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UBM: Keine Dividende für 2024 – Fokus auf Liquidität und Transformation

von Onlineredaktion immobilien investment
10. April 2025
in Gewerbe, Logistik, News, Office, Österreich, Wohnen
Die UBM konnte bei Wohnungsverkäufen performen, in der Gewinnzone ist sie aber noch nicht. Foto: Philipp Horak

Die UBM konnte bei Wohnungsverkäufen performen, in der Gewinnzone ist sie aber noch nicht. Foto: Philipp Horak

Gesamtleistung stieg um rund 50 Prozent, der Umsatz legte um knapp 25 Prozent zu.

Die UBM Development AG hat das Geschäftsjahr 2024 zwar mit einer soliden finanziellen Basis abgeschlossen, Dividende gibt es aber keine. Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht, verfügte das Unternehmen zum Jahresende über liquide Mittel in Höhe von 199,5 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von 29,1 Prozent. Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds im Immobiliensektor konnte das Ergebnis vor Steuern auf minus 23,2 Millionen Euro reduziert werden – ein Rückgang des Verlusts um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Wir sagen, was wir tun, und tun, was wir sagen“, erklärte CEO Thomas G. Winkler. „2024 stand unter dem Versprechen: Liquidität vor Profitabilität – und entsprechend haben wir geliefert.“

Auch operativ habe die UBM deutliche Fortschritte erzielen können. Die Gesamtleistung stieg um rund 50 Prozent, der Umsatz legte um knapp 25 Prozent zu. Besonders deutlich fiel das Wachstum bei den Wohnungsverkäufen aus: Über 400 Einheiten wurden veräußert – eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig wurde nicht-strategisches Vermögen erfolgreich abgestoßen. Jedoch: Vorstand und Aufsichtsrat der UBM haben entschieden, der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 keine Dividende vorzuschlagen. Der Verzicht wird als vorsorgliche Maßnahme in Anbetracht der Branchenlage sowie als Zeichen der Solidarität mit allen Stakeholdern begründet.

Die Nettoverschuldung sank per 31. Dezember 2024 um 10,6 Prozent auf 545,9 Millionen Euro (Vorjahr: 610,2 Millionen Euro). Trotz steigender Gehälter im Rahmen kollektivvertraglicher Anpassungen konnte der Personalaufwand deutlich reduziert werden – um 17,0 Prozent im Jahr 2023 und um 26,5 Prozent im Jahr 2024. Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende 1.182,4 Millionen Euro, das Eigenkapital lag bei 343,7 Millionen Euro.

Aktuell verfüge UBM über eine Projektpipeline von rund 3.000 Wohnungen in Österreich, Deutschland und Tschechien. Insgesamt beläuft sich das Entwicklungsvolumen bis 2028 auf rund 1,9 Milliarden Euro. Davon entfallen 58 Prozent auf den Wohnbau und 42 Prozent auf die Segmente Light Industrial und Büro. Mehr als 300.000 Quadratmeter befinden sich aktuell in Planung oder Umsetzung in Holz-Hybridbauweise – ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

Für das heurige Jahr erwartet UBM eine weitere operative Verbesserung. Insbesondere im Wohnbau sieht das Unternehmen eine anhaltende Erholung. Auch im Bereich Light Industrial und Büro gibt es erste Anzeichen für eine Stabilisierung. UBM rechnet mit einer Rückkehr in die Gewinnzone im zweiten Halbjahr. Aufgrund der weiterhin volatilen Marktbedingungen wird jedoch auf eine konkrete Ergebnisprognose verzichtet. Der Fokus soll auch künftig auf einem stabilen Cash-Management liegen. „2025 wird für uns ein Transformationsjahr“, so CEO Winkler. „Wir erwarten eine weitere Verbesserung gegenüber 2024.“

Tags: UBM Development
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