• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
AI Competence
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Wohnen Finanzierung

ÖRAG warnt vor Bumerang durch Mietendeckel

von Onlineredaktion immobilien investment
26. März 2025
in Finanzierung, Österreich, Wohnen, Wohnprojekte
Johannes Endl, Vorstand der ÖRAG, übt Kritik am geplanten Mietendeckel. Bild: ÖRAG/Wilke

Johannes Endl, Vorstand der ÖRAG, übt Kritik am geplanten Mietendeckel. Bild: ÖRAG/Wilke

ÖRAG-Vorstand Johannes Endl zum Regierungsprogramm: Positive programmatische Ansätze, geplanter Mietendeckel könnte negative Folgen haben.

Das kürzlich von der Koalition zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS vorgestellte Regierungsprogramm enthält nach Einschätzung von Johannes Endl, Vorstand der Österreichischen Realitäten AG (ÖRAG), „zumindest programmatisch positive Ansätze für unsere Branche“. Besonders begrüßt werden Maßnahmen wie die „Stärkung der Bautätigkeit, Deregulierung und Vereinfachung sowie Beschleunigung von Bauverfahren“.

Auch die geplante Reduktion sogenannter „überschießender Anforderungen im Bau“ sei ein richtiger Schritt, um Baukosten zu dämpfen. „Das Bekenntnis, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen der Zugang zu Eigentum befördert wird, ist ebenfalls erfreulich“, so Endl weiter. Auch das Ziel, klare und faire mietrechtliche Bestimmungen zu schaffen und gleichzeitig die Ökologisierung des Wohnbaus voranzutreiben, werde von der Branche positiv aufgenommen.

Kritisch äußert sich Endl jedoch zu einzelnen Vorhaben der Regierung, insbesondere zur geplanten Einführung eines Mietendeckels. „Diese Maßnahme wird sich gerade für jüngere und finanzschwächere Menschen als Boomerang erweisen“, warnt er. Statt das Ziel leistbaren Wohnraums für diese Gruppen zu erreichen, könne das Gegenteil eintreten.

Die im Regierungsprogramm vorgesehenen Eingriffe betreffen laut Endl primär den Altbau sowie geförderte Wohnungen. Hier bestehe bereits jetzt eine starke Regulierung bei vergleichsweise niedrigen Mieten. „Sicherlich werden sich einige Mieter freuen, wenn ihre Mieten dann, in Kaufkraft bemessen, sinken“, räumt Endl ein. „Aber es handelt sich um eine Maßnahme mit der Gießkanne ohne jede soziale Treffsicherheit.“

Aus Sicht der Vermieter drohen durch Mietpreisdeckel Anreize, Wohnungen nicht mehr zu vermieten, sondern zu verkaufen. Dies verschärfe die Situation am Wohnungsmarkt zusätzlich. „Wer keine Wohnung hat, wird es noch schwerer haben, eine zu finden“, so Endl. Zudem warnt er vor einem Rückgang von Sanierungen im Altbaubestand: „Gerade die Erhaltung von alter Bausubstanz ist sehr aufwändig – je weniger sich das rechnet, desto weniger Sanierungen wird es geben.“

Der ÖRAG-Vorstand bezeichnet die Vorstellung, Preise per Dekret steuern zu können, als „Illusion“. Er verweist auf historische Beispiele aus Wien, wo unsanierte Altbauten, WC am Gang und ein florierendes Ablöseunwesen bis in die 1990er Jahre keine Seltenheit waren. „Das Stadtbild hat sich seither zum Glück völlig verändert – das ist vielen Förderungen und Initiativen, vor allem aber den mietrechtlichen Verbesserungen zu verdanken.“

Besonders kritisch sieht Endl Überlegungen, auch im Neubau eine Mietenregulierung einzuführen. „Schon jetzt rechnet sich der freifinanzierte Mietwohnbau kaum – die Gleichung aus Herstellungskosten, erzielbarer Miete und Zinsniveau ist derzeit fast nicht positiv aufzulösen“, erklärt er. Statt Regulierungen brauche es gezielte Maßnahmen, um Kapital in den Wohnbau zu lenken oder die öffentliche Hand wieder stärker zum Bau preisgünstiger Wohnungen zu bewegen. „Wohnen ist zweifellos ein wichtiges Grundbedürfnis. Wer leistbaren Wohnraum bieten will, muss das Angebot erhöhen und nicht Maßnahmen setzen, die zu einer weiteren Verknappung führen“, betont Endl. Eine theoretisch günstige Wohnung, die nicht existiert, helfe niemandem.

Dass ein funktionierender Wohnungsmarkt auch ohne harte Regulierungen möglich sei, zeige der Blick auf Städte wie Graz oder St. Pölten. Dort sei das Angebot in den vergangenen Jahren gewachsen, was zu moderaten Mieten geführt habe. Auch für Wien sei ein ausreichendes Wohnraumangebot zentral – nicht zuletzt für den Tourismus, der von der hohen Lebensqualität und dem renovierten Altbaubestand profitiere. „Dafür braucht es sinnvolle Anreize und keine neuen Verbote“, so Endl

Tags: Johannes EndlMeinungenÖRAG
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

Fristen für Bauwerksbuch dürften nicht halten

Fristen für Bauwerksbuch dürften nicht halten

von Onlineredaktion immobilien investment
27. Oktober 2026

Für Wiener Altbauten laufen die Fristen zur Erstellung des Bauwerksbuchs: Gebäude von vor 1919 müssen bis Ende 2027 erfasst sein,...

Schwacher Wohnbau lässt Bauwirtschaft erneut schrumpfen

Schwacher Wohnbau lässt Bauwirtschaft erneut schrumpfen

von Charles Steiner
27. Oktober 2026

Die österreichische Bauwirtschaft dürfte 2026 real das fünfte Jahr in Folge schrumpfen. Laut Branchenradar liegt das vor allem am schwachen...

EPH erhält Baugenehmigung für Hotelprojekt am Tegernsee

EPH erhält Baugenehmigung für Hotelprojekt am Tegernsee

von Onlineredaktion immobilien investment
27. Oktober 2026

Für ein geplantes Boutiquehotel auf einem rund 4.500 Quadratmeter großen Grundstück am Tegernsee liegt die Baugenehmigung vor. Die EPH Group...

1 Mogilska 43 Polen - Foto:© Warimpex

Warimpex meldet Refinanzierung für polnische Büroobjekte

von Charles Steiner
27. Oktober 2026

Die Immobiliengesellschaft hat vier Büroimmobilien in Łódź und Krakau mit einem Volumen von rund 100 Millionen Euro refinanziert. Die Finanzierung...

ÖGNI Symposium: Ban Ki-moon fordert Branche zum Handeln auf

ÖGNI Symposium: Ban Ki-moon fordert Branche zum Handeln auf

von Onlineredaktion immobilien investment
27. Oktober 2026

Beim zweiten ÖGNI Symposium im Wiener Ronacher diskutierten rund 600 Vertreter der Bau- und Immobilienwirtschaft über Nachhaltigkeit, Digitalisierung, KI und...

Zima startet zwei Wohnprojekte im Ländle

Zima startet zwei Wohnprojekte im Ländle

von Onlineredaktion immobilien investment
27. Oktober 2026

Mit Trio in Lustenau und Fend8 in Altach hat Zima im Oktober zwei Wohnbauprojekte in Vorarlberg gestartet. Insgesamt entstehen 44...

Neueste Beiträge

  • Fristen für Bauwerksbuch dürften nicht halten
  • Schwacher Wohnbau lässt Bauwirtschaft erneut schrumpfen
  • EPH erhält Baugenehmigung für Hotelprojekt am Tegernsee
  • Warimpex meldet Refinanzierung für polnische Büroobjekte
  • ÖGNI Symposium: Ban Ki-moon fordert Branche zum Handeln auf
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen