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Wiener Neustadt: Gemeinderat verhängt Bausperre am Leiner-Areal

von Charles Steiner
7. Mai 2025
in Österreich
Die Süba ist nun endgültig in Konkurs. Foto: ZOOMVP

Die Süba ist nun endgültig in Konkurs. Foto: ZOOMVP

Sperre als Reaktion auf die Insolvenz des bisherigen Eigentümers SÜBA AG, so die Gemeinde.

Paukenschlag um das geplante Stadtquartier „Maximilium“ am ehemaligen Leiner-Areal in Wiener Neustadt: Im Zuge der SÜBA-Pleite vor wenigen Wochen hat der Gemeinderat auf einen Dringlichkeitsantrag der Stadtregierung eine Bausperre für genanntes Areal beschlossen. Argumentiert wird dieser als Reaktion auf die Insolvenz des bisherigen Eigentümers SÜBA AG und „soll künftige Fehlentwicklungen vermeiden.“ Man wolle eine geordnete städtebauliche Entwicklung im Bereich nördlich der Stadtmauer sicherstellen, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung der Kommune, mit der Bausperre werde ein Planungsprozess ermöglicht, bei dem dem neue Entwicklungsziele definiert und in weiterer Folge auch eine städtebauliche Neukonzeption erarbeitet werden können.

Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) erklärte dazu: „Die Insolvenz der SÜBA AG als Eigentümer des ehemaligen Leiner-Areals birgt für die Stadt Wiener Neustadt eine Chance. Denn eines ist klar: Damit ist dieses Projekt, das an sich ein spannendes gewesen wäre, obsolet.“ Die Stadt wolle nun prüfen, welche Nutzung am besten zum Areal passe: „Wir werden als Stadt alles daran setzen, um hier die Möglichkeiten, die man als Stadt hat, wahrzunehmen. Das heißt, zurück an den Start. Und man kann jetzt erstmals überlegen, welches Nutzungskonzept ist hier am besten zu realisieren. Im Mittelpunkt muss die Frage stehen: Was ist das Beste für die Stadt Wiener Neustadt und ihre Menschen?“

Geplant waren auf einer Nettonutzfläche von 55.000 Quadratmetern rund 500 Wohnungen, ein Musischer Bildungscampus mit Kindergarten, Volksschule, Neuer Mittelschule und einer Musikschule, rund 200 Millionen Euro hätte das Projektvolumen betragen.

Im Herbst 2022 wurden noch die Pläne für das „Maximilium“ in Wiener Neustadt präsentiert. Foto: SÜBA

Im Vormonat war die SÜBA, die zu 100 Prozent zur Hallmann Holding um Klemens Hallmann gehört, mit rund 226 Millionen Euro in die Insolvenz gerutscht (immobilien investment berichtete). Der Insolvenzantrag folgte nur wenige Tage nach der Ankündigung des 100-Prozent-Eigentümers, der Hallmann Holding, dem Neubausegment den Rücken zu kehren zu wollen. Die SÜBA führte im Rahmen der Insolvenz die angespannte Lage in der Bau- und Immobilienbranche, steigende Zinsen sowie die anhaltende Inflation ins Treffen. Außergerichtliche Reorganisationsmaßnahmen seien gescheitert.

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