• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
AI Competence
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Österreich

Wohnpolitik: Gemischte Reaktionen aus der Immobilienwirtschaft

von Onlineredaktion immobilien investment
28. Februar 2025
in Österreich, Recht & Steuern, Verbände, Wohnen, Wohnprojekte
Die Reaktionen aus der Immobilienwirtschaft zum neuen Regierungsprogramm sind gemischt. Foto: Parlamentsdirektion/Ulrike Wieser

Die Reaktionen aus der Immobilienwirtschaft zum neuen Regierungsprogramm sind gemischt. Foto: Parlamentsdirektion/Ulrike Wieser

Von „Die Richtung stimmt“ bis Warnungen zu negativen Folgen eines Mietpreisdeckels sind die Reaktionen der Fachverbände unterschiedlich.

Österreich hat mit Montag eine neue Regierung, und mit ihr treten auch Änderungen in der Wohnpolitik in Kraft. Während die Immobilienbranche in einigen Punkten Fortschritte sieht, wird insbesondere der geplante Mietpreisdeckel kritisch bewertet. Entsprechend unterschiedlich fielen auch die Reaktionen der Branchenvertreter aus.

Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder begrüßt das neue Regierungsprogramm und sieht darin viele langjährige Forderungen berücksichtigt. Gerald Gollenz, Obmann des Fachverbands, erklärt: „Es wurde programmatisch ein Weg der Mitte gefunden und viele unserer Grundsatzpunkte sind enthalten.“ Besonders positiv bewertet er, dass die Regierung einen „fairen Interessensausgleich zwischen allen Marktteilnehmern“ anstrebe, anstatt sich einseitig auf Mieterrechte zu konzentrieren. „Nur wenn alle Seiten zusammenfinden, ist leistbarer Wohnbau und damit auch leistbares Wohnen wirklich umsetzbar“, so Gollenz.

Ein weiterer zentraler Punkt sei die Förderung der Gebäudesanierung, die der Fachverband seit Langem fordert. „Endlich wird ein Sanierungsturbo gezündet, ebenso wie eine dringend notwendige Entrümpelung und Effizienzsteigerung bei Baunormen“, hebt Gollenz hervor. Dies könne zu einer Verkürzung von Bauverfahren und damit zu geringeren Kosten im Wohnbau führen. Darüber hinaus begrüßt der Fachverband die Absicherung von Rechts- und Förderstrukturen sowie eine gerechtere Vergabe von gemeinnützigem Wohnraum. Gollenz mahnt jedoch zur Umsetzung: „Wir werden genau darauf achten, wie schnell und in welcher Form das Programm umgesetzt wird, damit es nicht nur bei Worten bleibt.“

Deutlich kritischer sieht die ARGE Eigenheim den geplanten Mietpreisdeckel. Obfrau Isabella Stickler warnt davor, dass der staatliche Eingriff in ein ohnehin stark reguliertes System kontraproduktiv sei: „Der neue Mietpreisdeckel mag gut gemeint sein, aber er ist eine verpasste Chance, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.“ Stickler befürchtet, dass die Mietpreisbremse langfristig zu einer weiteren Verknappung des Wohnungsangebots führen könnte. „Wir müssen uns bewusst machen, dass sie die Investitionsbereitschaft in den Wohnungsbau weiter dämpfen und so die ohnehin schwierige Situation verschärfen wird“, so Stickler. Anstatt neuer Regulierungen fordert die ARGE Eigenheim Maßnahmen, die den Wohnungsbau fördern und den sozialen Wohnbau langfristig stärken.

Auch der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) äußert sich ablehnend zum Mietpreisdeckel und warnt vor schwerwiegenden Folgen für den Immobilienmarkt. ÖHGB-Präsident Martin Prunbauer sieht in der Mietpreisbremse einen populistischen Eingriff, der an den wahren Ursachen steigender Wohnkosten vorbeigehe. „Die wahren Preistreiber sind die explodierenden Kosten für Gas, Strom und andere Brennstoffe, doch diese Tatsache wird ignoriert“, erklärt Prunbauer.

Er verweist darauf, dass laut Statistik Austria die allgemeinen Verbraucherpreise seit 2020 um 4,4 Prozent stärker gestiegen sind als die Hauptmietzinse. „Faktum ist, dass die Wohnkostenbelastung in Österreich seit Jahren stabil ist und etwa 19 Prozent des Haushaltseinkommens beträgt“, so Prunbauer weiter. Besonders besorgt zeigt er sich über die möglichen Auswirkungen der Mietpreisdeckelung auf den Gebäudebestand. „Investitionen bleiben aus, Sanierungen werden gestoppt – und der Gebäudebestand verfällt“, warnt er. Neben der Mietpreisbremse sieht Prunbauer auch die Verlängerung der Mindestbefristungsdauer von drei auf fünf Jahre kritisch. „Besonders für kleine und mittlere Vermieter bedeutet das einen Verlust an Flexibilität – etwa, wenn eine Wohnung für studierende Enkelkinder benötigt wird“, betont er.

Tags: ARGE EigenheimBundesregierungFachverband der Immobilien- und VermögenstreuhänderÖHGB
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

RPHI-Projekt Forest Offices in Sofia in Plan

RPHI-Projekt Forest Offices in Sofia in Plan

von Onlineredaktion immobilien investment
11. August 2026

Rohbau des ersten Baukörpers vor Abschluss – rund 13.600 Quadratmeter Bürofläche sollen Anfang 2027 fertiggestellt werden. Die Raiffeisen Property Holding...

Trotz Marktstabilisierung: ÖVI warnt vor Wohnungsmangel

Österreichischer Neubaubericht: Von Stabilisierung beim Wohnbau keine Spur

von Charles Steiner
11. August 2026

Die leichte Erholung auf 30.900 Fertigstellungen im Jahr 2026 währt nur kurz: Für 2027 zeichnet sich ein neuerlicher Rückgang ab...

Wiener Städtische kauft Wohnobjekt in der Seestadt

Wiener Städtische kauft Wohnobjekt in der Seestadt

von Charles Steiner
11. August 2026

Versicherung erwirbt voll vermietete Anlage mit 105 geförderten Wohnungen – Verkäufer ist laut Grundbuchrecherche von immobilien investment die Bank Austria...

Exklusiv: Markt von Hoffnung, aber Pessimismus geprägt

Exklusiv: Markt von Hoffnung, aber Pessimismus geprägt

von Charles Steiner
10. August 2026

D-DARKS Sentiment Index für Österreich fällt im Juli auf 29,2 Punkte bei einer Baseline von 100. Die Analyse zeigt zugleich...

Führungswechsel bei der Blauen Lagune, Bauzentrum im Finale

Führungswechsel bei der Blauen Lagune, Bauzentrum im Finale

von Onlineredaktion immobilien investment
10. August 2026

Angelika Aulinger übernimmt mit 1. September die Geschäftsführung – Erich Benischek zieht sich zurück. Die bauliche Fertigstellung des neuen Bauzentrums...

EHL zeigt bei Zinshausmarkt vorsichtig optimistisch

Hitzepaket der Regierung: EHL sieht Sanierungsbedarf beim WEG

von Charles Steiner
6. August 2026

Immobilienexperten fordern umfassendere Reform des Wohnungseigentumsgesetzes – Erleichterungen für Klimaanlagen sollen auf Balkone, Beschattung und weitere Modernisierungen ausgeweitet werden. Die...

Neueste Beiträge

  • RPHI-Projekt Forest Offices in Sofia in Plan
  • Österreichischer Neubaubericht: Von Stabilisierung beim Wohnbau keine Spur
  • Wiener Städtische kauft Wohnobjekt in der Seestadt
  • Die teuerste Armee der Welt
  • Exklusiv: Markt von Hoffnung, aber Pessimismus geprägt
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen