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CA Immo: Weniger Mieterlöse durch Portfoliostraffung

von Onlineredaktion immobilien investment
21. Mai 2026
in CEE/SEE, Deutschland, Gewerbe, International, News, Office, Österreich
Die CA Immo hält ihre Vermietungsquote auf 95 Prozent Foto: CA Immo

Die CA Immo hält ihre Vermietungsquote auf 95 Prozent Foto: CA Immo

Immobilienkonzern steigert Portfolioqualität durch Verkäufe von Non-Core-Objekten und hält Vermietungsquote stabil bei 95 Prozent.

Die CA Immobilien Anlagen AG hat im ersten Quartal 2026 rückläufige Mieterlöse verzeichnet. Ursache dafür waren vor allem umfangreiche Immobilienverkäufe im Jahr 2025 im Zuge der strategischen Portfoliostraffung. Gleichzeitig meldet der Immobilienkonzern eine stabile operative Entwicklung und eine weiterhin hohe Vermietungsquote von 95 Prozent, geht aus den Quartalszahlen hervor.

Die Mieterlöse beliefen sich im ersten Quartal auf 55,9 Millionen Euro und lagen damit um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Laut Unternehmen spiegelt der Rückgang vor allem das verkleinerte Bestandsportfolio wider. Die vermietbare Fläche reduzierte sich im Jahresvergleich um 23 Prozent. Auf vergleichbarer Basis stiegen die annualisierten Mieterlöse jedoch um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das Nettomietergebnis sank um 15 Prozent auf 45,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) verringerte sich um 31 Prozent auf 33,9 Millionen Euro. Das Konzernergebnis lag bei 16,6 Millionen Euro nach 22,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das nachhaltige Ergebnis (FFO I) reduzierte sich um 24 Prozent auf 25,9 Millionen Euro.

CA Immo-CEO Keegan Viscius sieht die strategische Neuausrichtung des Portfolios dennoch positiv. „Im ersten Quartal 2026 konnten wir die Qualität unseres Portfolios durch Verkäufe von Non-Core-Objekten weiter verbessern und gleichzeitig eine hohe Vermietungsquote von 95 Prozent beibehalten“, erklärte Viscius. Das Vermietungsgeschäft entwickle sich positiv, zudem sei die Entwicklungspipeline bereits vollständig vorvermietet.

Die Entwicklungspipeline umfasst derzeit drei Büroprojekte in zentralen Lagen Berlins, die laut Unternehmen zu 100 Prozent vorvermietet sind. Dazu zählen die Projekte „Upbeat“ rund um den Berliner Hauptbahnhof, das Anna-Lindh-Haus sowie die Sanierung des Projekts Karlsgärten nahe dem Potsdamer Platz. Nach Fertigstellung sollen diese Projekte zusätzliche annualisierte Bruttomieteinnahmen von 28 Millionen Euro sowie einen Immobilienwert von rund 650 Millionen Euro generieren.

Im ersten Quartal 2026 schloss CA Immo Mietverträge über rund 57.000 Quadratmeter ab. Rund 40 Prozent der zum Berichtsstichtag leerstehenden Flächen seien bereits mit künftigem Mietbeginn vermietet.

Parallel dazu setzte das Unternehmen seine Kapitalrotation fort. Seit Jahresbeginn wurden acht Non-Core-Immobilien mit einem Gesamttransaktionsvolumen von rund 205 Millionen Euro verkauft, davon drei Objekte im ersten Quartal mit einem Volumen von 134 Millionen Euro. Verkauft wurden unter anderem Immobilien in Budapest, Warschau und Berlin.

Das gesamte Immobilienvermögen belief sich zum 31. März 2026 auf rund 4,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 3,6 Milliarden Euro auf Bestandsimmobilien und 677 Millionen Euro auf Entwicklungsprojekte. Größter Markt bleibt Deutschland mit einem Anteil von 73 Prozent am Gesamtportfolio.

Für die kommenden Jahre sieht das Unternehmen weiterhin Herausforderungen durch geopolitische Spannungen, Inflationsrisiken und veränderte Investorenpräferenzen. Gleichzeitig verweist CA Immo auf eine zunehmende Zweiteilung des Büromarktes. „Prime-Objekte entwickeln sich weiterhin gut, während Sekundärobjekte zunehmend an Attraktivität verlieren“, heißt es im Ausblick des Unternehmens.

CA Immo will den Fokus daher weiter auf hochwertige Büroimmobilien in urbanen Kernmärkten legen. „Deshalb konzentrieren wir unser Portfolio weiter auf hochwertige städtische Märkte, die Talente anziehen, Innovationen fördern, eine hohe Liquidität bieten und überdurchschnittliches Wachstum unterstützen“, so das Unternehmen.

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