Denkmalgeschütztes Stadtpalais soll bis 2028 zu Wohn-, Hospitality- und Gewerbestandort umgebaut werden.
Die Raiffeisen Property Holding International (RPHI) hat mit der Revitalisierung des denkmalgeschützten Palais Esterházy in der Altstadt von Bratislava begonnen. Das Projekt umfasst die Sanierung und Neunutzung des historischen Gebäudekomplexes in der Kapitulská 6–8 und soll bis September 2028 abgeschlossen werden.
Das Palais Esterházy zählt zu den bedeutenden historischen Bauwerken der slowakischen Hauptstadt. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, das heutige Palais wurde Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet. Künftig sollen dort 20 Wohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 70 und 260 Quadratmetern sowie 14 Serviced Apartments beziehungsweise Gewerbeeinheiten entstehen. Ergänzt wird das Projekt durch eine vollautomatisierte Tiefgarage mit insgesamt 142 Stellplätzen.
Der Baustart erfolgte am 12. Jänner 2026. Nach Angaben der Projektentwickler soll die historische Bausubstanz unter Einhaltung der Denkmalschutzvorgaben erhalten und mit zeitgemäßer Gebäudetechnik kombiniert werden. Vorgesehen sind unter anderem moderne Heiz- und Kühlsysteme sowie die Rekonstruktion historischer Bauelemente.
RPHI sieht das Projekt als zentrales Wohnbauvorhaben im eigenen Entwicklungsportfolio. „Palais Esterházy ist unser Residential-Flagship und ein Projekt, das es so nur einmal pro Generation gibt“, sagt Karl Maria Pfeffer, CEO der RPHI. „Wir schaffen hier kein klassisches Immobilienprodukt. Wir bewahren ein bedeutendes Stück europäischer Geschichte und führen es in eine zeitgemäße Zukunft.“

Die geplanten Wohnungen richten sich laut Unternehmen sowohl an Eigennutzer als auch an Käufer eines Zweitwohnsitzes. Mit den Serviced Apartments sollen zusätzlich Nutzer angesprochen werden, die temporäre Wohnangebote im historischen Stadtzentrum suchen. Für Investoren eröffne das Projekt Perspektiven in einem nachfragestarken Segment des Bratislavaer Immobilienmarktes.
Das Palais befindet sich in unmittelbarer Nähe des Martinsdoms, des Präsidentenpalais und weiterer zentraler Einrichtungen der Altstadt. Die Kombination aus historischer Lage und moderner Infrastruktur soll die Attraktivität des Standorts erhöhen. Pfeffer verweist dabei auf die Besonderheit des Projekts innerhalb des regionalen Immobilienmarktes: „Adressen wie diese sind nicht reproduzierbar. Palais Esterházy ist kein Trendprodukt, sondern ein langfristiges Statement – architektonisch, kulturell und wirtschaftlich.“






