BDO-Barometer zeigt hohe Wertschätzung für Stabilität und Wertsteigerung – Generation Z besonders investitionsbereit.
Immobilieninvestments werden von Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin als attraktive Anlageform wahrgenommen. Das geht aus dem aktuellen „BDO Immo Investment Barometer“ hervor, einer repräsentativen Umfrage der BDO Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, die Teil des internationalen BDO-Netzwerks ist.
Demnach überzeuge die Assetklasse vor allem durch ihr Wertsteigerungspotenzial und ihre Funktion als stabile Einkommensquelle. Gleichzeitig werden jedoch auch Herausforderungen wie hohe Einstiegskosten und Verwaltungsaufwand genannt. Rund 46,5 Prozent der Befragten sehen die Möglichkeit steigender Immobilienwerte als größten Vorteil. Weitere 40,5 Prozent schätzen Immobilien als stabile Einkommensquelle. Auch Inflationsschutz (28,9 Prozent) sowie eine im Vergleich zu Wertpapieren geringere Schwankungsanfälligkeit (27,7 Prozent) werden als relevante Faktoren genannt.
„Immobilien bieten Anlegerinnen und Anlegern eine greifbare und langfristig orientierte Möglichkeit, Vermögen aufzubauen – gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten ein wichtiger Faktor“, sagt Bernd Winter, Partner und Head of Real Estate bei BDO,. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Immobilieninvestments noch immer als eine der Königsklassen in Sachen Geldanlage wahrgenommen werden.“ Ein Fünftel der Befragten verbindet mit Immobilieninvestments zudem das Ziel eines finanziell abgesicherten Ruhestands, während 18,9 Prozent die Absicherung der Familie als Motiv nennen.
Trotz der positiven Wahrnehmung sehen viele Befragte auch Nachteile. 46,7 Prozent nennen Probleme im Umgang mit Mieterinnen und Mietern als Herausforderung, 42,4 Prozent verweisen auf hohe Anfangsinvestitionen. Auch der Verwaltungs- und Instandhaltungsaufwand (37,6 Prozent) sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit des gebundenen Kapitals (31,6 Prozent) werden kritisch bewertet. Zusätzlich werden hohe Nebenkosten wie Steuern und Abgaben von 31,3 Prozent der Befragten als Hindernis genannt.
Die Investitionsbereitschaft variiert laut Umfrage deutlich nach Altersgruppen. Während 51,5 Prozent der Generation Z Immobilien grundsätzlich positiv bewerten, liegt dieser Anteil bei den Babyboomern bei 36 Prozent. Entsprechend zeigt sich auch bei der konkreten Investitionsbereitschaft ein Unterschied: 47,7 Prozent der Generation Z sind bereit zu investieren, gegenüber 32,7 Prozent bei den Babyboomern. „Nicht vergessen werden darf jedoch, dass in der letztgenannten Generation womöglich bereits Immobilienbesitz vorhanden ist“, so Winter. Dadurch sinke naturgemäß die Bereitschaft zu weiteren Investments.
Insgesamt bestätigen die Ergebnisse die Bedeutung von Immobilien als stabile und vergleichsweise risikoarme Anlageform. Im Vergleich zu anderen Assetklassen würden 40,3 Prozent der Befragten in Wohnimmobilien investieren, während Gold und Edelmetalle mit 54,2 Prozent noch etwas häufiger genannt werden. Bei einer hypothetischen Anlagesumme von einer Million Euro würden jedoch größere Teile des Kapitals in Immobilien fließen als in andere Anlageformen. Winter resümierte: „Wer heute in Immobilien investiert, setzt auf Stabilität, langfristige Rendite und eine solide Absicherung im Alter. Mit klarer Strategie sowie sorgfältiger Planung und Abwägung lassen sich die Potenziale voll ausschöpfen.“






