Marktdaten aus Österreich und Deutschland zeigen unterschiedliche Entwicklung bei Preisen und Aufenthaltsdauer.
Vertreter aus Projektentwicklung, Investment, Finanzierung und Hotellerie haben sich in Wien über die Entwicklung des Marktes für Serviced Apartments ausgetauscht. Zu der Branchenrunde eingeladen hatten Apartmentservice und Michaeler & Partner. Im Mittelpunkt standen aktuelle Marktdaten für Österreich und Deutschland sowie die Entwicklung der Assetklasse.
Vorgestellt wurden dabei die Ergebnisse des achten Marktreports Serviced Apartment Österreich, der von Michaeler & Partner gemeinsam mit Apartmentservice erstellt wird. Grundlage der Studie sind die Angaben von 93 Betrieben. Demnach lag die durchschnittliche Auslastung von Serviced Apartments in Österreich im Jahr 2025 bei 74,5 Prozent und damit rund zwei Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Tagesrate um 14,4 Prozent auf 113 Euro.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erhöhte sich auf 14 Tage. Freizeitreisende stellten mit 68,2 Prozent die größte Gästegruppe, internationale Gäste machten 68,3 Prozent aller Übernachtungen aus. Zudem setzen 71,7 Prozent der Betriebe bereits Künstliche Intelligenz ein. „Der österreichische Markt bestätigt erneut seine stabile Nachfragebasis und seine wachsende Professionalisierung“, sagte Roman Kopacek, Managing Director von Michaeler & Partner. Steigende Preise, Digitalisierung und neue Betriebskonzepte würden die weitere Entwicklung der Assetklasse prägen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die aktuellen Ergebnisse des deutschen Marktreports Serviced Apartments präsentiert. Dort stellten Freizeitreisende mit 56 Prozent erstmals die größte Gästegruppe. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank auf sieben Tage. Die Auslastung blieb mit 81 Prozent stabil, während die durchschnittliche Tagesrate von 92 Euro auf 89,50 Euro zurückging.
Nach Angaben von Apartmentservice umfasst der deutsche Markt derzeit rund 59.300 Einheiten in 1.160 Häusern. Bis 2029 wird ein Wachstum des Bestands um rund 38 Prozent erwartet. „Deutschland und Österreich bewegen sich beim Gästemix in dieselbe Richtung, in der Performance aber auseinander“, sagte Anett Gregorius, Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice. Gerade deshalb sei der grenzüberschreitende Austausch für die Branche von Bedeutung.
Neben der Präsentation der Marktdaten diskutierten die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen bei Digitalisierung, Betreiberkonzepten und Nachfrage. „Wir wollten den Spirit unseres Österreich-Debüts aus dem letzten Jahr in kleinerer Runde weitertragen“, sagte Gregorius. Die gemeinsame Betrachtung der Marktentwicklung in Österreich und Deutschland biete den Teilnehmern einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn.
Apartmentservice und Michaeler & Partner wollen den fachlichen Austausch zur Entwicklung des Serviced-Apartment-Marktes nach eigenen Angaben fortsetzen. Das nächste gemeinsame Branchentreffen findet im November 2026 im Rahmen des SO!APART-Jahreskongresses in Berlin statt.






