Liquiditätsengpass nach Insolvenz der Mehrheitseigentümerin belastet Wiener Spezialistin für denkmalgeschützte Immobilien.
Die DenkMalNeo Bauen mit Substanz GmbH hat beim Handelsgericht Wien Insolvenz angemeldet. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Als Grund werden die deutlich verschlechterte wirtschaftliche Lage sowie ein nicht mehr überbrückbarer Liquiditätsengpass genannt. Seit 2024 fungieren Helga Noack und Richard Wietersheim als geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens. Über die Höhe der Passiva war bis dato noch nichts bekannt.
Nach Unternehmensangaben steht die Insolvenz in direktem Zusammenhang mit der finanziellen Schieflage der Mehrheitseigentümerin JaKo Holding GmbH mit Sitz im deutschen Rot an der Rot. Über deren Vermögen war am 2. Februar 2026 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. In der Folge sei auch eine ursprünglich zugesagte Zwischenfinanzierung weggefallen. Zusätzlich habe die Insolvenz der Mehrheitseigentümerin das Vertrauen bestehender und potenzieller Auftraggeber beeinträchtigt. Das habe zu einem Rückgang der Auftragslage sowie zu Verzögerungen und teilweise ausbleibenden Vertragsabschlüssen geführt.
„Die aktuelle Situation stellt uns vor große Herausforderungen, denen wir uns aktiv und verantwortungsvoll stellen“, erklärte Geschäftsführerin und Gesellschafterin Helga Noack. „Der Ausgang des Insolvenzverfahrens ist derzeit noch offen. Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir mit höchstem Einsatz an möglichen Perspektiven für die DenkMalNeo Bauen mit Substanz GmbH.“
DenkMalNeo ist auf historische und denkmalgeschützte Gebäude spezialisiert und entwickelt nach eigenen Angaben Konzepte, die sowohl den baulichen Bestand als auch die Wirtschaftlichkeit von Immobilien sichern sollen. Das Joint Venture mit dem deutschen Denkmal-Immobilienspezialisten JaKo Baudenkmalpflege ist seit August 2021 mit einem Büro in Wien vertreten.






