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Standort + Markt: Flächensterben in peripheren Lagen hält an

von Onlineredaktion immobilien investment
27. Februar 2025
in News, Österreich, Retail
Der Immobilienmarkt zeigt eine Seitwärtsbewegung mit leicht steigender Dynamik. Foto; Wien Tourismus/Christoph Stemper

Der Immobilienmarkt zeigt eine Seitwärtsbewegung mit leicht steigender Dynamik. Foto; Wien Tourismus/Christoph Stemper

City Retail Health-Check 2025: Flächenrückgang in nachgelagerten Lagen hält an, Konjunkturflaute beeinflusst den Einzelhandel, während der Städtetourismus für leichte Umsatzsteigerungen sorgt.

Die Entwicklungen im innerstädtischen Einzelhandel zeigen ein differenziertes Bild: Während die Verkaufsflächen in gut frequentierten Stadtzentren stabil bleiben oder leicht wachsen, setzt sich der Rückgang in peripheren Lagen fort. Die anhaltende Konjunkturflaute beeinflusst die Einzelhandelsumsätze weiterhin negativ, und das leichte Wachstum des Einzelhandelsumsatzes im Vorjahr ist vor allem auf den starken Städtetourismus zurückzuführen. Dies zeigt die aktuelle Erhebung von Standort + Markt, die jährlich Veränderungen der Verkaufsflächen in den größten österreichischen Städten analysiert.

Nachdem die Verkaufsflächen zwischen 2018 und 2023 kontinuierlich zurückgingen, wurde im Jahr 2024 ein leichtes Wachstum von 0,26 Prozent verzeichnet. Dies ist jedoch maßgeblich auf die Eröffnung der Wiener Shopping Mall Vio Plaza zurückzuführen. Ohne diesen Effekt wäre die Verkaufsfläche um 0,37 Prozent gesunken. Die Leerstandsquote in den 24 größten Innenstadtbereichen stieg 2024 auf 5,5 Prozent, während sie in Kleinstädten mittlerweile 15,6 Prozent erreicht.

Die Struktur der Innenstädte wandelt sich: Während Nahversorgungsangebote wachsen, verzeichnet der Modehandel weiterhin deutliche Rückgänge. In den letzten zehn Jahren ging die Verkaufsfläche im Modebereich um 123.000 Quadratmeter oder 20 Prozent zurück. Die Gastronomie, lange Zeit ein stabilisierender Faktor, zeigt erste Sättigungstendenzen, während der Möbelhandel einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Freizeit- und Dienstleistungsangebote gewinnen hingegen an Bedeutung, wobei die Strahlkraft des Dienstleistungssektors in den Einkaufsstraßen kritisch hinterfragt wird.

Der Onlinehandel beansprucht zunehmend Marktanteile, insbesondere in branchenrelevanten Bereichen wie Mode, wo er bereits bis zu 40 Prozent der Konsumausgaben ausmacht. Dies hat zur Folge, dass Leerstände in vielen Innenstädten weiter zunehmen. Während einige Städte wie Salzburg mit gezielten Maßnahmen gegensteuern konnten, bleibt die Situation insbesondere in kleineren Städten angespannt.

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