Verbindlichkeiten von rund 253 Millionen Euro – Verkaufsverhandlungen gescheitert.
Die Besitzgesellschaft der Österreichischen Postsparkasse, die Georg-Coch-Platz Immobilien GmbH & GmbH OG, hat beim Handelsgericht Wien einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Das geht aus einer Mitteilung des Gläubigerschutzverbandes Creditreform hervor. Als Grund für den Insolvenzantrag werden gescheiterte Verhandlungen über einen Verkauf der Gesellschaft genannt. Eine Einigung mit potenziellen Investoren konnte demnach nicht erzielt werden.
Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Angaben auf rund 253 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 250 Millionen Euro auf vier Versicherungsgesellschaften der deutschen R+V Versicherung, die den Ankauf der Liegenschaft finanziert haben. Die Gesellschaft ist Teil des Signa Holding-Konzerns und Eigentümerin des von Otto Wagner errichteten Gebäudes der Österreichischen Postsparkasse in Wien. Für die Liegenschaft wurde der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ein Baurecht bis zum Jahr 2118 eingeräumt.
Signa hatte die repräsentative Immobilie 2013 durch die Signa Prime Selection um 150 Millionen Euro von der Bawag erworben, 2019 ist zwischen Signa und der BIG-Tochter ARE ein Baurechtsvertrag geschlossen worden. Dieser Vertrag ist jüngst durch den Rechnungshof scharf kritisiert worden, dieser bemängelte eine fehlende Bedarfsanalyse, keinen Wettbewerb sowie unzureichende Compliance. Durch den Baurechtsvertrag konnte die Signa eine höhere Bewertung durchführen, was damals zu einer Fremdkapitalaufnahme von 250 Millionen Euro führte.






