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AI Competence Austria startet neue Plattform für Europas digitale Zukunft

von Charles Steiner
2. Juli 2026
in Digitalisierung, Events, Österreich
Das Panel des Auftakt-Summits der neuen AI Competence Initiative: Jan Schaumburg, Director of Solutions and Delivery DACH bei Insight, Reinhard Czerny, CFO, Burgenland Energie AG, Marius Mählmann, Managing Director der HOCHTIEF Data Center Partner GmbH, Phillip Wallner, CEO, Napfel GmbH. Foto: Hoffmann

Das Panel des Auftakt-Summits der neuen AI Competence Initiative: Jan Schaumburg, Director of Solutions and Delivery DACH bei Insight, Reinhard Czerny, CFO, Burgenland Energie AG, Marius Mählmann, Managing Director der HOCHTIEF Data Center Partner GmbH, Phillip Wallner, CEO, Napfel GmbH. Foto: Hoffmann

Auftakt im Park Hyatt Vienna: Digitale Resilienz wird zur entscheidenden Standortfrage der KI-Ära.

Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft, Gesellschaft und ganze Industrien in rasantem Tempo. Doch während die öffentliche Diskussion meist von Anwendungen, Algorithmen und neuen KI-Modellen geprägt ist, rückt eine andere Frage zunehmend in den Mittelpunkt: Auf welcher Infrastruktur wird Europas digitale Zukunft aufgebaut?

Genau diesem Thema widmete sich die Premiere von AI Competence Austria, einer neuen Executive-Summit-Serie des DMV della Lucia Medienverlags gemeinsam mit der Insight Technology Solutions GmbH. Rund 50 ausgewählte Entscheidungsträger:innen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Energieversorgung, Infrastruktur, Technologie sowie der Bau- und Immobilienwirtschaft kamen zum Auftakt-Summit im Park Hyatt Vienna zusammen, um über die Voraussetzungen der digitalen Transformation zu diskutieren.

Im Mittelpunkt stand dabei eine zentrale Erkenntnis: Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz entscheidet sich nicht allein in Software und Algorithmen. Sie entsteht dort, wo Rechenleistung, Energieversorgung, Datenräume und digitale Infrastruktur zusammenkommen.

Ohne Infrastruktur keine KI
Die zentrale Botschaft des Abends war ebenso einfach wie weitreichend: Ohne Data Center keine KI. Jede KI-Anwendung benötigt Rechenleistung. Jede Rechenleistung benötigt Energie. Und jede digitale Anwendung benötigt sichere Datenräume, resiliente Netzwerke und leistungsfähige Infrastruktur.

Der weltweite KI-Boom führt bereits heute zu massiv steigenden Investitionen in Rechenzentren und Energieversorgung. Immer deutlicher wird dabei, dass die Zukunft der Künstlichen Intelligenz nicht nur in Software entwickelt wird, sondern ebenso in Stromnetzen, Serverräumen und digitaler Infrastruktur.

Europa braucht digitale Handlungsfähigkeit
Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildete der Summit „Leaders AI: Data Center & Energie“, moderiert von Phillip Wallner, CEO der Napfel GmbH. Auf dem Podium diskutierten Dr. Jan Schaumburg, Director of Solutions and Delivery DACH bei Insight, Marius Mählmann, Managing Director der HOCHTIEF Data Center Partner GmbH, sowie Reinhard Czerny, CFO der Burgenland Energie AG.

Dabei wurde deutlich, dass Europa vor einer strategischen Herausforderung steht: Der Bedarf an Rechenleistung wächst rasant, während gleichzeitig Versorgungssicherheit, Datensicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

KI braucht Daten, Sicherheit und Strategie
„Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel von Generative AI hin zu Agentic AI“, so Dr. Jan Schaumburg. „In Zukunft werden KI-Agenten eigenständig lernen und Aufgaben übernehmen sowie andere KI-Agenten managen. Es wird eine digitale Belegschaft geben, die rund um die Uhr Rechenleistung beansprucht. Das stellt enorme Herausforderung an Infrastruktur und Energieversorgung. Als AI Solutions Integrator sehen wir KI hier aber nicht nur als Problem, sondern als Teil der Lösung. Wir programmieren möglichst energieeffiziente Agenten, orchestrieren die Rechenleistung der KI so, dass Energie-Überschüsse genutzt werden und erstellen mit KI smarte Lösungen zur effektiven Kühlung von Data Centern.“

Als international tätiger Technologiepartner begleitet Insight Unternehmen bei KI-, Infrastruktur-, Software-, Security- und Transformationsprojekten weltweit.

Energie wird zum Fundament der Digitalisierung
Ein zentrales Thema des Abends war die Energieversorgung der Zukunft. Denn Rechenzentren zählen bereits heute zu den größten Stromverbrauchern der digitalen Wirtschaft. Mit dem weiteren Ausbau von KI-Anwendungen wird dieser Bedarf deutlich steigen.

Reinhard Czerny betonte, dass die KI-Revolution weit mehr als ein Technologie- oder Softwarethema sei. Jede KI-Anwendung basiere letztlich auf Energie, Netzen, Speicherkapazitäten und Rechenleistung: „Die digitale Transformation wird künftig dort entschieden, wo ausreichend Energie, Netze, Speicherkapazitäten und Rechenleistung verfügbar sind. Die entscheidende Frage der kommenden Jahre ist daher nicht nur, wo die besten KI-Modelle entwickelt werden, sondern welche Regionen die Infrastruktur bereitstellen können, auf der diese Modelle betrieben werden. Regionen, die diese Voraussetzungen schaffen, werden langfristig Unternehmen, Investitionen und Innovation anziehen. Das Burgenland bringt dafür ausgezeichnete Voraussetzungen mit.“

Die Diskussion machte deutlich, dass Energiewende und Digitalisierung längst keine getrennten Entwicklungen mehr sind. Die Infrastruktur für die digitale Wirtschaft von morgen entsteht dort, wo Energieversorgung, Rechenleistung und technologische Innovation zusammengedacht werden.

Rechenzentren werden zur Schlüsselressource
Auch die Rolle von Rechenzentren stand im Mittelpunkt der Diskussion. Für Marius Mählmann entwickeln sich Data Center zunehmend zu einer kritischen Infrastruktur des digitalen Zeitalters: „Rechenzentren werden zur Schlüsselressource moderner Volkswirtschaften. Wer digitale Wertschöpfung ermöglichen will, muss heute die Voraussetzungen für sichere, skalierbare und energieeffiziente Rechenkapazitäten schaffen.“

Moderne Rechenzentren müssen dabei weit mehr leisten als reine Datenverarbeitung. Energieeffizienz, Skalierbarkeit, Netzanbindung, Kühlung und Versorgungssicherheit entwickeln sich zu entscheidenden Standortfaktoren.

Resilienz statt Abhängigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage nach Europas digitaler Zukunft. Die Experten waren sich einig, dass vollständige digitale Souveränität kurzfristig kaum erreichbar ist. Sehr wohl möglich sei jedoch der Aufbau größerer Resilienz durch eigene Rechenzentrums-, Cloud- und Energiekapazitäten sowie durch mehr Kontrolle über kritische Infrastruktur. Damit werden Versorgungssicherheit, Datensicherheit und digitale Handlungsfähigkeit zunehmend zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren.

Auftakt für eine langfristige Initiative
Neben den Fachvorträgen stand vor allem der Austausch zwischen Technologieunternehmen, Energieversorgern, Infrastrukturbetreibern, Investoren sowie Vertretern der Immobilien- und Bauwirtschaft im Mittelpunkt.

Die erfolgreiche Premiere markiert den Start einer langfristig angelegten Experten- und Netzwerkplattform. Bereits am 15. September 2026 findet im Almanac Hotel Vienna der nächste Summit zum Thema „KI & Software: Lösungen für Immobilien & Bau“ statt. Weitere Veranstaltungen zu den Themen Cloud-Technologien, digitale Resilienz und Infrastruktur sind bereits in Vorbereitung. Höhepunkt der Initiative soll ein internationaler AI-, Cloud- und Data-Center-Kongress in Wien im Jahr 2027 werden.

Tags: AI Competence SummitBurgenland EnergieDMV della lucia medien & verlags GmbHHochtiefInsightKünstliche IntelligenzNapfel GmbHWien
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