CBRE: Österreichischer Logistikmarkt zeigt leichte Stabilisierung, bleibt aber von Zurückhaltung und hoher Leerstandsquote geprägt.
Auch wenn sich gegen Jahresende eine gewisse Stabilisierung bei den Flächenumsätzen im österreichischen Logistikmarkt gezeigt hat, bleibt die Lage dennoch insgesamt von einer verhaltenen Marktdynamik geprägt. Vor allem wirtschaftliche Unsicherheiten aufgrund der aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen bremsen die Nachfrage nach neuen Logistikflächen derzeit aus, so eine Analyse von CBRE Österreich.
Der Flächenumsatz belief sich im Jahr 2025 auf knapp 120.000 Quadratmeter und lag damit um 47 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während das erste Halbjahr von geringer Aktivität gekennzeichnet war, zeigte das zweite Halbjahr mit mehr als 80.000 Quadratmetern eine deutliche Belebung. Ausschlaggebend dafür war laut CBRE vor allem eine Großvermietung.
Auf der Angebotsseite zeigte sich 2025 ein deutlicher Rückgang der Fertigstellungstätigkeit. Das Volumen neu fertiggestellter Logistikflächen sank auf 123.000 Quadratmeter und lag damit rund 75 Prozent unter dem außergewöhnlich hohen Wert des Jahres 2024. Projektentwickler agieren laut CBRE zunehmend vorsichtig und knüpfen neue Vorhaben verstärkt an entsprechende Vorvermietungsquoten. „Diese Zurückhaltung dürfte sich auch im Jahr 2026 fortsetzen, wodurch sich vermutlich die avisierte Pipeline in der Größenordnung von rund 187.000 Quadratmetern weiter reduzieren wird“, so Daniel Pfeiffer, Head of Sector Industrial and Logistics Leasing Österreich.
Leicht positive Signale registrierten CBRE im zweiten Halbjahr 2025, auch aufgrund verbesserter wirtschaftlicher Prognosen. „Insgesamt bleibt der Logistikmarkt auch 2026 anspruchsvoll. Steigende ökonomische Zuversicht, eine bereinigte Pipeline und eine allmählich anziehende Nachfrage könnten jedoch die Grundlage für eine schrittweise Erholung bilden“, sagt Marc Steinke, Leiter Research bei CBRE Österreich.
Die Spitzenmiete für Logistikflächen erhöhte sich im Jahresverlauf 2025 moderat auf 7,25 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das entspricht einem Anstieg von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch für 2026 erwarten die CBRE-Experten lediglich leichte Mietzuwächse. „Für stärkere Mietsteigerungen ist derzeit noch zu viel spekulative Fläche am Markt verfügbar. Aktuell beträgt die Leerstandsrate in Wien fast zehn Prozent“, sagt Pfeiffer. Preiszuwächse seien vor allem bei innerstädtischen Gewerbe- und Logistikflächen zu beobachten. Die Spitzenrenditen blieben stabil bei 5,1 Prozent.






