das gemischt genutzte Quartier umfasst Wohnungen, Büroflächen, Hotel, Handel und Gastronomie. Bestandteil des Ensembles ist der 109 Meter hohe Quadrill Tower mit Hotel- und Büronutzung.

Aktuell konzentriert sich Bodner Immobilien unter anderem auf die Entwicklung des ehemaligen Enrich-Kasernenareals in Kufstein. Auf einer Fläche von rund 46.000 Quadratmetern soll dort ein neues Stadtquartier entstehen. Vorgesehen sind unter anderem studentisches Wohnen und geförderte Wohnungen sowie Grün- und Freiflächen.

Die weitere Entwicklung des Immobiliengeschäfts erfolge allerdings vor dem Hintergrund eines weiterhin schwachen Hochbaumarktes. Nach Angaben des Unternehmens werde die verhaltene Nachfrage im Hochbau derzeit durch die Entwicklung im Infrastrukturgeschäft kompensiert. Im gemeinnützigen Wohnbau ortet die Gruppe eine leichte Belebung.

Bodner setze im Neubau zudem verstärkt auf Vorfertigung und serielle Bauweisen. Damit sollen Bauzeiten verkürzt und Abläufe standardisiert werden. Die Gruppe deckt nach eigenen Angaben einen großen Teil der Wertschöpfungskette im eigenen Unternehmen ab.

„Der Sprung über die Milliardenmarke ist für uns ein historischer Meilenstein. Unsere breite Marktaufstellung, die starke regionale Verankerung bei gleichzeitig überregionaler Präsenz sowie der konsequente Fokus auf Digitalisierung und Personalentwicklung machen uns auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erfolgreich und widerstandsfähig“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Bodner.

Zu den größeren laufenden Infrastrukturvorhaben gehört das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 der Tiwag, das sich nach rund fünf Jahren Bauzeit in der Endphase befindet. Zudem ist die Gruppe am Wasserkraftwerk Innstufe Imst-Haiming beteiligt, dessen Fertigstellung für 2030 vorgesehen ist. Weitere Projekte betreffen den Brückenbau in Österreich und Deutschland.

Neben dem organischen Wachstum prüft die Bodner Gruppe nach eigenen Angaben weitere Unternehmenszukäufe. Dabei stehen insbesondere Ostösterreich sowie Baden-Württemberg und Bayern im Fokus. „Aktuell prüfen wir geeignete Akquisitionsmöglichkeiten, insbesondere in Ostösterreich, Baden-Württemberg und Bayern. Damit wollen wir unsere Marktposition gezielt stärken und zusätzliche Wachstumschancen in wirtschaftlich attraktiven Regionen nutzen“, sagt Bodner.

Tags: BODNER gruppeInfrastrukturLinzTirol
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