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UBM vermeldet Ergebnissprung

von Charles Steiner
27. August 2026
in Gewerbe, Hotel, International, News, Office, Österreich, Wohnen, Wohnprojekte
Der Vorstand der UBM Development AG. Foto: Philipp Horak

Der Vorstand der UBM Development AG. Foto: Philipp Horak

Entwickler dreht im ersten Halbjahr 2026 sowohl vor als auch nach Steuern ins Plus. Umsatz steigt um mehr als ein Drittel, Nettoverschuldung sinkt. Fokus liegt auf Portfolio-Rebalancing und Bezahlbarem Wohnen.

Die UBM Development AG hat im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Ergebnisanstieg erzielt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 13 Millionen Euro und erreichte 7,3 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2025 hatte der Immobilienentwickler noch einen Verlust von 5,8 Millionen Euro ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern drehte ebenfalls ins Plus und stieg von minus 6,6 Millionen Euro auf 6,2 Millionen Euro.

Auch beim Umsatz verzeichnete UBM einen Zuwachs. Dieser erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um mehr als 36 Prozent auf 81,2 Millionen Euro. Als einen wesentlichen Faktor nennt das Unternehmen die Fortsetzung der Wohnungsverkäufe auf dem Niveau des Rekordhalbjahres 2025. „Die Trendwende ist jedenfalls in den Zahlen angekommen. Das erste Halbjahr bestätigt unseren Weg“, sagt UBM-CEO Thomas G. Winkler.

Die Gesamtleistung belief sich im ersten Halbjahr auf 179,9 Millionen Euro und lag damit um 28,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital im Jahresvergleich um 6,7 Prozent auf 373,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erreichte 36,6 Prozent und lag damit über dem von UBM definierten Zielkorridor von 30 bis 35 Prozent.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich um 10 Prozent auf 474,6 Millionen Euro und erreichte damit nach Angaben des Unternehmens den niedrigsten Stand seit Ende März 2022. Die liquiden Mittel gingen infolge der Rückzahlung von Anleihen, Schuldscheindarlehen und weiteren Finanzverbindlichkeiten auf 84,4 Millionen Euro zurück.

Parallel zu den operativen Ergebnissen setzt UBM das im ersten Quartal angekündigte Portfolio-Rebalancing fort. Dabei sollen Bestandsobjekte und nicht strategische Immobilien verkauft werden, um Mittel insbesondere für den Ausbau des Segments Bezahlbares Wohnen freizusetzen.

Seit Bekanntgabe der Strategie wurden nach Unternehmensangaben erste Assets zum beziehungsweise über dem Buchwert verkauft. Dazu zählt ein Paket an Bestandrechten im Großraum Wien für rund 34,8 Millionen Euro. Eine nicht strategische Liegenschaft in der Steiermark wurde für 10 Millionen Euro veräußert. Aus beiden Transaktionen sollen insgesamt mehr als 20 Millionen Euro an Liquidität freigesetzt werden.

Einen Schwerpunkt der weiteren Entwicklung legt UBM auf Bezahlbares Wohnen. In der Viktor-Kaplan-Straße in Wien entwickelt das Unternehmen ein Pilotprojekt mit 92 Wohnungen. Dabei sollen industriell vorgefertigte Bauelemente eingesetzt werden. UBM erwartet dadurch eine Reduktion der Bauzeit um rund 30 Prozent.

Die Energieversorgung soll unter anderem über Wärmepumpen erfolgen. Zusätzlich ist für jede Wohneinheit ein Balkonkraftwerk vorgesehen. Die Betriebskosten sollen nach Angaben des Entwicklers dadurch auf weniger als 2 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche reduziert werden.

Als Hintergrund für die Strategie verweist UBM auf das sinkende Wohnungsangebot. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2026 in Wien weniger als 2.300 freifinanzierte Wohnungen fertiggestellt werden. Aus dem niedrigen Bewilligungs- und Fertigstellungsniveau leitet UBM insbesondere im Segment Bezahlbares Wohnen eine steigende Nachfrage in den kommenden Jahren ab.

Für die kommenden Quartale will sich UBM daher weiterhin auf das Portfolio-Rebalancing und den Aufbau einer Projektpipeline für Bezahlbares Wohnen konzentrieren. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen im Premiumsegment auf Immobilienentwicklungen in Metropolen wie Wien, München, Frankfurt und Prag ausgerichtet.

Mit der Verbesserung der Ergebniskennzahlen und dem Abbau der Nettoverschuldung setzt sich damit die Erholung der Bilanz im ersten Halbjahr fort. Ob sich diese Entwicklung in den kommenden Quartalen fortsetzt, dürfte neben weiteren Assetverkäufen insbesondere von der Entwicklung der Wohnungsmärkte und der Umsetzung der neuen Projektpipeline abhängen.

Tags: UBMUBM DevelopmentWien
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