• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
AI Competence
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Gewerbe

Strengere Regeln für alternative Investmentfonds

von Charles Steiner
8. Juli 2026
in Gewerbe, Österreich, Recht & Steuern, Wohnen
Blick in Plenum

Blick in Plenum

Nationalrat beschließt neue Regeln für alternative Investmentfonds – Übergangsregelung für Immobilienfonds bleibt umstritten.

Der Nationalrat hat die Novelle zum Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz (AIFMG) sowie zum Immobilien-Investmentfondsgesetz mit breiter Mehrheit beschlossen. Ziel der Gesetzesänderungen ist die Anpassung des österreichischen Rechts an die europäische AIFMD-Review-Richtlinie. Die neuen Bestimmungen betreffen insbesondere die Kreditvergabe durch alternative Investmentfonds, das Liquiditätsmanagement sowie den Anlegerschutz. Gegen die Novelle stimmten lediglich die Grünen.

Im Mittelpunkt der Novelle stehen einheitliche Regeln für die Kreditvergabe durch alternative Investmentfonds, strengere Vorgaben für das Liquiditätsmanagement sowie Anpassungen bei der aufsichtlichen Berichterstattung, Verwahrdienstleistungen und dem Anlegerschutz. Künftig wird das Recht alternativer Investmentfonds zur Kreditvergabe ausdrücklich gesetzlich verankert und gleichzeitig harmonisierten europäischen Standards unterworfen. Kreditvergaben an Verbraucher bleiben in Österreich ausgeschlossen.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft das Liquiditätsmanagement offener Fonds. Künftig müssen Verwalter offener alternativer Investmentfonds sowie Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) mindestens zwei Instrumente aus einer europaweit harmonisierten Liste auswählen, um bei erhöhtem Rückgabedruck handlungsfähig zu bleiben.

Für Immobilienfonds sieht die Novelle eine befristete Übergangsregelung vor. Hintergrund ist das sogenannte Liquiditäts-Mismatch zwischen langfristig gebundenen Immobilieninvestments und kurzfristigen Rückgabewünschen von Anlegern.

Bestandsanleger, die ihre Fondsanteile bis zum 31. Dezember 2026 halten, können demnach zwischen 2027 und 2030 innerhalb festgelegter Freibeträge Anteile zurückgeben, ohne die grundsätzlich geltende zwölfmonatige Rückgabefrist einhalten zu müssen. Die jährlichen Freibeträge betragen in den Jahren 2027 und 2028 jeweils 20.000 Euro sowie in den Jahren 2029 und 2030 jeweils 10.000 Euro pro Fonds.

Nach Angaben des Finanzministeriums soll diese Regelung den Übergang zur weiterhin bestehenden zwölfmonatigen Rückgabefrist erleichtern und gleichzeitig die Stabilität der Fonds stärken. Ergänzend werden den Fonds zusätzliche Instrumente für das Liquiditätsmanagement zur Verfügung gestellt.

ÖVP, SPÖ, NEOS und FPÖ unterstützten die Gesetzesnovelle. Die Regierungsparteien sowie die NEOS bewerteten die Änderungen als ausgewogene Umsetzung europäischer Vorgaben, die sowohl den Anlegerschutz als auch die Liquidität offener Immobilienfonds stärken sollen. Vertreter der FPÖ begrüßten insbesondere die Verbesserungen bei Immobilienfonds und den Abbau doppelter Berichtspflichten, verwiesen jedoch zugleich auf weiter bestehende strukturelle Herausforderungen des europäischen Kapitalmarkts.

Die Grünen lehnten die Novelle hingegen erneut ab. Sie kritisierten insbesondere die Übergangsregelung für Immobilienfonds und sahen darin eine Aufweichung bestehender Schutzbestimmungen für Anleger sowie eine Begünstigung von Banken und Fondsanbietern. Nach ihrer Auffassung würden dadurch Erwartungen an die jederzeitige Verfügbarkeit von Immobilienfondsanteilen aufrechterhalten.

Tags: AIFBundesregierungInvestmentfonds
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

Kingstone und Adventra starten Infrastruktur-Plattform

Kingstone und Adventra starten Infrastruktur-Plattform

von Charles Steiner
20. August 2026

Joint Venture soll institutionellen Investoren Zugang zu Infrastrukturprojekten in den Bereichen Energie, Mobilität, Digitalisierung sowie Verteidigung und Zivilschutz bieten. Im...

Rochaden im Aufsichtsrat von Gropyus

Rochaden im Aufsichtsrat von Gropyus

von Onlineredaktion immobilien investment
20. August 2026

Markus Fuhrmann wechselt von der operativen Führung in den Aufsichtsrat, Philipp Erler übernimmt als alleiniger CEO. Harald Mahrer und Thomas...

Wohnrecht auf österreichisch: Plakativ, überreguliert und Mieter sparen sich trotzdem nix.

Wohnrecht auf österreichisch: Plakativ, überreguliert und Mieter sparen sich trotzdem nix.

von Charles Steiner
20. August 2026

Kommentar des Chefredakteurs: Österreich liebt Regulierungen. Vor allem im Wohnrecht. Richtwert hier, Mietendeckel da, aber Sanierung innerhalb kurzer Frist vorschreiben....

EHL Wohnen: Weitere Mietsteigerungen wegen sinkendem Wohnangebot

Wiener Immo-Treuhänder: Sanierungsbedarf von 200 Milliarden Euro – doch Investitionen stocken

von Charles Steiner
19. August 2026

Wiener Fachgruppe sieht Investitionen in Neubau und Sanierung durch Regulierung und rechtliche Unsicherheit erschwert. Kritik gibt es an der Umsetzung...

Eckzinshaus nahe Karmelitermarkt wechselt Eigentümer

Eckzinshaus nahe Karmelitermarkt wechselt Eigentümer

von Charles Steiner
19. August 2026

3SI Immogroup erwirbt voll vermietetes Gründerzeithaus mit mehr als 2.300 Quadratmetern Nutzfläche im zweiten Wiener Gemeindebezirk – Colliers vermittelte die...

Debatte um Hitzeschutz für Immobilien hält an

Debatte um Hitzeschutz für Immobilien hält an

von Onlineredaktion immobilien investment
18. August 2026

Verbände aus der Bau- und Immobilienwirtschaft fordern umfassende Strategie für klimafitte Gebäude – ARGE Eigenheim warnt vor Fokus auf einzelne...

Neueste Beiträge

  • Der Paria hat einen Lauf
  • Kingstone und Adventra starten Infrastruktur-Plattform
  • Rochaden im Aufsichtsrat von Gropyus
  • Wohnrecht auf österreichisch: Plakativ, überreguliert und Mieter sparen sich trotzdem nix.
  • Wiener Immo-Treuhänder: Sanierungsbedarf von 200 Milliarden Euro – doch Investitionen stocken
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen