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Bauverzögerungen: Graz drohen Millionenklagen

von Onlineredaktion immobilien investment
29. August 2024
in Gewerbe, Österreich, Recht & Steuern
Die Verzögerungen von Baugenehmigungen könnte Graz Millionenklagen einbringen. Foto: pixabay.com

Die Verzögerungen von Baugenehmigungen könnte Graz Millionenklagen einbringen. Foto: pixabay.com

VÖPE wirft der steirischen Landeshauptstadt vor, durch massive Verzögerungen bei Baugenehmigungen Wohnungspreise künstlich zu erhöhen.

Die Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stadt Graz und wirft ihr vor, die Wohnungspreise künstlich in die Höhe zu treiben. Hintergrund sind massive Verzögerungen bei der Erteilung von Baugenehmigungen, die in Graz inzwischen bis zu sieben Jahre dauern können. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die Stadt Graz bereits mehrfach in diesem Zusammenhang verurteilt. Angesichts der aktuellen Situation in Graz drohen der Stadt nun weitere Schadenersatzklagen in Millionenhöhe, kündigte die VÖPE via Aussendung an.

Zusätzlich berichtet die ‚Kleine Zeitung‘, dass die Stadt Graz Bauauflagen verordnet, die nach Ansicht der VÖPE in keinem Verhältnis zu den geplanten Bauprojekten stehen. Diese zusätzlichen Anforderungen würden die Baukosten unnötig erhöhen und damit auch die Endpreise für Wohnungen weiter nach oben treiben.

„Damit werden die Wohnungspreise völlig unnötig weiter in die Höhe getrieben“, kritisiert Andreas Köttl, Präsident der VÖPE. Er sieht die Verantwortung dafür bei der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr. „Am Ende zahlen die Wohnungssuchenden den Preis für die Untätigkeit der Behörden“, so Köttl weiter. Er fordert von der Bürgermeisterin mehr Weitsicht und weniger ideologische Entscheidungen.

Erst Ende Juli hatte die Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) Steiermark und die Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) eine Verkürzung der gesetzlichen Frist für die Entwicklung von Bebauungsplänen von 18 auf 12 Monate gefordert. Anlass für diese Forderung war die erneute Verurteilung der Stadt Graz durch das Höchstgericht wegen Nichteinhaltung der 18-monatigen Frist. Vertreter der VÖPE und WKO argumentierten, dass eine Verkürzung der Frist notwendig sei, um leistbaren Wohnraum zu schaffen und die hohe Zinsbelastung für die Branche zu mindern.

Tags: BundesländerGrazSteiermarkVÖPE
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