Immobilienentwickler verbessert Ergebnis, stärkt Liquidität und setzt verstärkt auf Wohnbau und strategische Verkäufe.
Die UBM Development AG hat im ersten Quartal 2026 ihre finanzielle Position deutlich verbessert und sowohl vor als auch nach Steuern wieder ein positives Ergebnis erzielt. Der Immobilienentwickler sieht sich damit in einer gestärkten Ausgangslage für das laufende Portfolio-Rebalancing und den weiteren Ausbau seines Wohnsegments. „Wir agieren damit wieder aus einer Position der Stärke. Es liegen alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Portfolio-Rebalancing vor“, erklärt Thomas G. Winkler, CEO der UBM Development AG.
Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, lag die Eigenkapitalquote zum Quartalsende bei 33,7 Prozent und damit am oberen Ende der angestrebten Bandbreite von 30 bis 35 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Liquidität gegenüber dem Jahresende um mehr als 40 Prozent auf 168 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung wurde um 44 Millionen Euro auf 484 Millionen Euro reduziert.
Die Gesamtleistung stieg im ersten Quartal um 62,6 Prozent auf 95,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von minus 6,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf plus 0,3 Millionen Euro. Auch nach Steuern drehte das Ergebnis mit 0,3 Millionen Euro wieder ins Plus. Das Eigenkapital erhöhte sich um 7,6 Prozent auf rund 377 Millionen Euro.
Laut UBM spiegeln die Zahlen den konsequenten Umgang mit Finanzmitteln wider. Aufgrund der verbesserten Finanzlage plant das Unternehmen sowohl die Rückzahlung der fälligen Sustainability-Linked-Anleihe 2021 als auch die vorzeitige Rückzahlung der Sustainability-Linked-Hybridanleihe 2021 vor dem sogenannten Step-up-Termin. Weitere Anleiherückzahlungen seien erst wieder zwischen Juli 2027 und Oktober 2029 vorgesehen.
Im Wohnsegment sieht UBM einen strukturellen Wandel. Steigende Baukosten und regulatorische Anforderungen hätten Wohnen sowohl im Miet- als auch im Eigentumsbereich für breite Bevölkerungsschichten zunehmend verteuert. Die Branche reagiere bereits mit kosteneffizienteren Wohnsystemen, während regulatorische Anpassungen auf Behördenebene noch ausständig seien.
Für 2026 erwartet das Unternehmen eine anhaltend positive Entwicklung im Premium-Wohnsegment. UBM wolle daher den Fokus auf Holz-Hybrid-Projekte und erneuerbare Energien weiter ausbauen. Gleichzeitig sollen Verkäufe von Bestandsobjekten und nicht-strategischen Assets zusätzliche Mittel für den Bereich leistbares Wohnen freisetzen.






