Steigende Renditen und sinkende Leerstände sorgen laut EHL für höhere Nachfrage bei privaten Immobilienanlegern.
Der Markt für Vorsorgewohnungen in Österreich verzeichnet laut dem „EHL Vorsorgewohnungsmarktbericht 2026“ eine deutliche Belebung. Wie aus der aktuellen Analyse der EHL Immobilien Gruppe hervorgeht, sorgen vor allem gestiegene Mietrenditen, sinkende Leerstände und eine höhere Planungssicherheit für einen Nachfrageschub bei privaten Anlegern. Nachdem im Jahr 2025 rund 800 Vorsorgewohnungen vermittelt wurden, erwartet EHL für 2026 etwa 1.000 Transaktionen. Ausschlaggebend dafür seien insbesondere die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Mieten, die im aktuellen Marktumfeld attraktivere Renditen ermöglichen.
In guten und sehr guten Wiener Lagen lägen die Renditen mittlerweile wieder bei rund drei Prozent oder leicht darüber. In Außenbezirken, im Wiener Umland sowie in den Bundesländern seien laut Marktbericht Renditen von bis zu 3,8 Prozent erreichbar. Damit lägen diese vielfach über den aktuellen Fremdkapitalkosten. „Die Ertragssituation hat sich fundamental verbessert, zumal sich die durchschnittlichen Renditen auf dem höchsten Niveau der vergangenen zehn Jahre befinden“, sagt Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL Wohnen.
Gleichzeitig habe sich auch die Sicherheit hinsichtlich der Erträge erhöht. Nach Angaben von EHL seien Leerstände derzeit kaum vorhanden, Wiedervermietungen erfolgten häufig unmittelbar nach dem Auszug der Vormieter. Zudem könnten bei Neuvermietungen vielfach höhere Mieten erzielt werden als in bestehenden Mietverhältnissen. „Auch die Ertragssicherheit ist gestiegen. Leerstände sind kaum vorhanden, Wiedervermietungen erfolgen oft nahtlos im Anschluss an den Auszug der Vormieter und sichern die Renditen nachhaltig ab“, so Schunker.
Bei der steuerlichen Gestaltung von Vorsorgewohnungen zeigt sich laut EHL weiterhin ein Trend hin zu Modellen ohne Vorsteuerabzug. Viele Käufer würden den Erwerb ähnlich wie bei einer Eigennutzung gestalten, um administrativen Aufwand zu reduzieren und flexibler zu bleiben. Zudem nutzten zahlreiche Anleger die Möglichkeit der umsatzsteuerfreien Vermietung im Rahmen der Kleinunternehmerregelung.
Im Hinblick auf die Wohnungsgrößen bleiben Zweizimmerwohnungen mit 40 bis 48 Quadratmetern laut Marktbericht das wichtigste Segment. Gleichzeitig steige das Interesse an kompakten Dreizimmerwohnungen mit maximal 60 Quadratmetern. Hintergrund sei die anhaltende Angebotsknappheit am Mietwohnungsmarkt, die mittlerweile nahezu alle Wohnungsgrößen betreffe. Für die kommenden Monate und das Jahr 2027 erwartet EHL eine weitere Belebung des Marktes. „Die Kombination aus attraktiven Renditen und hoher Sicherheit plus soliden Wertsteigerungsperspektiven macht die Vorsorgewohnung zu einer äußerst attraktiven Veranlagungsmöglichkeit“, sagte Schunker.






