Immobilien- und Retailgeschäft entwickelt sich positiv – Flughafen setzt Investitionsoffensive trotz rückläufiger Passagierzahlen in Wien fort.
Die Flughafen Wien AG hat im ersten Quartal 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Besonders das Segment Retail & Properties entwickelte sich positiv. Gleichzeitig hält das Unternehmen trotz rückläufiger Passagierzahlen am Standort Wien an seiner Investitionsoffensive bis 2030 fest. Der Umsatz der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im ersten Quartal 2026 um 6,1 Prozent auf 239,6 Millionen Euro. Das EBITDA erhöhte sich um 8,2 Prozent auf 87,9 Millionen Euro, das EBIT legte um 11,6 Prozent auf 54,4 Millionen Euro zu. Das Periodenergebnis verbesserte sich um 5,3 Prozent auf 42,0 Millionen Euro.
Im Segment Retail & Properties stieg der Umsatz auf 46,3 Millionen Euro, das Segment-EBIT erhöhte sich auf 20,7 Millionen Euro. Parallel dazu treibt der Flughafen seine Immobilienprojekte weiter voran. Dazu zählen die Terminal-3-Süderweiterung, der neue Office Park 4 NEXT mit zusätzlichen 17.000 Quadratmeter Büro- und Konferenzflächen sowie ein neues Hotel am Standort. Darüber hinaus plant das Unternehmen ein rund 47 Hektar umfassendes Erweiterungsprojekt im Entwicklungsgebiet West. Insgesamt sollen bis 2030 rund 1,5 Milliarden Euro in Wien und Malta investiert werden.
„In der Hoffnung und unter der Voraussetzung, dass es gelingt, die Rahmenbedingungen spürbar zu verbessern, wird auch unsere Investitionsoffensive weitergeführt – in den fünf Jahren bis 2030 sollen rund 1,5 Milliarden Euro in Wien und Malta investiert werden“, so Günther Ofner, Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. „Dazu gehören die Fertigstellung der Terminal-Süderweiterung, der neue Office Park 4 NEXT mit 17.000 Quadratmeter zusätzlicher Büro- und Conferencing-Fläche, das im Juni eröffnende neue Hotel und das neue, rund 47 Hektar umfassende Flughafen-Erweiterungsprojekt im Entwicklungsgebiet West“, so Ofner weiter.
Das Unternehmen führt die positive Geschäftsentwicklung unter anderem auf frühe Osterferien, höhere Erlöse aus Enteisungen infolge des Winters sowie Auswirkungen des Lufthansa-Streiks zurück. „Das erste Quartal 2026 ist für die Flughafen-Wien-Gruppe gut verlaufen“, sagte Ofner. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und rückläufiger Passagierzahlen in Wien bleibe die Finanzprognose für 2026 unverändert aufrecht.
Die Verkehrsentwicklung zeigt hingegen ein gemischtes Bild. Von Jänner bis März 2026 stieg das Passagieraufkommen in der Flughafen-Wien-Gruppe inklusive Malta und Kosice um 5,3 Prozent auf 8,35 Millionen Reisende. Am Standort Wien lag das Plus bei 1,6 Prozent mit 6,11 Millionen Passagieren. Seit April entwickeln sich die Passagierzahlen in Wien jedoch rückläufig. Von Jänner bis April 2026 sank das Passagieraufkommen am Standort Wien um 1,5 Prozent auf 8,69 Millionen Fluggäste. In der gesamten Gruppe stieg die Zahl der Reisenden dagegen um 2,9 Prozent auf 12,02 Millionen.
„Die Verkehrsentwicklung verläuft trotz der Krise im Nahen und Mittleren Osten wie erwartet“, sagt Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Während Malta und Kosice weiter wachsen würden, entwickle sich das Passagieraufkommen in Wien seit April rückläufig. „Vor allem in Wien sind die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine durch die damit einhergehenden Unsicherheiten und Reduktionen im Flugangebot deutlich spürbar“, sagte Jäger.
Als zusätzliche Belastung nennt das Unternehmen die Reduktion von Low-Cost-Angeboten am Standort Wien. Der Flughafen fordert daher bessere Rahmenbedingungen für die Luftfahrt. „Um aber wieder in den Steigflug zu kommen, brauchen wir wachstumsfördernde Rahmenbedingungen, wie zumindest eine deutliche Reduktion der Flugabgabe“, so Jäger. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Flughafen Wien weiterhin mit rund 41,5 Millionen Passagieren in der Gruppe und rund 30 Millionen Reisenden am Standort Wien. Die Umsatzprognose liegt bei rund 1,05 Milliarden Euro, das erwartete Periodenergebnis vor Minderheiten bei rund 210 Millionen Euro.






