• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
AI Competence
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home International Europa

EU vor neuer Insolvenzwelle: Handel und Baugewerbe besonders betroffen

von Charles Steiner
14. Mai 2024
in Europa, Gewerbe, International
Die GR Real ist in den Konkurs geschlittert. Bild: pixabay.com

Die GR Real ist in den Konkurs geschlittert. Bild: pixabay.com

Creditreform: Vor allem im Handel und Baugewerbe stiegen die Insolvenzen zweistellig.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2023 einen deutlichen Anstieg. Laut einer Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung wurden insgesamt 169.496 Insolvenzfälle registriert, was einem Anstieg von 20,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, kommentiert: „Das Insolvenzgeschehen im vergangenen Jahr stand im Zeichen der Rezession. Inflation, Zinsen, Energiekosten und auch die Nachwehen von Corona haben viele Unternehmen massiv belastet. Jetzt sehen wir die Auswirkungen auch deutlich in den Zahlen.“

Besonders stark war der Anstieg der Insolvenzen im Handel (plus 24,8 Prozent) und im Bausektor (plus 21,7 Prozent). „Mit mehr als 68.000 Insolvenzen allein im Dienstleistungsgewerbe und gut 52.000 Fällen im Handel wird das Insolvenzgeschehen in Europa vorrangig von diesen beiden Wirtschaftssektoren geprägt“, erklärt Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer von Creditreform Österreich, der vor allem die Konsumzurückhaltung im Zuge der Inflation und das hohe Zinsniveau ins Treffen führt. Ebenso hätten die gegenwärtigen geopolitischen Spannungen die Unsicherheit verstärkt und in Folge die Konjunktur abgebremst.

„2023 wurden in Westeuropa so viele Insolvenzen gezählt wie zuletzt 2016. Die verschärften Finanzierungsbedingungen strapazieren die Reserven der Unternehmen deutlich. Die Zentralbank (EZB) dämpfte mit Zinserhöhungen die Inflation, aber auch Konsum und Investitionen. So konnten die Unternehmen kaum Erträge erwirtschaften.“ Auch in Osteuropa stiegen die Insolvenzzahlen, wobei vor allem Ungarn für den Anstieg verantwortlich war. „Nach einer leichten Erholung der Gewinne im Vorjahr scheint die positive Entwicklung schon wieder vorüber“, erläutert Hantzsch. „Die anhaltend schlechte Ertragslage ist Gift für die Unternehmensstabilität. Die Insolvenzzahlen dürften dadurch weiter in die Höhe getrieben werden.“

Mittelfristig sieht die Creditreform keine Entspannung der Lage. Vor allem die schwache Ertragslage belastet die Wirtschaft nach wie vor: „Nach einer leichten Erholung der Gewinne im Vorjahr, scheint die positive Entwicklung schon wieder vorüber“, erläutert Hantzsch. Eine zunehmende Zahl von Unternehmen hat im Jahr 2022 Verluste erwirtschaftet oder lediglich sehr niedrige Gewinnmargen erzielt. Demnach wiesen 21,5 Prozent der Unternehmen ein negatives EBIT auf (2021: 21,3 Prozent) und weiteren 25,9 Prozent der Unternehmen (2021: 24,9 Prozent) blieb unter dem Strich lediglich eine Gewinnmarge von weniger als 5 Prozent. Nur für 18,8 Prozent der Unternehmen sei 2022 eine sehr hohe Gewinnmarge von über 25 Prozent erzielt worden.

Dem gegenüber seien die Eigenkapitalquoten im Jahr 2022 angestiegen. Fast jedes zweite Unternehmen, nämlich 48,3 Prozent, wies eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent auf, im Vergleich zu 47,2 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig verzeichneten noch 21,4 Prozent der Firmen eine schwache Eigenkapitalquote von weniger als 10 Prozent, im Vorjahr waren es 22,0 Prozent. Experten zufolge leiden derzeit weniger Unternehmen unter Eigenkapitalschwäche als vor 10 Jahren. Dies ist auf die steigenden Eigenkapitalquoten zurückzuführen, da Fremdkapital aufgrund hoher Zinsen unattraktiv geworden ist. Obwohl dies zunächst positiv erscheinen mag, warnt Patrik-Ludwig Hantzsch von der Creditreform Wirtschaftsforschung, dass die anhaltend schlechte Ertragslage eine Bedrohung für die Unternehmensstabilität darstellt und die Insolvenzzahlen voraussichtlich weiter steigen werden.

Tags: CreditreformHandelInsolvenzen
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

Haaß is

Haaß is

von Charles Steiner
26. Juni 2026

Kommentar des Chefredakteurs: Während die Hitzewelle Europa gnadenlos im Griff hat, stellt sich die Frage: Wie kühlen wir uns wieder...

Nächste Krause-Generation gründet neues Immo-Unternehmen

Nächste Krause-Generation gründet neues Immo-Unternehmen

von Onlineredaktion immobilien investment
25. Juni 2026

Nino und Matteo Krause starten NMK Immobilien mit Fokus auf Projektberatung, Vermarktung und digitale Vertriebssteuerung. Nino und Matteo Krause haben...

Leyrer + Graf steigt ins Immobilien-Development ein

Leyrer + Graf steigt ins Immobilien-Development ein

von Charles Steiner
24. Juni 2026

Unternehmensgruppe gründet Graf Development und erweitert ihr Geschäftsfeld um die Entwicklung von Immobilienprojekten. Die niederösterreichische Unternehmensgruppe Leyrer + Graf erweitert...

JP kauft Zinshaus auf der Wieden aus Privatbesitz

JP kauft Zinshaus auf der Wieden aus Privatbesitz

von Charles Steiner
23. Juni 2026

Wiener Immobilienunternehmen verstärkt Ankaufsaktivitäten im Zinshaussegment – Kaufpreis liegt bei etwas über 2.900 Euro pro Quadratmeter. Die Wiener JP Immobiliengruppe...

Stark steigender Bedarf an Rechenzentren, doch Fachkräfte fehlen

CBRE: Angebot an europäischen Rechenzentren wächst

von Charles Steiner
22. Juni 2026

KI-Boom treibt Nachfrage nach Kapazitäten, Wien gewinnt als Standort zunehmend an Bedeutung, ist im Vergleich aber noch ein kleiner Markt....

Anna Cygnarowicz bekommt Handlungsvollmacht bei Bondi Consult

Anna Cygnarowicz bekommt Handlungsvollmacht bei Bondi Consult

von Onlineredaktion immobilien investment
22. Juni 2026

Finanzexpertin übernimmt erweiterte Verantwortung im Wiener Immobilienberatungsunternehmen. Die Bondi Consult GmbH hat Anna Cygnarowicz mit Handlungsvollmacht ausgestattet. Die seit 2020...

Neueste Beiträge

  • Haaß is
  • Nächste Krause-Generation gründet neues Immo-Unternehmen
  • IR: Kleine und mittlere Makler geraten unter Druck
  • Leyrer + Graf steigt ins Immobilien-Development ein
  • VÖPE und GBV: Widmungs- und Genehmigungsverfahren müssen schneller gehen
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen