1,2 Milliarden Euro Investitionen 2025 – gesetzliche Eingriffe hinsichtlich der Wertsicherung belasten Ergebnis.
Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat im Geschäftsjahr 2025 ein Rekordniveau bei den Investitionen erreicht, gleichzeitig jedoch einen Rückgang bei Ergebnis und Gewinn verzeichnet. Das geht aus der aktuellen Konzernbilanz hervor. Insgesamt investierte der BIG-Konzern rund 1,2 Milliarden Euro in Neubau, Sanierung und Instandhaltung von Bildungs-, Sicherheits- und Büroimmobilien. Damit wurde der Vorjahreswert von rund 1,1 Milliarden Euro deutlich übertroffen. Die Umsatzerlöse stiegen auf rund 1,6 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (EBITDA) lag bei 884 Millionen Euro.
Die im Jahr 2025 beschlossene Aussetzung der Wertsicherung führt laut Unternehmen ab 2026 zu jährlichen Mietausfällen von rund 50 Millionen Euro. Zudem resultierte daraus ein negativer Bewertungseffekt von rund 1,2 Milliarden Euro. Trotz dieser Effekte stieg der Immobilienwert des Portfolios auf rund 18,9 Milliarden Euro. Die BIG verfügte zum Jahresende über 2.028 Liegenschaften mit einer vermietbaren Fläche von rund 7,8 Millionen Quadratmetern. Der Vermietungsgrad lag bei 99,4 Prozent.
Entsprechend musste man Abstriche beim Gewinn machen: Dieser ging für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 640 Millionen Euro zurück, nach 884 Millionen Euro im Jahr zuvor. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) sank auf 973 Millionen Euro. Hauptgrund dafür ist die gesetzliche Aussetzung der Wertsicherung bei Mietverträgen mit Bundesmietern, die sich negativ auf Bewertung und Erträge auswirkte.
„Die BIG bleibt ein starker wirtschaftlicher Impulsgeber für Österreich: Unsere Investitionen sichern tausende Arbeitsplätze und stärken die Wertschöpfung im Land“, heißt es von Christine Dornaus und Gerald Beck aus der Geschäftsführung in einem gemeinsamen Statement. „Gleichzeitig forcieren wir die Modernisierung und Dekarbonisierung unserer Bestandsgebäude, um unser Immobilienportfolio langfristig zukunftsfit aufzustellen.“
Ein wesentlicher Teil der Investitionen floss in den Bildungsbereich. Mehr als 370 Millionen Euro wurden in Schulen und Universitäten investiert. Zudem treibt die BIG großvolumige Projekte wie den MedUni Campus Mariannengasse in Wien oder das Graz Center of Physics voran. Langfristig plant das Unternehmen Investitionen von rund 2 Milliarden Euro bis 2040, um den Gebäudebestand klimaneutral zu gestalten. Auch im Wohnbereich ist die Tochter ARE aktiv: 2025 befanden sich rund 3.000 Wohnungen in Bau, 1.330 Einheiten wurden fertiggestellt. Mit Projekten wie dem „Village im Dritten“ in Wien werden zudem umfassende Stadtentwicklungen umgesetzt.
Mit ihren Investitionen positioniert sich die BIG als ein wesentlicher Treiber für die heimische Wirtschaft. Pro investierter Milliarde Euro werden laut einer Studie rund 9.300 Arbeitsplätze gesichert und eine Wertschöpfung von 886 Millionen Euro generiert. Die Mieterlöse erhöhten sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig bleibt die Kapitalstruktur stabil: Die Eigenkapitalquote lag bei 56,5 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Dividende von 266 Millionen Euro an die Republik ausgeschüttet.






