Immobilienmarkt 2026 zwischen Stabilisierung, regionalen Unterschieden und offenen Risiken.
Der österreichische Immobilienmarkt hat nach mehreren Jahren mit stark steigenden Zinsen, restriktiveren Kreditvergaberichtlinien und hoher Unsicherheit eine Phase der relativen Beruhigung erreicht. Der Immobilienvermittler S Real Immobilien spricht in seinem Marktausblick für 2026 von einem „Window of Opportunity“ für Kaufinteressenten. Martina Hirsch, Geschäftsführerin von S Real, verweist auf die vergangenen Jahre als Phase der Zurückhaltung: „Der Immobilienmarkt hat in den letzten Jahren große Veränderungen erlebt: Deutlich gestiegene Zinsen, verschärfte Kreditvergaberichtlinien und eine hohe Unsicherheit haben viele Menschen veranlasst, Kaufentscheidungen aufzuschieben.“
Inzwischen zeigten sich laut Hirsch Anzeichen einer Stabilisierung. „Seit einigen Monaten zeigt sich jedoch eine klare Stabilisierung. Die Zinsen sind wieder auf einem gut kalkulierbaren Niveau, die Einkommen konnten nachziehen und die Leistbarkeit verbessert sich spürbar“, sagt sie. S Real schließt daraus, dass 2026 ein vergleichsweise günstiger Zeitpunkt für den Immobilienerwerb sein könnte. Begründet wird dies mit einem noch breiten Angebot bei gleichzeitig moderat anziehender Nachfrage. Käufer würden dadurch von größerer Auswahl und realistischeren Preisvorstellungen profitieren.
Jedoch weist der Maklerverbund darauf hin, dass Käufer die regionalen Gegebenheiten genau prüfen sollten. Die Marktentwicklung unterscheidet sich regional teils deutlich, sowohl hinsichtlich Angebot und Nachfrage als auch bei Preisniveaus und Vermarktungsdauern. Während urbane Räume weiterhin von struktureller Nachfrage profitieren, zeigen periphere Regionen ein deutlich heterogeneres Bild.






