Energieeffiziente Technik, Robotereinsatz und komplexe Montagen bei laufendem Betrieb – der Aufzugshersteller trotzt der Baukrise.
Trotz anhaltender Herausforderungen in der Bauwirtschaft setzt Schindler Österreich weiter auf technologische Innovationen und realisiert laufend Projekte in ganz Österreich – von Hochhäusern über Bahnhöfe bis hin zu Klinikgebäuden. Dabei kommen zunehmend automatisierte Systeme und energieeffiziente Lösungen zum Einsatz. Das skizziert Schindler anhand auusgewählter Projekte: „Ob bei Hochhäusern, Kliniken oder Bahnhöfen – wir können unsere Stärken dort ausspielen, wo komplexe Anforderungen auf modernste Technik treffen“, fasst Janine Schwabe-Häder, Geschäftsführerin von Schindler Österreich zusammen.
Als zentrales Vorzeigeprojekt nennt Schindler den DC 2 Tower auf der Wiener Donauplatte. Das 180 Meter hohe Gebäude wird mit elf modernen Aufzügen ausgestattet – darunter acht Hochleistungsaufzüge vom Typ Schindler 7000. Die Installation erfolgt mithilfe des Robotersystems Schindler R.I.S.E., das sich besonders bei hohen Schächten und zahlreichen Aufzugsanlagen bewährt hat.
„Roboter haben kein Problem mit Kälte, Hitze und Staub – sie sind rund um die Uhr im Schacht im Einsatz. Unsere R.I.S.E.-Systeme arbeiten selbstlernend und autonom und finden die ideale Stelle zum Bohren ohne Unterstützung durch den Monteur“, so Schwabe-Häder. „Die hochwertige und schnelle Montage hat unsere Kunden bisher überzeugt.“
Die Aufzüge im DC 2 Tower werden Geschwindigkeiten von bis zu sieben Metern pro Sekunde erreichen. Schindler übernimmt neben der Installation auch die laufende Wartung der Systeme. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2025 geplant, die Übergabe an den Eigentümer Commerz Real soll 2026 erfolgen.
Auch im Westen Österreichs ist Schindler aktiv: Am stark frequentierten Bahnhof Bregenz montiert das Unternehmen aktuell sechs neue Fahrtreppen – bei laufendem Bahnbetrieb. Aufgrund der komplexen baulichen Situation erfolgen die Arbeiten vorwiegend in der Nacht. „Wir setzen elektrische Stapler ein, um Lärm und Feinstaub zu minimieren. Unsere Monteure verursachen weniger Lärm als jeder Zug, der am Bahnhof einfährt“, so Schwabe-Häder. Die Fertigstellung ist für Sommer 2025 vorgesehen.
Ein weiteres Beispiel für energieeffiziente Modernisierung ist das Gebäude der Chirurgie an der Innsbrucker Klinik, wo in den vergangenen 18 Monaten sämtliche Aufzugsanlagen erneuert wurden. Kernstück ist das Verkehrsmanagementsystem Schindler PORT 4D, das den Energieverbrauch durch optimierte Fahrten um 30 Prozent senkt. „Wir haben gezeigt, dass sich mithilfe neuer Anlagen und unserem Mobilitätskonzept signifikante Einsparungen erzielen lassen“, betont Schwabe-Häder. „Gerade im sensiblen Bereich eines Krankenhauses ist reibungslose Mobilität entscheidend.“
Die Investition in Höhe von zwei Millionen Euro durch die tirol kliniken soll auch ein Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs im Gesundheitswesen sein. Das System ersetzt konventionelle Aufzugskabinen mit Tasten durch Zielwahlstationen außerhalb der Lifte, wodurch unnötige Leerfahrten vermieden werden.