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Homeoffice verändert deutschen Büromarkt

von Onlineredaktion immobilien investment
23. September 2024
in Österreich
Copyright: Markus Kaiser

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Die wachsende Bedeutung von Homeoffice und hybriden Arbeitsmodellen hat entscheidende Auswirkungen auf den deutschen Büromarkt. Laut einer aktuellen Folgestudie des ifo Instituts in Kooperation mit dem Immobilienberater Colliers plant eine Mehrheit der Unternehmen, die bestehenden Homeoffice-Regelungen beizubehalten.

Neun von zehn Firmen befürworten flexible Arbeitsmodelle, während etwa 6,2 Prozent bereits ihre Büroflächen reduziert haben und weitere 8,3 Prozent eine Verkleinerung anstreben.

„Homeoffice bedeutet nicht das Ende des Büros, aber es verändert die Bürolandschaft“, erklärt Cem Ergüney, Head of Office Letting bei Colliers. Unternehmen setzen zunehmend auf Desk Sharing und investieren in moderne Bürostandorte sowie die Verbesserung ihrer IT-Infrastruktur. Besonders Großunternehmen sind aktiv: Fast die Hälfte flexibilisiert die Büronutzung, während ein ähnlicher Anteil an Unternehmen seine Fläche reduzieren möchte.

Die Langzeitstudie beleuchtet auch die Herausforderungen für Firmen, die Balance zwischen Präsenzarbeit und Homeoffice zu finden. Simon Krause vom ifo Institut hebt hervor: „Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, die richtige Mischung aus Präsenzarbeit und Homeoffice zu gestalten.“

Die Stabilisierung der Homeoffice-Nutzung wirkt sich jedoch auch negativ auf die Flächennachfrage aus. Die Leerstandsquote in den großen Städten ist von 3 Prozent im Jahr 2019 auf aktuell 6,7 Prozent gestiegen, mit einer Prognose von bis zu 8 Prozent in den kommenden Jahren. Bei der Umnutzung leerstehender Büroflächen sieht Colliers Potenzial für die Schaffung von rund 60.000 zusätzlichen Wohnungen in den Top-7-Städten. Andreas Trumpp von Colliers mahnt jedoch: „Nur 30 Prozent der potenziell von Überalterung bedrohten Büroflächen sind für eine Umnutzung geeignet. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Umsetzungen werden deutlich darunter liegen.“

Neben der Wohnnutzung gibt es weitere Umnutzungsperspektiven, etwa in den Bereichen Bildung und Life-Science. Trumpp schließt nicht aus, dass kreative Konzepte zur Nachnutzung und eine strategische Planung dazu beitragen können, städtische Bedarfe nachhaltig zu decken.

Insgesamt deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass sich der Büromarkt in Deutschland in einer Phase der Transformation befindet, die nicht nur die Arbeitsweise der Firmen verändert, sondern auch neue Herausforderungen und Chancen für die Stadtentwicklung mit sich bringt.

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