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Flughafen Wien: „Können jetzt Hälfte des Strombedarfs selbst produzieren“

von Onlineredaktion immobilien investment
29. Juli 2024
in Gewerbe, Nachhaltigkeit, Österreich
Der Flughafen baut seine PV-Kapazitäten weiter aus und verweist darauf, nunmehr die Hälfte des benötigten Stroms selbst produzieren zu können. Foto: Flughafen Wien

Der Flughafen baut seine PV-Kapazitäten weiter aus und verweist darauf, nunmehr die Hälfte des benötigten Stroms selbst produzieren zu können. Foto: Flughafen Wien

Weitere PV-Anlage mit rund vier Millionen kWh in Betrieb genommen. Flughafen-Chef Günther Ofner sieht dringenden energiepolitischen Handlungsbedarf.

Es ist nicht mehr nur ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit, sondern zunehmend auch einer der Versorgungssicherheit der kritischen Infrastruktur: Der Flughafen Wien setzt weiterhin verstärkt auf Sonnenstrom und hat seine nunmehr zehnte Photovoltaikanlage mit zusammen 5.000 Solarmodulen und einer Produktionskapazität von zusätzlichen vier Millionen Kilowattstunden pro Jahr in Betrieb genommen. Damit produziere der Flughafen nun insgesamt rund 46 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr und betreibt damit eine der größten PV-Installationen in Österreich, so der Flughafen Wien via Aussendung.

„Dank der Kraft der Sonne können wir die Hälfte unseres eigenen Strombedarfs mit den Photovoltaikanlagen am Flughafen Wien selbst abdecken. So sparen wir bei den Energiekosten und sind autonomer in unserer Energieversorgung“, erklärte Flughafen-Wien Vorstand Günther Ofner, der allerdings auf ein energiepolitisches wachsendes Problem hinweist: „Im Mai 2024 gab es in Österreich bereits 78 Stunden mit einem negativen Strompreis und die Tendenz steigt stark. Immer öfter gibt es in Ostösterreich ein Überangebot an Solarstrom und die Strompreise stürzen in den Negativbereich, was bedeutet, dass Erzeuger dann für den Strom, den sie ins Netz einspeisen, zahlen müssen, sofern sie ihre Erzeugungsanlagen nicht abschalten. Hier gibt es dringenden energiepolitischen Handlungsbedarf.“

Ofner betonte die Notwendigkeit des Ausbaus der Stromnetze und großer Batteriespeicher: „Dringendst geboten ist der Ausbau der Stromnetze, es sind aber auch große Batteriespeicher notwendig. Nur so kann das Stromnetz entlastet und können negative Strompreise vermieden werden. Der Flughafen ist bereit, in die Speichertechnologie zu investieren, vorher müssen aber auch die regulatorischen Rahmenbedingungen dafür von der E-Control verbessert werden.“

Der Flughafen Wien betreibt aktuell zehn Photovoltaikanlagen mit insgesamt rund 78.000 Solarpaneelen auf einer Fläche von etwa 46 Hektar. Seit Jahresbeginn 2023 führt der Flughafen Wien seinen Betrieb CO2-neutral. Dies wird durch umfangreiche Stromproduktion aus Sonnenenergie und weiteren Maßnahmen ermöglicht. Dazu gehören die CO2-neutrale Fernwärmeversorgung durch die OMV, der Einsatz von rund 450 E-Fahrzeugen im Flughafen-Fuhrpark, die Nutzung von Erdwärme im Office Park 4, intelligentes Gebäudemanagement zur effizienten Energiesteuerung und die großflächige Umstellung auf LED-Beleuchtung. Durch diese Maßnahmen habe der Flughafen Wien seinen Energieverbrauch seit 2011 um etwa 40 Prozent und seine CO2-Emissionen um etwa 70 Prozent senken. Bis 2033 will der Flughafen Wien seinen CO2-Ausstoß auf Net Zero reduzieren

Tags: Flughafen WienInfrastrukturSolarstrom
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