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Eigentumswohnungen: Teures Innsbruck, günstiges St. Pölten

von Charles Steiner
9. September 2026
in Finanzierung, Österreich, Wohnen
Innsbruck ist immer noch der teuerste Markt für Eigentumswohnungen. Bild: pixabay/Max Berliner

Innsbruck ist immer noch der teuerste Markt für Eigentumswohnungen. Bild: pixabay/Max Berliner

Raiffeisen Immobilien hat die Preise für Eigentumswohnungen in Österreichs Landeshauptstädten verglichen. St. Pölten weist mit durchschnittlich 2.800 Euro pro Quadratmeter das niedrigste Preisniveau auf, Innsbruck mit 6.400 Euro pro Quadratmeter das höchste.

Die Preise für Eigentumswohnungen unterscheiden sich zwischen Österreichs Landeshauptstädten weiterhin deutlich. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Raiffeisen Immobilien auf Basis durchschnittlicher Kaufpreise im Zeitraum Jänner bis Juni 2026. In die Berechnung eingeflossen sind dabei neue und gebrauchte Wohnungen. Am günstigsten ist Wohnungseigentum demnach derzeit in St. Pölten, am teuersten in Innsbruck.

An der Spitze des Vergleichs steht erneut Innsbruck. Der durchschnittliche Kaufpreis beträgt 6.400 Euro pro Quadratmeter. Im Neubau werden in guten Lagen rund 7.000 bis 9.000 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Toplagen bis zu 12.000 Euro pro Quadratmeter. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten in normalen bis mittleren Lagen rund 5.500 bis 7.000 Euro pro Quadratmeter und in guten Lagen etwa 7.000 bis 8.000 Euro pro Quadratmeter.

„Unsere Analyse zeigt sehr deutlich, wie unterschiedlich die Eigentumsmärkte in Österreichs Landeshauptstädten sind“, sagt Peter Weinberger, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich. Während Käufer in St. Pölten oder Eisenstadt noch vergleichsweise niedrige Einstiegspreise vorfänden, wirkten sich in Innsbruck oder Salzburg knappes Angebot, hohe Grundstückspreise und attraktive Lagen deutlich auf das Preisniveau aus.

Weinberger verweist zugleich auf die Grenzen der Durchschnittswerte: „Gleichzeitig muss man innerhalb jeder Stadt sehr genau zwischen Neubau und Bestand sowie zwischen einzelnen Lagen unterscheiden. Ein Durchschnittswert kann daher immer nur eine erste Orientierung sein.“

In St. Pölten liegt der durchschnittliche Kaufpreis bei 2.800 Euro pro Quadratmeter. Gebrauchte Wohnungen kosten dort je nach Lage, Größe und Ausstattung rund 1.700 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter, bei Neubauwohnungen werden etwa 3.800 bis 4.200 Euro pro Quadratmeter veranschlagt.

Auf St. Pölten folgen Eisenstadt mit durchschnittlich 3.400 Euro pro Quadratmeter, Graz mit 3.600 Euro pro Quadratmeter und Klagenfurt mit 3.900 Euro pro Quadratmeter. Linz liegt mit durchschnittlich 4.200 Euro pro Quadratmeter im Mittelfeld. Dort zeigt sich zugleich eine deutliche Differenz zwischen Neubau und Bestand: Neue Eigentumswohnungen kosten im Schnitt rund 5.500 Euro pro Quadratmeter, gebrauchte Wohnungen etwa 3.800 Euro pro Quadratmeter.

Im oberen Preissegment liegen Salzburg, Wien und Bregenz. In Salzburg und Wien beträgt der durchschnittliche Kaufpreis laut Analyse jeweils rund 5.500 Euro pro Quadratmeter, in Bregenz rund 5.200 Euro pro Quadratmeter.

Besonders deutlich fällt die Differenz zwischen neuen und gebrauchten Wohnungen in Salzburg aus. Für Neubauwohnungen werden dort etwa 8.000 bis 8.500 Euro pro Quadratmeter angesetzt, für gebrauchte Objekte rund 5.000 bis 5.500 Euro pro Quadratmeter. In Wien liegen neue Bauträgerwohnungen bei durchschnittlich rund 7.200 Euro pro Quadratmeter, gebrauchte Eigentumswohnungen bei etwa 4.400 Euro pro Quadratmeter.

Bregenz weist bei neuen Eigentumswohnungen ein Preisniveau von rund 7.500 Euro pro Quadratmeter auf. Gebrauchte Wohnungen bewegen sich abhängig von Lage, Baujahr, Zustand und Ausstattung zwischen rund 3.500 und 5.700 Euro pro Quadratmeter.

Die Analyse zeigt in mehreren Städten eine ausgeprägte Preisdifferenz zwischen Neubau und gebrauchten Wohnungen. Neben Linz gilt das unter anderem auch für Klagenfurt. Dort liegen neue Bauträgerwohnungen im Erstbezug bei durchschnittlich rund 5.200 Euro pro Quadratmeter, gebrauchte Wohnungen bei knapp über 3.000 Euro pro Quadratmeter.

Raiffeisen Immobilien führt diese Entwicklung insbesondere auf gestiegene Baukosten sowie auf ein sinkendes Angebot an Neubauprojekten zurück. Während gebrauchte Wohnungen in mehreren Landeshauptstädten in den vergangenen Jahren günstiger geworden seien, hielten höhere Errichtungskosten das Preisniveau im Neubausegment vergleichsweise hoch.

Tags: BundesländerRaiffeisen Immobilien
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