Immobilienkonzern reduziert Verlust deutlich – Bürovermietungen und Bewertungen treiben Erholung.
Die Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihr Ergebnis deutlich verbessert. Das Konzernergebnis verringerte sich von minus 16,5 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 2,4 Millionen Euro, geht aus einer entsprechenden Mitteilung hervor. Ausschlaggebend dafür seien insbesondere höhere Erlöse aus Bürovermietungen sowie ein positives Ergebnis aus Immobilienbewertungen gewesen.
Die Einnahmen aus dem Bürosegment stiegen demnach im Jahresvergleich von 13,2 Millionen Euro auf 14,3 Millionen Euro. Gleichzeitig drehte das Ergebnis aus Immobilienbewertungen von minus 8,3 Millionen Euro auf plus 4,2 Millionen Euro. „Das Jahr 2025 war für die Immobilienbranche ein Jahr der vorsichtigen Erholung: Sinkende Zinsen und eine sich normalisierende Inflation schufen günstigere Rahmenbedingungen als in den Vorjahren – wenngleich geopolitische Unsicherheiten weiterhin herausfordernd waren und bleiben“, sagt Franz Jurkowitsch, Vorstandsvorsitzender von Warimpex, in einer Stellungnahme.
Das operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich von 1,1 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich deutlich von minus 8,5 Millionen Euro auf plus 4,6 Millionen Euro. Auch das Finanzergebnis entwickelte sich günstiger und lag bei minus 6,5 Millionen Euro nach minus 7,7 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Gesamtumsatzerlöse gingen hingegen leicht um fünf Prozent auf 20,4 Millionen Euro zurück. Dies wurde unter anderem mit schwächeren Erlösen im Hotelbereich in Deutschland begründet. Gleichzeitig konnten die direkt zurechenbaren Aufwendungen um elf Prozent reduziert werden, wodurch das Bruttoergebnis leicht auf 9,5 Millionen Euro stieg.
.Als stabiler Kernmarkt erwies sich weiterhin Polen. „Unser Kernmarkt Polen zeigt sich in diesem Umfeld weiterhin robust. Das Wirtschaftswachstum liegt über dem EU-Durchschnitt, Projektentwicklungen sowie Neuvermietungen verlaufen planmäßig“, so Jurkowitsch. Erstmals setzt das Unternehmen verstärkt auf Wohnbauprojekte.
In Krakau wurde mit „MOG31“ ein erstes Wohnprojekt gestartet, das rund 8.000 Quadratmeter Nutzfläche und 145 Eigentumswohnungen umfasst. Die Vermarktung läuft seit Ende 2025, mehr als ein Drittel der Einheiten ist bereits verkauft oder reserviert. „Während sich der Büromarkt stabilisiert und Neuvermietungen wieder anziehen, sehen wir zur Zeit das größere Ertragspotenzial im Wohnbau“, sagte Jurkowitsch. Parallel investiert Warimpex in die Weiterentwicklung bestehender Immobilien. Dazu zählen Modernisierungen sowie Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit, unter anderem bei Büroimmobilien in Polen. Auch das Angebot an Co-Working-Flächen wurde ausgeweitet.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch. „Das nun vollständig vermietete Mogilska 35 Office in Krakau wird – nachdem nun alle Mieter eingezogen sind – auch in 2026 spürbar zum Ergebnis beitragen“, erklärte Jurkowitsch. „Auf Basis der aktuellen Budgetzahlen ist der operative Ausblick für das Jahr 2026 positiv.“






