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Wohn-Gremium: VÖPE kritisiert fehlende Einbindung

von Charles Steiner
13. April 2026
in Österreich, Recht & Steuern, Wohnen, Wohnprojekte
Andreas Köttl bekräftigt seine Forderung nach einem Lebensraumministerium. Foto: ALBA Communications

Andreas Köttl bekräftigt seine Forderung nach einem Lebensraumministerium. Foto: ALBA Communications

Projektentwickler fordern Beteiligung am neuen Wohn-Gremium unter Leitung von Andreas Babler.

Ein neu geschaffenes Wohn-Gremium, das unter anderem Möglichkeiten zur Ankurbelung des Wohnbaus ausloten soll, war in der Vorwoche erstmals unter der Leitung von Wohnminister Andreas Babler zusammengetreten – allerdings ohne Projektentwickler. Das stößt auf Kritik: Die Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) hat am Montag in einer Aussendung die Einrichtung dieses beratenden Wohn-Gremiums zwar grundsätzlich begrüßt, zugleich jedoch die fehlende Einbindung privater Projektentwickler kritisiert. „Es ist positiv, dass nach längerer Vorlaufzeit endlich ein strukturierter Dialog angestoßen wird. Die Einrichtung eines solchen Gremiums entspricht einer unserer langjährigen Kernforderungen“, so VÖPE-Präsident Andreas Köttl.

Trotz der grundsätzlichen Zustimmung äußerte die VÖPE Verwunderung über die Zusammensetzung des Gremiums. Zwar seien Vertreter aus Politik, Forschung und Zivilgesellschaft eingebunden worden, jedoch fehle aus Sicht der Interessenvertretung eine zentrale Akteursgruppe. „Gerade wir als Projektentwickler tragen wesentlich dazu bei, dass neuer Wohnraum tatsächlich entsteht. Umso ungewöhnlicher ist es, dass wir nicht eingeladen wurden“, so Köttl. Die Organisation vertritt nach eigenen Angaben große private Projektentwickler in Österreich und sieht deren Expertise als wesentlich für die Umsetzung wohnpolitischer Maßnahmen.

Vor dem Hintergrund geplanter Maßnahmen wie der Dekarbonisierung des Wohnbestands, der Evaluierung bestehender Mietsysteme sowie Initiativen gegen Leerstand fordert die VÖPE eine Erweiterung des Gremiums. „Eine fundierte und praxisnahe Wohnpolitik kann nur im Schulterschluss mit jenen Akteuren gelingen, die Projekte planen, finanzieren und realisieren“, betonte Köttl.

Die VÖPE erklärte, jederzeit bereit zu sein, ihre Expertise einzubringen und an Lösungen für die aktuellen Herausforderungen am Wohnungsmarkt mitzuwirken. „Wir stehen jederzeit zur Verfügung, unsere Expertise einzubringen und gemeinsam tragfähige Lösungen für die großen Herausforderungen im Wohnbereich zu entwickeln“, so der VÖPE-Präsident.

Tags: Andreas BablerAndreas KöttlBundesregierungVÖPEWohnpolitik
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