• Autoren
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
AI Competence
NEWSLETTER
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
immobilien investment
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
immobilien investment
WERBUNG
Home Österreich

Zoff zwischen Grundbesitzer und Arbeiterkammer

von Charles Steiner
25. Januar 2023
in Österreich, Recht & Steuern, Wohnen
Die gestrige Debatte in der ZIB2 zur Indexierung der Richtwertmieten war von AK-Seite eher polemisch. Foto: pixabay.com

Die gestrige Debatte in der ZIB2 zur Indexierung der Richtwertmieten war von AK-Seite eher polemisch. Foto: pixabay.com

Mit Sachargumenten gegen politische Positionen anzukämpfen ist oft schwer. Das zeigte sich einmal mehr in der gestrigen Live-Debatte zwischen Martin Prunbauer, Präsident des ÖHGB und Thomas Ritt von der Arbeiterkammer Wien über das MRG. Ein Kommentar.

Wenn sich einmal eine politische Meinung festgesetzt hat, ist es schwer dagegen anzukämpfen. Da werden auch Sachargumente mit populistischen und oft nicht nachvollziehbaren Totschlagargumenten weggewischt. Diesen Eindruck erweckte die gestrige Live-Debatte zwischen ÖHGB-Präsidenten Martin Prunbauer und Thomas Ritt, Leiter der Abteilung Kommunalpolitik und Wohnen in der Arbeiterkammer Wien um die bevorstehende Indexanpassung im Vollanwendungsbereich des MRG um 8,6 Prozent. Da wird auch mit Phrasen und Stehsätzen inklusiver billiger Framings gearbeitet, die mit der Realität freilich wenig zu tun haben. Hauptsache, man hat einen Schuldigen, der für die Inflation haften soll.

Das sind aus Sicht der AK einmal mehr die Eigentümer von Zinshäusern. Während Prunbauer die Indexanpassung mit Verweis auf den Verbraucherpreisindex und notwendigen Investitionen in Instandhaltung sowie Wärmedämmung verteidigt, wurde auf AK-Seite erneut das Bild des bösen und geldgierigen Vermieters gezeichnet und das auch mit teilweise hanebüchenen Argumenten, garniert mit verbalen Übergriffen in Hinsicht, man wolle eh nur abkassieren und sitze ohnehin auf einen Berg von Übergewinnen. Woher diese vermeintlichen Übergewinne für den klassischen mittelständischen Zinshausbesitzer kommen soll, diese Erklärung blieb Ritt freilich schuldig. Denn Instandhaltung und Reparatur sind um fast 26 Prozent gestiegen , Elektrizität und ähnliches um 50 Prozent, während die Mieten um drei Prozent gestiegen sind, womit man laut Prunbauer „nicht viele Schrauben ansetzen kann.

Das Feindbild Vermieter nährt Ritt anhand einer WIFO-Statistik mit einer angeblichen 1023-prozentigen Steigerung der Einnahmen der Vermieter seit der Wirtschaftskrise bei einem BIP-Wachstum von 51 Prozent und spricht von enormen Sondergewinnen. Und nennt die Zahl fünf Milliarden Euro, ohne zu erklären, wie sie sich errechnet. Dass diese aber nicht nur den Altbau anführt, sondern die Mieten im gesamten Wohnbereich, das sagt er natürlich nicht. Ebenso wenig, dass der Richtwert in den vergangenen Jahren keineswegs so stark gestiegen sind, wohl aber die Gebühren. Wie sollte das auch funktionieren bei einem Richtwert von aktuell 6,15 Euro in Wien oder im wesentlich niedrigeren Kategoriemietzins? Laut Martin Prunbauer lässt sich das Haus mit dem gegenständlichen Richtwert nicht einmal erhalten, von Sanieren ganz zu schweigen. Auch dass man „überdurchschnittlich hohe Mieten“ durch die Inflation generieren würde, weist Prunbauer zurück und zitiert Unterlagen der Statistik Austria, wonach die Inflation auf die Miete kalt wenig Einfluss haben würde.

Auf Nachfrage von ZIB-Moderator Armin Wolf, ob man sich nicht vorstellen könnte, dass Vermieter zumindest die Inflation abgegolten werden sollten (immerhin sind die Kosten für Instandhaltung und Sanierung ebenso mit der Inflation gestiegen), weicht Ritt aus und führt die Befristung von Mietverträgen ins Treffen, die angeblich eine Überzahlung von 1.600 Euro pro befristeter Wohnung brächte.

Doch für private Vermieter im Altbaubereich ist der Spielraum nahezu ausgereizt. Für Martin Prunbauer herrsche in Österreich das strengste Mietrecht auf der Welt, nämlich den Richtwert an sich und die Kategoriemieten zwischen einem und vier Euro. Da die Privaten voranzutreiben halte Prunbauer für übertrieben. Auch gebe es keine Übergewinne, schon gar nicht im Altbau. Eine Subjektförderung im Sinne von Förderung jener Menschen, die sich Wohnungen nur schwer leisten können, stößt bei der AK gleichfalls auf taube Ohren. Auch dass 60 Prozent der Mietverhältnisse in Wien auf Gemeindewohnungen entfallen, wobei auch Menschen darin wohnen, die eigentlich nicht förderwürdig seien – Politiker, Funktionäre oder so manche Wirtschaftstreibende – wurde geflissentlich ignoriert. Eines dürfte nach der Debatte klar sein. Den Altbaubestand in Wien auf nicht fossile Energieträger umzustellen, wird jedenfalls ein steiniger Weg, sofern man nicht parifiziert und abverkauft. Ob sich damit die von der Stadt ausgegebenen Klimaziele bewerkstelligen lassen, darf bezweifelt werden.

Tags: ArbeiterkammerInnenpolitikMeinungmenschenÖHGB
TeilenTweetTeilen

Bleiben Sie am Laufenden und abonnieren sie Push Nachrichten für Ihren Browser.

Abmelden
>

Ähnliche Beiträge

Delta Pods Architects erweitert Geschäftsführung

Delta Pods Architects erweitert Geschäftsführung

von Charles Steiner
3. September 2026

Reinhard Bärnthaler und Tobias Ziegelmeyer übernehmen Geschäftsführerfunktionen bei Delta Pods Architects. Die Schwerpunkte liegen auf Business Development, Marktpositionierung sowie der...

Katharina Rathammer macht sich mit Keywords Consulting selbstständig

Katharina Rathammer macht sich mit Keywords Consulting selbstständig

von Onlineredaktion immobilien investment
3. September 2026

Die langjährige Unternehmenssprecherin hat mit 1. September eine eigene Unternehmensberatung in Wien gegründet. Keywords Consulting positioniert sich an der Schnittstelle...

Martin Denner wechselt zu CBRE als Head of Research

Martin Denner wechselt zu CBRE als Head of Research

von Onlineredaktion immobilien investment
1. September 2026

Der bisherige Research-Leiter von Otto Immobilien übernimmt mit 1. September die Marktforschung bei CBRE Österreich. Denner soll unter anderem Marktstudien,...

Adolf Weber kauft Light-Industrial-Objekt nahe Wien

Adolf Weber kauft Light-Industrial-Objekt nahe Wien

von Charles Steiner
1. September 2026

Voll vermietete Gewerbeimmobilie in Rannersdorf umfasst rund 18.000 Quadratmeter Grundstücksfläche. CBRE Austria vermittelte die Transaktion, Dorda Rechtsanwälte berieten beim Ankauf....

Spediteure fordern mehr Flächen für Last-Mile-Logistik

Spediteure fordern mehr Flächen für Last-Mile-Logistik

von Charles Steiner
31. August 2026

Wiener Fachgruppe fordert leistbare Logistikflächen und Umschlagplätze innerhalb der Stadt. Der Masterplan Urbane Logistik sieht bereits Infrastrukturmaßnahmen von Terminals bis...

Mehr Zwangsversteigerungen, aber geringere Erlöse

Deutlicher Anstieg an Zwangsversteigerungen

von Onlineredaktion immobilien investment
27. August 2026

Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungen in Österreich stieg 2025 um 42,1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 setzte sich die Entwicklung fort,...

Neueste Beiträge

  • Vom Beton zum Chip
  • Schindler Österreich ermöglicht ersten Aufzug im Holzschacht
  • Delta Pods Architects erweitert Geschäftsführung
  • Katharina Rathammer macht sich mit Keywords Consulting selbstständig
  • Präzisionsarbeit: hochmoderne Schindler-Fahrtreppen in Linz eingehoben
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

immobilien investment

Das Immobilien- & Anlagemagazin von DMV – della lucia medien & verlags GmbH.

Jetzt abonnieren!

NEWSLETTER

Folgen Sie uns!

Suche

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Impressum
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Abonnement
  • AGB
  • Datenschutz

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Österreich
  • International
  • Wohnen
  • Gewerbe
  • Karriere & Köpfe
  • Trends & Design

© 2021 - 2022 DMV – della lucia medien & verlags GmbH

X
Zum Ändern Ihrer Datenschutzeinstellung, z.B. Erteilung oder Widerruf von Einwilligungen, klicken Sie hier: Einstellungen