Im Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern hat die Firma Schindler die Präzision ihrer Arbeitsweise spektakuläre bewiesen. Für den neuen Bauteil K des Klinikums sind zwei neue hochmoderne Schindler-Fahrtreppen mittels Baukrans über das entstehende Atrium eingehoben worden und das mitten im laufenden Krankenhausbetrieb.
Millimeterarbeit unter Zeitdruck in der Mittagspause
Besonders anspruchsvoll waren die beengten Platzverhältnisse im innerstädtischen Krankenhausumfeld sowie die millimetergenaue Abstimmung zwischen Kranführung und Montageteam während der Montage. Um den laufenden Krankenhausbetrieb nicht zu beeinträchtigen, musste der gesamte Einhub innerhalb eines engen Zeitfensters während der Mittagspause erfolgen. Für das spektakuläre Manöver wurde die Fahrtreppe leicht „aufgestellt“, um die bestehende Deckenöffnung optimal zu nutzen und sie sicher über das Atrium in ihre endgültige Position zu manövrieren.
„Dieser Einhub war eine echte Teamleistung. Nur durch präzise Planung, perfekte Abstimmung und viel Erfahrung konnte die Fahrtreppe sicher und millimetergenau eingebracht werden – und das bei laufendem Krankenhausbetrieb. Gerade bei komplexen Bauprojekten im Gesundheitsbereich können wir unser technisches Know-how voll ausspielen“, sagt Janine Schwabe-Häder, Geschäftsführerin von Schindler Österreich.
Schindler übernimmt im Rahmen des Projekts die Umsetzung von insgesamt fünf Aufzugsanlagen – darunter zwei Schindler 5000, zwei Schindler 6000 Aufzüge plus ein Sonderaufzug – sowie vier Fahrtreppen. Bereits heute betreut Schindler rund 30 Anlagen im Bestand des Krankenhauses.
Intelligente Technik spart Energie und Laufwege
Mit einem Höhenunterschied von 3,6 Metern, einer Länge von rund 11,1 Meter und einem Gewicht von 5.500 Kilogramm verbinden die beiden Fahrtreppen künftig zwei Ebenen des oberösterreichischen Klinikums. Jede Fahrtreppe verfügt standardmäßig über ein System zur Energierückgewinnung: Beim Betrieb wird erzeugte Bremsenergie in elektrische Energie umgewandelt und in das Gebäudenetz zurückgespeist. Produziert wurden die Anlagen vor den Toren Wiens in einem Schindler-Werk in der Slowakei.
Die neuen Fahrtreppen sind ein essenzieller Teil der künftigen Zentralen Aufnahme- und Erstversorgungsstelle (ZAE) des Krankenhauses. Das Endergebnis: kurze Wege, Energieeinsparungen und effizient gestaltete Abläufe.
Moderne Infrastruktur für die Gesundheitsversorgung der Zukunft
Mit dem Ausbau der Bauteile K und M schafft das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern eine moderne, höchst effiziente Patientenversorgung. Während Bauteil M künftig den neuen zentralen Haupteingang, die Anbindung an die Notfallambulanz mit Triage sowie Tagesklinik und Bettenstationen beherbergen wird, bleibt Bauteil K Standort der Notfallambulanz und wird umfassend modernisiert und erweitert. Zusätzlich entstehen eine neue Cafeteria sowie neue Verbindungsbereiche zum bestehenden Eingangsbereich. Die Inbetriebnahme der neuen Bauteile K und M ist zwischen Juli und September 2027 vorgesehen.






