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Neue Lebensadern im Süden

von Christopher Erben
18. Dezember 2022
in immobilien investment 2022/06, Österreich, Wohnen, Wohnprojekte
© Pixabay

Graz ist derzeit die am schnellsten wachsende Stadt Österreichs.

Graz ist derzeit die am schnellsten wachsende Stadt Österreichs. 2021 wurden hier rund 2.400 Wohneinheiten fertiggestellt. In den Jahren 2022 und 2023 sollen 4.300 bzw. 4.500 Wohneinheiten hinzukommen.

Straßenbahnen haben einen großen Vorteil: Schadstofffrei bahnen sie sich einen Weg durch eine Stadt und verbinden deren Stadtteile wie Lebensadern miteinander – und sind auch ein Zeichen gelebter Urbanität. Seit einigen Jahren setzt etwa Graz auf den Ausbau dieses Verkehrsmittels und erschließt damit die entstehenden Stadtentwicklungsgebiete. Je eine Linie führt etwa seit November des Vorjahres zu den Reininghausgründen im Südwesten und in die Smart City im Nordwesten der Mur-Metropole.

Hohes Bauvolumen
Im Jahr 2030 sollen in der Metropolregion Graz rund 485.000 Menschen leben, was einem Anstieg von 7,7 Prozent zwischen 2020 und 2030 entspricht. 2035 wird es bereits rund eine halbe Million Menschen sein, prognostiziert der  aktuelle Bericht des Immobilienspezialisten CBRE zum Wohnungsmarkt in Wien, Linz und Graz.
Graz wird im CBRE-Bericht als die am schnellsten wachsende Stadt Österreichs genannt. Rund 2.400 Wohneinheiten wurden hier im Jahr 2021 fertiggestellt. In den Jahren 2022 und 2023 sollen 4.300 bzw. 4.500 Wohneinheiten hinzukommen. Über die meisten Zuwächse dürfen sich die Bezirke Gries, Lend und Eggenberg freuen – und hier vor allem die Reininghausgründe und die Smart City Graz. Rund 67 Quadratmeter beträgt hier die durchschnittliche Wohnungsgröße.

Nächster Halt: Lebensqualität
Bis zum Jahr 2025 sollen über 10.000 Menschen in den Reininghausgründen – vor einigen Jahren noch eine der größten unbebauten Flächen in Graz – leben. Eine der Straßenbahnstationen dort heißt Reininghauspark, wo auch die Straßenbahnlinie 4 hält. Im Juli ist die offizielle Eröffnung.
Jung und urban ist die Bevölkerung der zweitgrößten Stadt Österreichs und weist damit einen überproportional hohen Anteil junger Menschen auf. Allein über 27 Prozent der Einwohner sind zwischen 20 und 35 Jahre alt. Grund dafür ist vor allem das große Angebot für junge Menschen. Mit einer Fülle an Universitäten und Fachhochschulen zieht Graz – neben Wien und Innsbruck – viele Studierende aus dem In- und Ausland an, heißt es im CBRE-Bericht.

Büros für mehr Durchmischung
Mit rund 510.000 Quadratmetern Bürofläche ist Graz nach Wien und Linz der drittgrößte Büromarkt Österreichs. Bis 2024 sollen in Graz über 91.000 Quadratmeter neue Büroflächen entstehen – darunter auch in den neuen Stadtteilen Smart City Graz und Reininghaus: Sie sollen dort zur Vielfalt und Durchmischung der Wohnquartiere beitragen. „Größere Flächen sind im Kommen und bringen mehr Flexibilität“, erklärt Sigrid Filzmoser von CBRE, die davon ausgeht, dass die neuen Flächen vor allem größeren, bereits in Graz ansässigen Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Niederlassungen zusammenzulegen. „Die kleinteiligen Bestandsflächen am Grazer Büromarkt könnten in Zukunft nach und nach in Wohnflächen umgewandelt werden.“

Reininghaus, Graz: Im östlichen Teil des Parkquartiers entsteht das mit 68 Metern zweithöchste Wohnhaus der Steiermark. © Pentaplan
Tags: GrazInfrastrukturSteiermark
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