Otto Immobilien: Deutlicher Anstieg bei Transaktionen und stabile Preise prägen Jahresbeginn 2026.
Der Wiener Eigentumswohnungsmarkt ist laut dem Wiener Wohnmarkt-Update von Otto Immobilien für das erste Quartal 2026 mit kräftigem Wachstum ins Jahr gestartet. Demnach wurden 1.254 Wohnungstransaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 450 Millionen Euro registriert. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent bei den Transaktionen sowie 20 Prozent beim Volumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Damit übertrifft der Jahresauftakt die Entwicklung der Jahre 2024 und 2025 deutlich, die lediglich moderate Erholungen nach dem Markttief 2023 gezeigt hatten. Die aktuelle Dynamik deutet auf eine verstärkte Marktbelebung hin. „Wenn sich die Dynamik des ersten Quartals im Gesamtjahr fortsetzen kann, rechnen wir 2026 mit einem Transaktionsvolumen von rund fünf Milliarden Euro“, sagte Martin Denner, Abteilungsleiter Research. „Die anhaltend starke Nachfrage sollte Projektentwicklern endlich wieder die nötige Planungssicherheit geben, um bislang offene Projektentscheidungen voranzutreiben.“
Auf der Angebotsseite zeigt sich hingegen ein gegenteiliges Bild. Für 2026 werden rund 8.500 fertiggestellte Wohneinheiten erwartet, womit das Jahr zu den schwächsten der jüngeren Vergangenheit zählen dürfte. Im Vergleich zu den Spitzenjahren 2022 und 2024 kommt damit nur etwa die Hälfte des damaligen Volumens auf den Markt. Zudem bleibt die mittelfristige Projektpipeline von Unsicherheiten geprägt, da sich viele Vorhaben noch in frühen Planungsphasen befinden und die künftige Nutzung – Eigentum oder Miete – häufig offen ist.
Die Preisentwicklung zeigt sich unterdessen stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Neubau- bzw. Erstbezugswohnungen liegt aktuell bei rund 7.300 Euro pro Quadratmeter und damit etwa ein Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Bestandsegment hingegen wurde seit dem Preistief Anfang 2024 ein Anstieg auf durchschnittlich 4.536 Euro pro Quadratmeter verzeichnet. „Das stabile Preisniveau in allen Wohnsegmenten sorgt – auch bei sonstigen Unsicherheiten – für gute Planbarkeit von Wohninvestments“, so Maximilian Peter, Abteilungsleiter Immobilienvermarktung Wohnen. „Die daraus resultierende gute Nachfragesituation lässt uns zuversichtlich auf das aktuelle Jahr blicken.“
Parallel dazu setzt sich der Aufwärtstrend bei den Mieten im freifinanzierten Wohnungsmarkt fort. Die durchschnittliche Nettomiete liegt derzeit bei rund 16,40 Euro pro Quadratmeter monatlich. Als Treiber gelten insbesondere die anhaltende Angebotsknappheit sowie eine geringe Fluktuation bei Bestandswohnungen.






