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Immobilien als größter Umsatzbringer

von Admin media-c.at
21. Juli 2022
in Österreich, property market vienna, Property Market Vienna 2022, Zeitschriften & Magazine
Mag. Oliver Stribl - Foto:© David Bohmann

Mag. Oliver Stribl - Foto:© David Bohmann

Pro Jahr investiert die Wien Holding zwischen 200 und 300 Millionen Euro in die Wiener Stadtentwicklung. Welche Projekte in der Pipeline sind und welche Rolle die Quartiersentwicklung spielt, erläutert Wien-Holding-Geschäftsführer Oliver Stribl im Interview mit Carolin Rosmann.

Zweifelsohne ist der Immobilienbereich ein starker Umsatzbringer für die Wien Holding. Wie viel wird 2022 in diesem Bereich investiert? Welche Projekte werden forciert?

Oliver Stribl: Tatsächlich ist der Immobilienbereich unser größter Umsatzbringer. Allein im Jahr 2021 wurden in diesem Bereich fast 288 Millionen Euro Umsatzerlöse erzielt. 2022 werden wir rund 200 Millionen Euro in zukunftsweisende Projekte investieren. Neben dem Bau von Wohnungen durch die ARWAG und GESIBA sind wir mit der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH auch aktiv in der Entwicklung neuer Areale wie dem gemischten Stadtquartier Viola Park in Favoriten oder neuer Wohnareale in Oberlaa.

Mit welchen Maßnahmen wird dabei die Wettbewerbsfähigkeit Wiens nachhaltig gestärkt? Was zeichnet die Projekte besonders aus?

Stribl: Die Wien Holding ist eine der wichtigsten Immobilienentwicklerinnen in Wien. Mit der WSE entwickeln wir sowohl einzelne Immobilien als auch ganze Areale wie zum Beispiel in Neu Leopoldau. Damit sind wir maßgeblich an den dynamischen Modernisierungs- und Entwicklungsprozessen in der Stadt beteiligt, im innerstädtischen Bereich genauso wie in den Stadtentwicklungszonen in den Außenbezirken. Wir stärken dadurch nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit Wiens.

Wie setzt die Wien Holding das Thema Digitalisierung bei ihren Projekten um?

Stribl: Digitales Know-how ist heutzutage in den meisten Bereichen unverzichtbar, daher spielt die Digitalisierung natürlich auch für die Wien Holding und ihre Unternehmen eine Rolle. Ein Beispiel ist das Projekt „Schule Digital“. Die Stadt Wien hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche bestmöglich auf die Herausforderungen ihres zukünftigen und gegenwärtigen Lebens vorzubereiten. Ein erster Schritt und die Grundlage für digitale Bildung ist die Installation von flächendeckendem WLAN an den Wiener Schulen. Die WIP, ein Unternehmen der Wien-Holding-Tochter WSE, steuert dabei die Umbauarbeiten für eine flächendeckende WLAN-Versorgung in Wiens Schulen.

Welche Herausforderungen warten zukünftig auf Ihr Unternehmen?

Stribl: Die Strategie der Wien Holding ist und bleibt, zukunftsorientiert und nachhaltig zu wirtschaften mit genügend Spielraum für Investitionen bei höchster wirtschaftlicher Stabilität. Wir halten das hohe Niveau unserer Investitionen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Im Jahr 2022 planen wir, über 300 Millionen Euro in reale Projekte für ein lebenswertes Wien zu investieren. Eine Herausforderung wird in Zukunft sicher sein, bei unseren Unternehmen und Projekten einen noch stärkeren Fokus auf die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu legen. Einerseits durch die Einbindung klimafreundlicher und energieeffizienter Technologien und Mobilitätsangebote in der Standortentwicklung, andererseits aber auch durch die Wiederverwertung von Stoffen, die zum Beispiel beim Rückbau anfallen.

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