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Höhere Technologieaffinität der Nutzer erhöht Anforderungen an Büros

von Onlineredaktion immobilien investment
21. Mai 2026
in Digitalisierung, Gewerbe, International, Office, Österreich
Die verstärkte Nutzung digitaler Technologien auf Nutzerseite wirkt sich auf Büroimmobilien aus. Foto: pixabay.com

Die verstärkte Nutzung digitaler Technologien auf Nutzerseite wirkt sich auf Büroimmobilien aus. Foto: pixabay.com

CBRE-Studie zeigt steigende Bedeutung datengetriebener Arbeitsplatzstrategien und digitaler Flächensteuerung.

Die Anforderungen an moderne Büroimmobilien verändern sich zunehmend durch den verstärkten Einsatz digitaler Technologien und datenbasierter Arbeitsplatzstrategien. Das geht aus der aktuellen Studie „2026 Global Workplace & Occupancy Insights“ des Immobilienberatungsunternehmens CBRE Austria hervor. Demnach setzen Unternehmen verstärkt auf datengetriebene Steuerung ihrer Büroflächen und Arbeitsplatzkonzepte.

Laut Studie verfolgen 80 Prozent der befragten Unternehmen mit ihrer Corporate-Real-Estate-Technologiestrategie vor allem das Ziel, ihre Immobilienportfolios zu optimieren. 70 Prozent möchten die Qualität ihrer Flächendaten verbessern, während 61 Prozent die Workplace Experience der Mitarbeiter gezielt stärken wollen.

„Unternehmen erkennen zunehmend, dass hochwertige Daten die Grundlage für bessere Entscheidungen rund um Flächen, Nutzung und Arbeitsplatzgestaltung bilden“, sagt Patrick Schild, Head of Agency bei CBRE in Österreich. „Die Qualität der Daten entscheidet künftig maßgeblich über die Effizienz von Büroportfolios“, so Schild weiter.

Die technologische Reife der Unternehmen steigt laut Studie kontinuierlich an. Bereits 82 Prozent der befragten Organisationen verfügen über zumindest einen mittleren Reifegrad bei der Nutzung von Workplace-Technologien. Gleichzeitig wächst die Zahl der Unternehmen mit hoher Technologieintegration. Drei Prozent erreichen mittlerweile die höchste Stufe der digitalen Integration, nachdem dieser Wert im Vorjahr noch bei null Prozent gelegen hatte.

Besonders stark verbreitet sind automatisierte Datenquellen im Flächenmanagement. Laut Studie integrieren bereits 94 Prozent der Unternehmen entsprechende Datenfeeds in ihre Systeme. Die häufigsten Quellen sind HR-Systeme, die von 86 Prozent der Unternehmen genutzt werden. Dadurch erhalten Unternehmen detaillierte Informationen über Mitarbeiterstrukturen, Funktionen und Standorte.

Auch die Weiterverarbeitung der Daten gewinnt an Bedeutung. 54 Prozent der Unternehmen setzen inzwischen auf Data Warehouses, Data Lakes oder webbasierte Dashboards, um Immobilienportfolios datenbasiert zu analysieren und zu steuern. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 42 Prozent.

Gleichzeitig zeigt die Studie Defizite bei der technologischen Unterstützung hybrider Arbeitsmodelle. So verzichten 48 Prozent der Unternehmen auf digitale Systeme zur Erfassung und Steuerung von Büroanwesenheiten. Dieser Anteil ist gegenüber dem Vorjahr sogar gestiegen.

„Es ist erstaunlich, dass fast jedes zweite Unternehmen keinerlei Technologie einsetzt, um nachzuvollziehen, wann und wie oft die Beschäftigten ins Büro kommen – und dass dieser Anteil sogar wächst“, sagte Schild. „Ohne solche Daten bleibt jede Flächenoptimierung aber letztlich Raten statt Steuern.“

Reservierungssysteme für Arbeitsplätze und Besprechungsräume sind hingegen bereits weit verbreitet. 77 Prozent der Unternehmen nutzen entsprechende Lösungen, am häufigsten Microsoft Outlook. Besonders relevant seien Funktionen wie Check-in- und Check-out-Systeme für Besprechungsräume sowie Analysen zur Raumauslastung, die Erkenntnisse über tatsächliche Nutzungsmuster liefern.

Stabil bleibt laut CBRE zudem der Einsatz von Building Information Modeling (BIM). 76 Prozent der Unternehmen nutzen digitale Gebäudemodelle, insbesondere im Facility Management. BIM ermögliche eine effizientere Verwaltung und Instandhaltung von Immobilien über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Studie basiert laut CBRE auf Benchmarking-Daten und Analysen aus fünf Jahren und umfasst Büroflächen von insgesamt 28 Millionen Quadratmeter weltweit. Die durchschnittliche Portfoliogröße der untersuchten Unternehmen liegt bei rund 465.000 Quadratmeter.

Tags: CBRECBRE Austria
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