Plattform für Gebäudedaten sieht operative Immobilienperformance zunehmend als Faktor für Finanzierung und Bewertung. Michael Wagenhofer übernimmt Leitung.
Der Plattformbetreiber workcloud24 AG baut seine Präsenz in Österreich aus und bietet künftig hierzulande Tools zur datenbasierten Steuerung von Immobilienportfolios an. Die Plattform, die operative Gebäudedaten in bewertungs- und finanzierungsrelevante Kennzahlen umwandelt, richtet sich insbesondere an institutionelle Eigentümer, Asset Manager und Bestandshalter, geht aus einer entsprechenden Mitteilung hervor. Michael Wagenhofer verantwortet den österreichischen Markteintritt sowie die Betreuung institutioneller Kunden in Österreich, Tschechien und der Slowakei. Zuvor leitete er laut Unternehmen als Head of Capital Markets bei Arnold Investments Transaktionen im Volumen von mehr als 500 Millionen Euro in mehreren europäischen Märkten.
„Der österreichische Markt ist geprägt von institutionellen Eigentümern und Bestandshaltern, die im Rahmen von Anschlussfinanzierungen zunehmend unter Druck stehen, die Performance der Immobilien transparent und nachvollziehbar zu machen. workcloud24 schließt genau diese Lücke“, so Michael Wagenhofer, Managing Director Austria bei workcloud24 AG, zum Markteintritt.
Laut workcloud24 verändert sich das Marktumfeld im Immobiliensektor strukturell. Operative Gebäudeperformance werde zunehmend zu einem direkten Faktor bei Kreditentscheidungen und Bewertungen. Während Banken ihre Risikobeurteilung und Preisfindung von Finanzierungen verstärkt automatisieren und dabei auch auf KI-gestützte Systeme setzen, fehle es auf Seiten der Kreditnehmer häufig noch an standardisierten und verifizierten Betriebsdaten.
Das Unternehmen kombiniert Gebäudeautomation, Smart Metering und KI-gestützte Optimierung, um Energieverbrauch und Betriebseffizienz in Echtzeit auszuwerten. Die gewonnenen Daten sollen unter anderem in Bewertungs- und Finanzierungsprozesse einfließen und Auswirkungen auf Nettomiete, Betriebsergebnis und Beleihungsauslauf transparenter machen. Als zusätzliche Treiber nennt das Unternehmen regulatorische Entwicklungen wie ETS-2 und die europäische Gebäuderichtlinie EPBD. Durch die stärkere Bepreisung von CO₂-Emissionen im Gebäudebetrieb steige der Druck auf Eigentümer, Energieverbrauch und Effizienz nachweisbar zu optimieren.






