Projektentwickler fordern schlankere Genehmigungsprozesse – Regierung plant „One-Stop-Shop“.
Die VÖPE – Vereinigung Österreichischer Projektentwickler unterstützt die von der Bundesregierung angekündigte Beschleunigung von Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP). Letztere hatte im Laufe der Woche eine stärkere Verfahrenskonzentration bei Projektgenehmigungen als Ziel definiert. Künftig soll es im Rahmen eines „One-Stop-Shop“ nur noch ein gebündeltes Verfahren statt bisher getrennter Prüfungen auf Bundes- und Landesebene geben. Dafür ist eine Änderung der Bundesverfassung erforderlich, die eine Zweidrittelmehrheit im Parlament voraussetzt.
Die VÖPE spricht sich seit längerem für Anpassungen im UVP-Regime aus. VÖPE-Präsident Andreas Köttl erklärte: „Wir brauchen planbare, schlanke, transparente und rechtssichere Verfahren. Die geplante Abschaffung von Doppelprüfungen bei der UVP macht Projekte für uns Entwickler leichter umsetzbar. Einfacheres Bauen senkt dann wiederum die Preise und schafft Wohnraum.“
Nach Ansicht der Interessenvertretung stellen lange Verfahrensdauern insbesondere im Wohn- und Städtebau ein wesentliches Hindernis für die zeitnahe Realisierung von Projekten dar. Verzögerungen führten zu höheren Kosten und wirkten dämpfend auf die Bautätigkeit. Die Vereinigung fordert daher effizientere Abläufe und eine Reduktion bürokratischer Hürden.
Köttl betonte zudem die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für Investitionen: „Planbarkeit und Sicherheit sind das Fundament für eine erfolgreiche Projektentwicklung. Nur so können Risiken wie Kostenüberschreitungen, Zeitverzug und rechtliche Probleme minimiert, verlässliche Entscheidungen für Investoren und Stakeholder getroffen und die Wirtschaftlichkeit sowie der Erfolg eines komplexen Projekts von Anfang bis Ende sichergestellt werden.“






