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Internationale Marken stürzen sich auf Wiener Bestlagen

von Onlineredaktion immobilien investment
26. Mai 2026
in Gewerbe, Österreich, Retail
Neue internationale Retail-Marken stürzen sich auf Wiener Bestlagen. Bild: CBRE

Neue internationale Retail-Marken stürzen sich auf Wiener Bestlagen. Bild: CBRE

CBRE: Hohe Nachfrage nach Premiumflächen, neue Flagship-Stores und strategische Standortanpassungen prägen den Wiener Retailmarkt.

Wien bleibt für internationale Handelsmarken ein gefragter Standort. Das geht aus dem aktuellen Retail-Marktbericht des Immobiliendienstleisters CBRE Österreich hervor. Demnach sorgen sowohl der anhaltende Tourismusboom als auch das Bevölkerungswachstum für stabile Rahmenbedingungen im stationären Handel.

Internationale Marken setzen dabei verstärkt auf repräsentative Standorte in Wien. Im Luxussegment eröffneten zuletzt unter anderem Loewe, Celine und Zimmermann neue Geschäfte in der Innenstadt. Zudem plant ON Running im Sommer 2026 die Eröffnung seines ersten Wiener Flagship-Stores in Neubau. Auch der Markteintritt von Arc’teryx wurde laut Unternehmen von CBRE begleitet.

Weitere internationale Konzepte wie Arket auf der Mariahilfer Straße oder die dänische Handelskette Normal AS haben ebenfalls neue Standorte in Wien eröffnet. Parallel dazu beobachten Marktteilnehmer laufende Standortoptimierungen bestehender Händler, darunter Flächenvergrößerungen, Übersiedlungen und strategische Neupositionierungen. „Wir sehen in Wien eine sehr gesunde Marktdynamik. Neue Marken drängen in den Markt, gleichzeitig nutzen bestehende Retailer die aktuelle Phase aktiv für strategische Anpassungen ihrer Standorte“, sagt Christoph Ecker, Director Retail bei CBRE Österreich.

Als besonders attraktiv gelten weiterhin die innerstädtischen Premiumlagen rund um Kohlmarkt, Graben und Kärntner Straße, das sogenannte „Goldene U“. Gleichzeitig gewinnt auch die Mariahilfer Straße als volumenstärkste Einkaufsstraße zunehmend an Bedeutung, obwohl dort punktuell Leerstände sichtbar seien. „Internationale Marken sehen Wien weiterhin als strategisch wichtigen Standort. Gerade Premium- und Luxuslabels sowie neue Konzepte setzen gezielt auf hochfrequente innerstädtische Lagen“, so Ecker.

Darüber hinaus verändert sich die Nutzung von Handelsflächen zunehmend. Laut CBRE setzen Shoppingcenter und innerstädtische Standorte verstärkt auf Gastronomie-, Freizeit- und Entertainmentangebote, um zusätzliche Besucherfrequenz zu schaffen. Fitnesscenter, Gesundheitsangebote und gastronomische Konzepte würden klassische Verkaufsflächen zunehmend ergänzen. „Der stationäre Handel entwickelt sich immer stärker in Richtung Erlebnis. Kunden erwarten heute mehr als nur ein Produkt – sie suchen Inspiration, Service und Aufenthaltsqualität“, so Ecker.

Auch österreichweit zeigt sich laut Bericht eine leichte Stabilisierung des Einzelhandels. Der inflationsbereinigte Umsatz stieg 2025 um 0,8 Prozent. Wachstumstreiber seien insbesondere der Lebensmittelhandel und der E-Commerce gewesen, während Non-Food-Bereiche wie Möbel, Sport und Elektronik weiterhin unter Druck stünden. Gleichzeitig belasten steigende Energie- und Personalkosten die Branche. „Der österreichische Retailmarkt befindet sich aktuell in einer Phase der Konsolidierung. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen agieren sowohl Händler als auch Investoren weiterhin selektiv“, sagte Ecker.

Am Investmentmarkt lag das Retail-Transaktionsvolumen 2025 laut CBRE bei rund 485 Millionen Euro und damit bei etwa zwölf Prozent des gesamten Immobilieninvestmentmarktes. Internationale Investoren konzentrierten sich dabei vor allem auf Core-Produkte und sogenannte Trophy-Assets. „Investoren konzentrieren sich zunehmend auf qualitativ hochwertige Objekte mit stabilen Cashflows. Sekundäre Lagen und schwächer positionierte Objekte stehen hingegen stärker unter Druck“, erklärte Manuel Bugl, Head of Investment bei CBRE Österreich.

Tags: CBRECBRE AustriaWien
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