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Niederösterreich: Mehr Transaktionen, moderate Preisentwicklung

von Onlineredaktion immobilien investment
7. April 2026
in Gewerbe, News, Österreich, Wohnen, Wohnprojekte
In St. Pöltener Immobilienmarkt war mehr Dynamik zu beobachten. Foto: pixabay.com/Niederwimmer

In St. Pöltener Immobilienmarkt war mehr Dynamik zu beobachten. Foto: pixabay.com/Niederwimmer

Fachgruppe der niederösterreichischen Immobilien- und Vermögenstreuhänder: Immobilienpreisspiegel 2026 zeigt stabile Markterholung bei Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Der Immobilienmarkt in Niederösterreich hat sich laut Immobilienpreisspiegel 2026 der Wirtschaftskammer Niederösterreich stabil entwickelt. Die Transaktionszahlen stiegen im Vergleich zu 2024 um rund 7 Prozent, das Transaktionsvolumen legte um 6 Prozent zu. Gleichzeitig blieb die Preisentwicklung in nahezu allen Segmenten moderat. „Der Markt hat zu einer vernünftigen Ausgewogenheit zurückgefunden, ohne Überhitzung oder grobe Ausschläge“, erklärte Fachgruppenobmann Johannes Wild. Die Entwicklung sei von wachsender Zuversicht und steigender Abschlussdynamik geprägt, während sich die Preise „vernünftig und moderat“ entwickelt hätten.

Im Detail zeigen sich leichte Preiszuwächse über alle Segmente hinweg. Baugrundstücke verteuerten sich im Schnitt auf 193,33 Euro pro Quadratmeter (+1,67 Prozent). Eigentumswohnungen im Erstbezug lagen bei durchschnittlich 2.728,95 Euro pro Quadratmeter (+1,03 Prozent), gebrauchte Wohnungen bei 1.674,48 Euro (+1,28 Prozent). Auch bei Häusern wurde eine moderate Aufwärtsbewegung registriert: Reihenhäuser erreichten im Schnitt 1.708,43 Euro pro Quadratmeter (+1,94 Prozent), Einfamilienhäuser 1.863,32 Euro (+1,88 Prozent). Mietwohnungen lagen bei durchschnittlich 8,46 Euro pro Quadratmeter (+1,20 Prozent).

„Die Zahlen zeigen, dass der Markt wieder lebendiger wird, aber mit dem richtigen Maß“, sagte Christine Weber. Entscheidungen würden wieder „überlegt und realistisch“ getroffen. In St. Pölten zeigt sich eine stärkere Entwicklung als im Landesdurchschnitt. Baugrundstücke stiegen dort um 5,59 Prozent auf 227,81 Euro pro Quadratmeter. Eigentumswohnungen im Erstbezug erreichten 3.010,17 Euro (+1,24 Prozent), gebrauchte Wohnungen 1.897,30 Euro (+0,91 Prozent).

Ebenso bei Häusern liegt die Landeshauptstadt über dem Durchschnitt: Reihenhäuser (+2,84 Prozent) und Einfamilienhäuser (+2,17 Prozent) verzeichneten deutliche Zuwächse. Mietwohnungen kosteten im Schnitt 8,82 Euro pro Quadratmeter (+0,92 Prozent). „St. Pölten zeigt deutlich, wie sich ein guter Standort entwickelt. Die Nachfrage ist gegeben, aber die Preise steigen in einem vernünftigen Rahmen“, so Wild. Dies sei „kein schneller Hype, sondern ein Zeichen für eine gute Erholung und für eine stabile Aufwärtsbewegung“.

Auch im gewerblichen Bereich zeigt sich ein weitgehend stabiles Bild. Büroflächen lagen niederösterreichweit bei durchschnittlich 8,68 Euro pro Quadratmeter. Geschäftslokale verzeichneten nur geringe Zuwächse (+0,12 Prozent), während Betriebsgrundstücke um 1,97 Prozent auf 79,89 Euro pro Quadratmeter stiegen. In St. Pölten entwickelten sich gewerbliche Flächen teilweise dynamischer: Betriebsgrundstücke (+4,94 Prozent) und Büroflächen (+1,14 Prozent) legten zu, während Geschäftslokale leicht rückläufig waren (-1,15 Prozent). „Der Immobilienmarkt entwickelt sich tragfähig in Niederösterreich weiter, sowohl im Wohn- als auch im Gewerbeimmobilienbereich“, erklärte Weber.

Als wesentlicher Einflussfaktor wird die wohnpolitische Ausrichtung des Landes genannt. Maßnahmen wie das Nein zur Leerstandsabgabe, Initiativen gegen strenge Finanzierungsvorgaben sowie Anpassungen bei Sanierungsregelungen hätten zur Stabilisierung beigetragen. „Die erfreuliche Entwicklung am Markt ist jedenfalls Ergebnis des wohnpolitischen Weges des Landes Niederösterreich“, betonte Weber. Diese Rahmenbedingungen würden „Zuversicht und Planbarkeit“ schaffen. Wild und Weber sehen den Markt insgesamt auf einem nachhaltigen Kurs: „Wir sind auf einem soliden und damit gutem Weg.“

Tags: Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder NiederösterreichNiederösterreichWKO
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