Gourmet bezieht Kühllogistikfläche in Loosdorf – mehr als 100 Millionen Euro seit 2022 in den Standort investiert.
m niederösterreichischen Loosdorf hat der „Green Logistics Park“ einen weiteren Mieter gewonnen. Die GMS Gourmet GmbH wird im dritten Bauteil des Logistikparks eine Kühllogistikfläche mit 4.510 Quadratmetern nutzen. Der Spatenstich für den Bauteil III erfolgte am Dienstag gemeinsam mit den Projektentwicklern F & S Real Estate Solutions GmbH und Schisernig Real Estate Investor sowie Vertretern der Standortgemeinde.
Gourmet plant, den zusätzlichen Lagerstandort bis Ende 2026 zu beziehen. Ein Großteil des Energiebedarfs soll über eine Photovoltaikanlage gedeckt werden. Geschäftsführer Hannes Hasibar erklärte dazu: „Für uns als nachhaltiges Unternehmen ist dies ein weiterer Schritt in Richtung CO₂-Reduktion.“ Zugleich verwies er auf die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und der Gemeinde bei der Umsetzung des Projekts.
Investor Walter Schisernig bezeichnete den Green Logistics Park als eine der größeren Betriebsansiedlungen in Niederösterreich in jüngerer Zeit. Gemeinsam mit F & S habe man eine Grundfläche von mehr als 20 Hektar übernommen und weiterentwickelt. Neben der Adaptierung eines Bestands von rund 55.000 Quadratmetern Nutzfläche würden seit 2022 drei neue Logistikhallen mit insgesamt etwa 15.000 Quadratmetern errichtet. „Gerade bei Investitionen in Logistikimmobilien besteht derzeit eine hohe Nachfrage“, so Schisernig.
F & S-Geschäftsführer Alexander Liebewein verwies auf veränderte Rahmenbedingungen seit der Corona-Pandemie. „Die Erfahrungen mit instabilen Logistikketten haben dazu geführt, dass Unternehmen ihre regionale Verfügbarkeit optimieren und dafür zusätzliche Logistikflächen benötigen“, sagte Liebewein. In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen mehrere Logistikstandorte entlang österreichischer Autobahnen und in Ballungsräumen entwickelt.
Auch die Standortgemeinde sieht die Entwicklung positiv. Bürgermeister Thomas Vasku betonte die Bedeutung externer Investitionen für die kommunale Entwicklung. „Wir benötigen Investitionen von außen, um die Lebensqualität im Ort unterstützen zu können“, sagte Vasku. Im Vollbetrieb rechne die Gemeinde wieder mit steigenden Einnahmen aus der Kommunalsteuer, die einen relevanten Anteil am Gemeindebudget ausmachen.
Zugleich äußerten die Projektentwickler Kritik an den Rahmenbedingungen für Logistikimmobilien in Österreich. Schisernig sprach von einem anhaltenden Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot. „Man beklagt mangelnde Investitionen, unterstützt Investoren aber dort nicht ausreichend, wo akuter Bedarf besteht“, sagte er. Liebewein verwies insbesondere auf lange und komplexe Bewilligungsverfahren, die selbst bei bereits gewidmeten Flächen zu Verzögerungen führten. Aus Sicht der Entwickler bestehe hier politischer Handlungsbedarf auf regionaler und nationaler Ebene.






