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Hitzeschutz-Standards für Neubau- und Sanierung gefordert

von Onlineredaktion immobilien investment
9. Juli 2026
in Architektur, Gewerbe, News, Österreich, Wohnen, Wohnprojekte
Die Hitzewellen im Sommer sind auch in Gebäuden spürbar. HELLA fordert nun einheitliche Standards beim Bau- und Sanierung. Foto: pixabay.com

Die Hitzewellen im Sommer sind auch in Gebäuden spürbar. HELLA fordert nun einheitliche Standards beim Bau- und Sanierung. Foto: pixabay.com

HELLA sieht außenliegenden Sonnenschutz als zentrale Maßnahme gegen sommerliche Überhitzung und fordert verbindliche Vorgaben sowie Förderungen.

Angesichts zunehmender Hitzewellen fordert der Sonnenschutzhersteller HELLA verbindliche Standards für den sommerlichen Hitzeschutz bei Neubauten und Sanierungen. Nach Ansicht des Unternehmens müsse der Schutz vor Überhitzung künftig ebenso selbstverständlich in Bauvorschriften und Förderprogrammen verankert werden wie die Wärmeversorgung im Winter. Besonders betroffen seien Wohngebäude, Büros, Schulen, Kindergärten sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.

HELLA verweist darauf, dass Innenräume während Hitzewellen häufig Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius erreichen. Dies führe zu gesundheitlichen Belastungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten sowie zu Produktivitätsverlusten und höheren Energiekosten durch verstärkten Einsatz von Klimageräten.

„Die Gefahren von Hitzewellen werden immer noch unterschätzt“, sagt Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der HELLA Gruppe. „Hitzeschutz ist keine Frage des Budgets, sondern von Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit. Deshalb soll das Thema nicht zum parteipolitischen Spielball gemacht werden. Bund, Länder und Gemeinden stehen in der Verantwortung, öffentliche Gebäude rasch hitzefit zu machen und die Bevölkerung wirksam vor den Folgen zunehmender Hitzewellen zu schützen.“

Nach Angaben des Unternehmens hängt die Belastung durch Hitze wesentlich von der Gebäudequalität ab. Große unverschattete Glasflächen, fehlender außenliegender Sonnenschutz sowie unzureichend gedämmte Fassaden und Dächer würden dazu beitragen, dass sich Innenräume stark aufheizen und die Wärme über längere Zeit speichern. Besonders betroffen seien Dachgeschoßwohnungen, ältere Bestandsgebäude und Gebäude mit großflächigen Glasfassaden.

HELLA verweist darauf, dass konsequent verschattete Gebäude mit außenliegendem Sonnenschutz Innenraumtemperaturen um bis zu zehn Grad Celsius senken können. Dies verbessere den Wohnkomfort und schaffe bessere Bedingungen zum Arbeiten, Lernen sowie für den Aufenthalt in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Zudem sieht das Unternehmen in Hitzewellen zunehmend auch eine soziale Herausforderung. Besonders ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und einkommensschwächere Haushalte seien von hohen Temperaturen betroffen. „Außenliegender Sonnenschutz schützt die Gesundheit, verbessert die Lebensqualität und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf für Kühlung“, erklärt Kraler. „Was fehlt, sind verbindliche Standards und flächendeckende Förderungen, damit wirksamer Hitzeschutz für alle zugänglich wird.“

Als wirksamste Maßnahme bezeichnet HELLA außenliegenden Sonnenschutz wie Rollläden, Raffstores, Jalousien oder Markisen. Diese verhinderten den Wärmeeintrag bereits vor der Fensterscheibe und reduzierten damit den Kühlbedarf von Gebäuden. Nach Unternehmensangaben liege der Anteil entsprechender Systeme je nach Immobilie bei durchschnittlich ein bis drei Prozent der gesamten Baukosten und könne vielfach auch im Bestand nachgerüstet werden.

„Außenliegender Sonnenschutz ist bauphysikalisch die wirksamste Maßnahme im Hitzeschutz und kann binnen weniger Wochen nachgerüstet werden“, sagt Kraler. „Die Lösungen sind längst verfügbar. Was es jetzt braucht, ist technisches Verständnis der Entscheider, klare Standards und Förderprogramme, die neben der Wärmeversorgung auch den Hitzeschutz als Grundversorgung garantieren. Für mehr Gesundheit, mehr Lebensqualität und mehr Gerechtigkeit.“

Tags: HellaHitzewelleSonnenschutz
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