• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
AI Competence
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Österreich

Temperatur-Richtwert? Das ist der Hitzeplan der Mietervereinigung

von Onlineredaktion immobilien investment
4. August 2026
in Österreich, Recht & Steuern, Wohnen
Es ist heiß. Die Mietervereinigung will daher das MRG adaptieren. Bild: Dall-E/OpenAI

Es ist heiß. Die Mietervereinigung will daher das MRG adaptieren. Bild: Dall-E/OpenAI

Interessenvertretung fordert Änderungen im Mietrecht zu Hitzeschutz, Investitionsablöse und Mietzinsminderung.

Der Eigentümer soll im Zuge der neuerlichen Hitzewelle Abkühlung zumindest ermöglichen – oder zahlen: Die Mietervereinigung Österreichs fordert angesichts zunehmender Hitzewellen drei Änderungen im Mietrechtsgesetz. Vorgeschlagen werden ein erleichterter Einbau von Klimageräten und Außenbeschattungen, ein gesetzlicher Anspruch auf Ablöse entsprechender Investitionen sowie die Einführung eines Temperatur-Richtwerts, bei dessen Überschreitung eine Mietzinsminderung möglich sein soll. Die Vorschläge richten sich an die Bundesregierung im Zuge geplanter Reformen des Mietrechts.

Aus Sicht der Mietervereinigung stoßen Mieter derzeit häufig an rechtliche Grenzen, wenn sie ihre Wohnungen gegen sommerliche Überhitzung nachrüsten wollen. Außenbeschattungen und Split-Klimageräte griffen in die Gebäudehülle ein und bedürften daher grundsätzlich der Zustimmung des Vermieters. Bleibe diese aus, sei häufig ein Verfahren vor Schlichtungsstelle oder Gericht erforderlich. Auslöser der Forderungen ist unter anderem ein vom Obersten Gerichtshof entschiedener Fall, in dem eine Familie in Wien mit dem Wunsch scheiterte, auf eigene Kosten ein Split-Klimagerät zu installieren. Nach Ansicht der Mietervereinigung zeigt die Entscheidung den Reformbedarf im Mietrecht auf.

„Das ist ein Teufelskreis: Verkehrsüblich wird ein Split-Klimagerät erst, wenn viele eines haben. Installieren darf es aber niemand, solange es nicht verkehrsüblich ist“, sagt Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung Österreichs. Konkret schlägt die Interessenvertretung vor, Außenbeschattungen und Split-Klimageräte in den Katalog der privilegierten Veränderungen gemäß § 9 Mietrechtsgesetz aufzunehmen. Dadurch müssten Mieter künftig nicht mehr nachweisen, dass die Maßnahmen „verkehrsüblich“ seien und einem „wichtigen Interesse“ dienten. Voraussetzung blieben weiterhin die Einhaltung des Standes der Technik sowie der Schutz berechtigter Interessen anderer Hausbewohner.

Darüber hinaus fordert die Mietervereinigung eine Ergänzung des § 10 Mietrechtsgesetz. Demnach sollen Investitionen in Außenbeschattungen oder Klimageräte als Verbesserungen des Mietgegenstands anerkannt werden. Bleiben die Anlagen nach dem Auszug in der Wohnung, soll ein Anspruch auf Ablöse bestehen, der – ähnlich wie bei Heizthermen oder Sicherheitstüren – über zehn Jahre abgeschrieben wird.

„Der Gesetzgeber hat 2022 an die Eigentümer gedacht und die Mieter vergessen“, sagt Niedermühlbichler mit Verweis auf die Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes, die Wohnungseigentümern Erleichterungen bei der Anbringung von Außenbeschattungen brachte. „Jetzt muss das Mietrechtsgesetz ebenso geändert werden. Schutz vor Hitze darf keine Frage der Laune des Eigentümers, sondern muss eine Frage des Gesetzes sein.“

Als dritte Maßnahme fordert die Mietervereinigung die Einführung eines Temperatur-Richtwerts für Bestandsgebäude. Wird dieser überschritten, soll die Wohnung als mangelhaft gelten und ein Anspruch auf Mietzinsminderung entstehen. Gleichzeitig soll dieses Verfahren künftig vor der Schlichtungsstelle abgewickelt werden können.

„In der Beratung erleben wir das häufig: Die Leute haben recht, und trotzdem führen sie das Verfahren nicht – weil das Kostenrisiko höher ist als der Streitwert. Wer 480 Euro geltend machen will und dabei ein Vielfaches riskiert, lässt es bleiben. Deshalb gehört die Mietzinsminderung vor die Schlichtungsstelle“, sagt Sabine Fürst, Juristin der Mietervereinigung Österreichs.

Für Bestandshalter und institutionelle Immobilieneigentümer könnten die vorgeschlagenen Änderungen Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen und den Gebäudebestand haben. Nach Auffassung der Mietervereinigung würde ein gesetzlich verankerter Temperatur-Richtwert zugleich einen stärkeren Anreiz schaffen, in außenliegenden Sonnenschutz, Kühlung und sommerlichen Wärmeschutz zu investieren. „Für diesen Sommer kommt jede Reform zu spät. Den nächsten Sommer darf die Regierung keinesfalls verschlafen – unser Paket liegt auf dem Tisch, die Reform muss jetzt rasch beschlossen werden“, so Niedermühlbichler.

Tags: HitzewelleKlimaMietervereinigungMietrechtsgesetzMRG
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

Wohnprojekt „Korneum“ erreicht Dachgleiche

Wohnprojekt „Korneum“ erreicht Dachgleiche

von Charles Steiner
17. September 2026

In Korneuburg entstehen 135 Eigentums- und Vorsorgewohnungen sowie eine freistehende Villa. 30 Wohnungen sind laut Raiffeisen Vorsorge Wohnung bereits verkauft,...

2. AI Competence Summit über KI und Software

2. AI Competence Summit über KI und Software

von Kathrin Hoffmann
17. September 2026

Wie verändert künstliche Intelligenz die Immobilienwirtschaft? Welche Anwendungen schaffen echten Mehrwert? Und wo braucht es klare Grenzen? Das zweite AI...

VÖPE will einfachere Finanzierungen und dafür kräftiger bauen

VÖPE will einfachere Finanzierungen und dafür kräftiger bauen

von Charles Steiner
17. September 2026

Projektentwickler sehen hohe Baukosten, schwierige Finanzierungen und komplexe Vorgaben als zentrale Bremsen für den Wohnbau. Bei der VÖPE-Herbstkonferenz wurden einfachere...

ÖRAG: Immobilienmärkte fahren Achterbahn – Ende des Ritts noch nicht absehbar

ÖRAG: Immobilienmärkte fahren Achterbahn – Ende des Ritts noch nicht absehbar

von Charles Steiner
16. September 2026

ÖRAG sieht am österreichischen Immobilienmarkt zwar erste Stabilisierungstendenzen, aber keine einheitliche Erholung. Finanzierung, Zinsen und geopolitische Risiken bleiben Belastungsfaktoren, während...

Uniqa macht Investmentplattform für externe Anleger zugänglich

Uniqa macht Investmentplattform für externe Anleger zugänglich

von Charles Steiner
15. September 2026

Uniqa Real Estate erweitert ihr Geschäft um externe Investoren. Institutionelle Anleger und große Family Offices sollen künftig über Spezialfonds, Individualmandate...

Aus Kloster werden Serviced Apartments

Aus Kloster werden Serviced Apartments

von Onlineredaktion immobilien investment
15. September 2026

JP Immobilien baut einen Teil des historischen Gebäudekomplexes der Mechitaristen-Kongregation in Wien-Neubau zu Serviced Apartments um. Geplant sind 30 Einheiten...

Neueste Beiträge

  • Die neuen Oppenheimer
  • Wohnprojekt „Korneum“ erreicht Dachgleiche
  • 2. AI Competence Summit über KI und Software
  • VÖPE will einfachere Finanzierungen und dafür kräftiger bauen
  • ÖRAG: Immobilienmärkte fahren Achterbahn – Ende des Ritts noch nicht absehbar
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen