• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Österreich

WKÖ: 2026 als Wendepunkt für den österreichischen Wohnungsmarkt

von Onlineredaktion immobilien investment
12. Januar 2026
in Österreich, Recht & Steuern, Verbände, Wohnen, Wohnprojekte
Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder:  Hans Jörg Ulreich, Ellen Moll, Roman Oberndorfer und Mario Zoidl. Foto: ©: Allahyari PR/CH

Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder: Hans Jörg Ulreich, Ellen Moll, Roman Oberndorfer und Mario Zoidl. Foto: ©: Allahyari PR/CH

Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder warnt vor Investitionsbremsen und fordert stabile rechtliche Rahmenbedingungen.

Die österreichische Immobilienwirtschaft sieht sich zu Jahresbeginn 2026 mit tiefgreifenden Herausforderungen konfrontiert. Roman Oberndorfer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sprach am Montag vor Journalisten von einem „Wendepunkt für den Wohnungsmarkt“. Die ins Treffen geführten Herausforderungen beträfen nicht nur einzelne Details, sondern die grundlegenden Rahmenbedingungen für Vermietung, Verwaltung, Vermittlung und Investitionen nachhaltig verändern“, so Oberndorfer.

Konkret führt Oberndorfer neue gesetzliche Eingriffe in bestehende Vertragsstrukturen, wachsende regulatorische Anforderungen, eine weiterhin angespannte Finanzierungslage sowie zunehmende Rechtsunsicherheit bei langfristigen Investitionsentscheidungen aus. Diese Faktoren wirkten sich unmittelbar auf Neubau, Sanierung, Bestandserhaltung und das Angebot an leistbarem Wohnraum aus.

Steigende Bau- und Errichtungskosten, stark erhöhte Zinsen, restriktive Kreditvergaberichtlinien sowie zunehmende regulatorische Vorgaben hätten das Marktumfeld in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Nach einer Phase sehr hoher Nachfrage sei der Markt ab 2022 spürbar gebremst worden, insbesondere durch die Zinsentwicklung, die KIM-Verordnung und die hohen Baukosten. Viele potenzielle Käuferinnen und Käufer hätten ihre Entscheidungen nicht aus mangelndem Interesse, sondern wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten verschieben müssen. Gleichzeitig habe die Branche weiter investiert und bestehende Bestände betreut. „Die Leistungen der gewerblichen Immobilienwirtschaft werden oft unterschätzt. Dabei sichern Bauträger, Immobilienmakler und Immobilienverwalter die Versorgung mit Wohnraum und die Qualität unseres Bestands entscheidend“, so Oberndorfer.

Mit Jahresbeginn 2026 sind das Mietenwertsicherungsgesetz sowie neue Befristungsregelungen für Wohnimmobilien in Kraft getreten. Zusätzlich ist eine umfassende Mietrechtsreform Teil der politischen Agenda der Bundesregierung. Laut WKÖ führt diese Kombination aus umgesetzten und angekündigten Maßnahmen zu spürbarer Rechtsunsicherheit in der Branche, mit direkten Auswirkungen auf bestehende Mietverträge, Investitionsentscheidungen, Finanzierungsmodelle und Sanierungen. „Investitionen in Wohnraum benötigen stabile, verlässliche und langfristig kalkulierbare Rahmenbedingungen. Jede zusätzliche Unsicherheit wirkt sich unmittelbar auf Investitionsentscheidungen aus“, betonte Oberndorfer.

Besonders kritisch sei die Situation im Neubau- und Sanierungsbereich. Die Neubauzahlen befänden sich österreichweit auf einem historischen Tiefstand, viele Sanierungsprojekte würden verschoben oder ganz abgesagt, und die Sanierungsrate liege deutlich unter den politischen Zielsetzungen. Hohe Baukosten träfen zudem auf steigende regulatorische Anforderungen. Als zentralen Engpass sieht der Fachverband weiterhin die Finanzierung. „Ohne verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es keinen Neubau, keine Sanierung und damit kein ausreichendes Wohnungsangebot“, sagte Oberndorfer.

Das Mietenwertsicherungsgesetz habe der Fachverband von Beginn an kritisch, aber konstruktiv begleitet. Ziel sei eine zeitlich begrenzte Entlastung gewesen, ohne langfristige Schäden für den Wohnungsmarkt zu verursachen. Zentrale Forderungen der Branche, etwa der Verzicht auf eine Parallelrechnung und eine klare Befristung, seien jedoch nicht berücksichtigt worden. „Das Mietenwertsicherungsgesetz ist in der Praxis sehr komplex, schafft zusätzliche Bürokratie und verunsichert bestehende Mietverhältnisse. Gleichzeitig bleibt die Wertsicherung unverzichtbar, um langfristige Verträge fair zu gestalten und Investitionen abzusichern“, erklärte Oberndorfer.

Positiv äußerte sich der Fachverband hingegen zum Zivilrechtlichen Indexierungs-Anpassungsgesetz (ZIAG). Dieses sorge für mehr Klarheit bei Wertsicherungsvereinbarungen. „Mit dem ZIAG wird bestätigt, was in der Praxis jahrzehntelang als selbstverständlich galt. Es schafft Rechtssicherheit, Planbarkeit und schützt das Vertrauen in bestehende Verträge“, sagte Rudolf North, Geschäftsführer des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der WKÖ.

Neben den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht die Branche auch im Fachkräftemangel eine wachsende Herausforderung. Sinkende Lehrlingszahlen und ein steigender Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften stellten die Immobilienwirtschaft vor zusätzliche Aufgaben. Ein zentrales Instrument zur Nachwuchsgewinnung ist laut WKÖ die Bundeslehrlingstagung, die heuer vom 22. bis 25. September 2026 an der Landesberufsschule Tamsweg stattfindet. „Die Veranstaltung verbindet fachliche Inputs und Praxisexkursionen und vermittelt jungen Berufsanwärterinnen und -anwärtern praxisnahes Fachwissen, Motivation sowie branchenspezifische Kompetenzen. Sie ist ein wichtiger Baustein, um den Fachkräftenachwuchs für die Zukunft zu sichern“, so Oberndorfer.

Abschließend bekräftigte der Fachverbandsobmann die Bereitschaft der Immobilienwirtschaft zum Dialog mit der Politik. „Die Immobilienwirtschaft ist Teil der Lösung, nicht das Problem. Ohne gut ausgebildete Fachkräfte, praxistaugliche Rahmenbedingungen und verlässliche Finanzierungsinstrumente gibt es keinen funktionierenden Wohnungsmarkt. Wir sind gerne bereit, unser Know-how und unsere Erfahrung aus der Praxis auch auf politischer Ebene einzubringen“, sagte Oberndorfer.

Tags: Fachverband der Immobilien- und VermögenstreuhänderWKO
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

Rückläufige Transaktionen, Dynamik bei Büroimmobilien

Off-Market-Transaktionen prägten Investmentjahr 2025

von Charles Steiner
26. Februar 2026

Otto Immobilien: Transaktionsvolumen steigt auf 4,2 Milliarden Euro – Wohnsegment und Wiener Bürohotspots im Fokus. Der österreichische Immobilien-Investmentmarkt hat im...

Mehr Zwangsversteigerungen, aber geringere Erlöse

Starker Anstieg bei Immo-Zwangsversteigerungen

von Onlineredaktion immobilien investment
25. Februar 2026

Smart Facts Data Services: Wohn- und Gewerbliche Objekte treiben Marktentwicklung – Schätzwertvolumen steigt deutlich. Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien...

Immy 2026: Das sind die Gewinner

Immy 2026: Das sind die Gewinner

von Onlineredaktion immobilien investment
25. Februar 2026

Wiener Immobilienmakler ausgezeichnet – Mystery Shopping bestätigt steigende Servicequalität. Die besten Immobilienmakler Wiens sind am Dienstag im Rahmen einer Gala...

OeNB: Wohnmärkte kühlen ab

Family Offices: Immobilien bleiben Kernanlage, Wohnen im Fokus

von Charles Steiner
25. Februar 2026

Hohe Immobilienquote, Deutschland im Zentrum der Allokation und steigende Nachfrage nach direkten Beteiligungen. Family Offices halten trotz geopolitischer Spannungen, regulatorischer...

QBC3 geht an ATL Immoinvest

Union Investment Österreich vermeldet zweitbestes Jahresergebnis

von Onlineredaktion immobilien investment
25. Februar 2026

Verwaltetes Vermögen erreicht 7,4 Milliarden Euro – Nettoabsatz steigt deutlich – Nachhaltige Fonds gewinnen weiter an Bedeutung. Trotz geopolitischer Spannungen...

Österreichs Immo-Märkte profitieren nur bedingt von Reindustrialisierung

Österreichs Immo-Märkte profitieren nur bedingt von Reindustrialisierung

von Charles Steiner
24. Februar 2026

Aberdeen-Studie sieht Deutschland und Nordwesteuropa vorne – Industrie- und Logistikimmobilien im Fokus der wirtschaftlichen Resilienz. Die geopolitische Lage führt in...

Neueste Beiträge

  • Off-Market-Transaktionen prägten Investmentjahr 2025
  • Starker Anstieg bei Immo-Zwangsversteigerungen
  • Gewerbliche Immo-Finanzierung: Branche warnt vor Eigenkapitalklemme
  • Immy 2026: Das sind die Gewinner
  • Family Offices: Immobilien bleiben Kernanlage, Wohnen im Fokus
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen