Flächenumsatz steigt im ersten Halbjahr 2026 auf rund 104.000 Quadratmeter – Leerstand bleibt mit 3,5 Prozent niedrig.
Der Logistik- und Industriemarkt in Wien und Umgebung hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich an Dynamik gewonnen. Laut den aktuellen Daten des Vienna Research Forum (VRF) stieg der Flächenumsatz auf rund 104.000 Quadratmeter und lag damit mehr als dreimal so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig blieb die Leerstandsquote mit 3,5 Prozent auf niedrigem Niveau.
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr rund 103.971 Quadratmeter Logistik- und Industrieflächen umgesetzt. Gegenüber den rund 33.300 Quadratmetern im ersten Halbjahr 2025 entspricht das einem Anstieg um rund 212 Prozent. Einschließlich jener Flächen, die nicht den Qualitätskriterien des VRF entsprechen, summierte sich der Gesamtflächenumsatz auf rund 108.000 Quadratmeter.
Der Bestand an Logistik- und Industrieflächen in Wien und Umgebung beläuft sich mittlerweile auf rund 8,61 Millionen Quadratmeter. Die Ausweitung des Marktgebiets um die Submärkte Eisenstadt, Wiener Neustadt/Baden und St. Pölten, deren Erhebung Ende 2024 abgeschlossen wurde, hat den erfassten Gesamtbestand entsprechend erhöht.

Von den klassifizierten Logistikflächen entfallen rund 52 Prozent auf Objekte der Klasse A, rund 34 Prozent auf Klasse B und knapp 14 Prozent auf Klasse C. Insgesamt bestehen rund 50 Prozent des Bestands aus Logistikflächen, während knapp 50 Prozent Produktions- und Industrieflächen sind.
Der größte Einzelabschluss wurde im Submarkt Wien Umland Süd registriert. Dort wurden rund 21.000 Quadratmeter vermietet, was etwa einem Fünftel des gesamten Flächenumsatzes im ersten Halbjahr entspricht. Betrachtet nach Nutzungsarten entfielen rund 84 Prozent des Flächenumsatzes auf Logistikflächen, während Produktions- und Industrieflächen rund 16 Prozent ausmachten.
Das Vienna Research Forum berücksichtigt bei seiner Marktanalyse ausschließlich Neu- und Vorvermietungen. Mietvertragsverlängerungen werden nicht erfasst. Logistikflächen fließen nur dann in die Statistik ein, wenn sie definierte Qualitätskriterien wie Hallenhöhen, Rangierflächen und eine entsprechende Anbindung an das Autobahnnetz erfüllen.






