• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
AI Competence
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Gewerbe

Advicum: 2026 bringt kein Comeback am Immobilienmarkt

von Charles Steiner
23. Februar 2026
in Gewerbe, Logistik, Office, Österreich, Wohnen
Der Immobilienmarkt wird sich heuer zwar stabilisieren, eine Erholung kann man aber lange suchen. Foto: pixabay.com

Der Immobilienmarkt wird sich heuer zwar stabilisieren, eine Erholung kann man aber lange suchen. Foto: pixabay.com

Beratung sieht Stabilisierung statt Erholung – Refinanzierungsdruck, knapper Neubau und neue Investoren prägen das Jahr.

Breiflächige Erholung am Immomarkt? Eher nix in 26: Trotz moderater Preissteigerungen ist im Jahr 2026 keine echte Erholung des österreichischen Immobilienmarktes zu erwarten. Zu diesem Ergebnis kommt das Wiener Beratungsunternehmen Advicum Consulting in einer aktuellen Analyse. „An den grundlegenden Rahmenbedingungen hat sich wenig verändert. Preissteigerungen von drei bis vier Prozent bei Wohnimmobilien sind kein Zeichen einer Trendwende, sondern bewegen sich im Bereich der Inflation“, erklärte Matthias Ortner. Der Markt stabilisiere sich, mehr jedoch nicht.

Das Angebot bleibt weiterhin begrenzt, was vor allem auf die niedrige Neubauquote in Städten und gefragten Länderräumen zurückzuführen ist. Gleichzeitig steigt der Druck auf der Finanzierungsseite: Umfangreiche Refinanzierungen stehen an, auch bei Projektentwicklern. Scheitern diese, drohen Insolvenzen und Notverkäufe – insbesondere bei größeren Objekten wie Zinshäusern.

„Wir sehen zunehmend Objekte am Markt, die nicht aus strategischen Gründen verkauft werden, sondern weil es keine Alternative gibt“, so Ortner. Banken reagierten unterschiedlich: Manche veräußerten Immobilien weiterhin mit Abschlägen von 15 bis 20 Prozent, andere setzten auf Verwertungskonzepte und banden Projektentwickler verstärkt als Dienstleister ein.

Während klassische Käufergruppen zurückhaltend bleiben, gewinnen Family Offices an Bedeutung. „Sie finanzieren langfristig, kaufen selektiv und oft deutlich unter Marktpreis. Diese Investoren denken nicht in Quartalen, sondern in Generationen“, erklärte Ortner. Besonders im Zinshaussegment entstehen dadurch Chancen – allerdings vor allem für Investoren, die bereit sind, sich mit Finanzierungsfragen, ESG-Anforderungen und Sanierungsbedarf auseinanderzusetzen. „Der professionelle Investor hat das längst verstanden. Der private Käufer oft noch nicht“, sagte Ortner.

Politische Eingriffe wie Mietpreisdeckel verstärken laut Advicum die Unsicherheit. „Regulatorische Eingriffe schrecken Investoren ab, machen Immobilien aber nicht billiger und senken die Eigentumspreise nicht“, so Ortner. Eine sinkende Investitionsbereitschaft könne langfristig die Qualität des Wohnraums beeinträchtigen. Privaten Käufern rät das Beratungsunternehmen zu sorgfältiger Marktbeobachtung. Preisverhandlungen von bis zu 20 Prozent unter Angebot seien derzeit realistisch, während Verkäufer Zurückhaltung üben sollten. „Wenn es nicht notwendig ist, würde ich aktuell nicht verkaufen“, empfahl Ortner.

Am Büromarkt setzt sich der Trend zurück ins Büro fort, während viele Unternehmen gleichzeitig ihre Flächen reduzieren. Neubauten und hochwertige Lagen gewinnen an Bedeutung, ältere Bestände geraten unter Druck. Der Logistiksektor bleibt ein Wachstumssegment, getrieben durch E-Commerce, „Last Mile“-Konzepte und automatisierte Logistikzentren. Auch Rechenzentren gewinnen weiter an Bedeutung. Der Einzelhandel zeigt hingegen ein gespaltenes Bild: „Top Lagen verhalten sich weiterhin stabil, schwächere Standorte stehen unter massivem Druck. Die Mariahilfer Straße gilt dabei exemplarisch für diese Entwicklung als städtebaulicher Brennpunkt“, so Ortner.

Trotz sinkender Inflation und leicht rückläufiger Zinsen bleibt Fremdkapital teuer. Banken agieren selektiver und verlangen höhere Eigenkapitalquoten, wodurch der Käuferkreis schrumpft. Gleichzeitig gewinnen alternative Finanzierungsformen an Bedeutung. „Der Markt für Mezzanin-Finanzierungen und Private Debt wird 2026 weiter wachsen“, erklärte Ortner.

„2026 ist kein Jahr des Comebacks des Immobilienmarktes, sondern das Jahr der Veränderung“, fasste Ortner zusammen. Refinanzierungen, Insolvenzen, regulatorischer Druck und neue Investoren verschieben die Kräfteverhältnisse. Die Preise dürften leicht steigen, ob die Talsohle bereits erreicht ist, bleibe jedoch offen. „Klar ist: Der Markt bereinigt sich weiter – und eröffnet jenen Chancen, die Risiken realistisch einschätzen und strategisch handeln“, so Ortner abschließend.

Tags: AdvicuminvestmentÖsterreich
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

Hitzeschutz-Standards für Neubau- und Sanierung gefordert

Hitzeschutz-Standards für Neubau- und Sanierung gefordert

von Onlineredaktion immobilien investment
9. Juli 2026

HELLA sieht außenliegenden Sonnenschutz als zentrale Maßnahme gegen sommerliche Überhitzung und fordert verbindliche Vorgaben sowie Förderungen. Angesichts zunehmender Hitzewellen fordert...

Schiehser Hotels kauft Innsbrucker Hilton Garden Inn

Schiehser Hotels kauft Innsbrucker Hilton Garden Inn

von Charles Steiner
9. Juli 2026

Union Investment verkauft Hotel aus dem immofonds 1 an bisherigen Betreiber – Christie & Co begleitet Off-Market-Transaktion. Die österreichische Hotelgruppe...

Leichter Aufwind für Investmentmarkt im vierten Quartal

Gewerbeimmobilien: Qualität setzt sich durch, sonst wird es schwierig

von Charles Steiner
9. Juli 2026

Otto Immobilien sieht stabile Entwicklung bei Büro, Handel sowie Industrie und Logistik – ESG, Lage und Flächenqualität gewinnen weiter an...

Angelika Ponecz neue Geschäftsführerin der Vienna AirportCity Event

Angelika Ponecz neue Geschäftsführerin der Vienna AirportCity Event

von Onlineredaktion immobilien investment
9. Juli 2026

Langjährige Hotel- und Tourismusmanagerin übernimmt Leitung der Veranstaltungsgesellschaft am Flughafen Wien. Die Vienna AirportCity Event GmbH (VAC) hat eine neue...

„Wir müssen aufhören, Gebäude zu bauen – und anfangen, Wohnwelten zu entwickeln.“

„Wir müssen aufhören, Gebäude zu bauen – und anfangen, Wohnwelten zu entwickeln.“

von Kathrin Hoffmann
9. Juli 2026

Interview: Housemeister-Founder Johann Rath über die Immobilie der Zukunft, digitale Infrastruktur, Unternehmergeist und warum bessere Ideen künftig wichtiger sind als...

Steigende Mieten am Linzer Logistikmarkt

Wiener Logistik-Flächenumsätze verdreifacht

von Charles Steiner
8. Juli 2026

Flächenumsatz steigt im ersten Halbjahr 2026 auf rund 104.000 Quadratmeter – Leerstand bleibt mit 3,5 Prozent niedrig. Der Logistik- und...

Neueste Beiträge

  • Love is in the Air
  • Hitzeschutz-Standards für Neubau- und Sanierung gefordert
  • Schiehser Hotels kauft Innsbrucker Hilton Garden Inn
  • Gewerbeimmobilien: Qualität setzt sich durch, sonst wird es schwierig
  • Angelika Ponecz neue Geschäftsführerin der Vienna AirportCity Event
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen