RREFIX mit 650 Marktteilnehmern sieht 2026 Pluswerte – Re/Max meldet für 2025 Umsatzrekord und Transaktionswert von 2,76 Milliarden Euro.
Der österreichische Immobilienmarkt hat sich 2025 laut einer Re/Max-Hochrechnung gegenüber 2024 zumindest etwas belebt, wenngleich man von Rekordwerten wie 2021 weit entfernt ist. Für 2026 erwarten 650 befragte Immobilienexpertinnen und -experten aus dem Re/Max-Netzwerk ein moderates Wachstum bei Nachfrage, Angebot und Preisen. Grundlage ist der „Re/Max Real Estate Future Index“ (RREFIX), der Einschätzungen aus allen Bundesländern bündelt.
Treiber der Marktentwicklung 2025 sei das niedrigere Zinsniveau gewesen, dazu kämen temporäre Gebührenbefreiungen „für die meisten Grundbucheintragungen“ sowie „psychologische Gewöhnungseffekte“, heißt es in der Aussendung. Laut Hochrechnung wurden 2025 um ca. 16 Prozent mehr Immobilien verbüchert als 2024. nsgesamt rechnet Re/Max mit etwa 117.000 Verbücherungen. Damit liege das Marktvolumen zwar deutlich über dem Vorjahr, aber weiterhin mit über 27 Prozent unter den Spitzenwerten der Jahre 2021 und 2022.
m Kaufsegment der Wohnimmobilien sei das Angebot 2025 „wie prognostiziert nochmals leicht gestiegen“, konkret um 1,8 Prozent. Im Mietsegment habe sich das Angebot nach einem längeren Rückgang „im Jahresvergleich nach längerer Zeit wieder zugelegt“, unter anderem weil sich die Finanzierbarkeit von Eigentum zuletzt „weiterhin herausfordernd, aber doch besser geworden“ sei und auch Anleger wieder stärker aktiv seien.
Für 2026 prognostiziert der RREFIX bundesweit einen Zuwachs der Nachfrage um 3,9 Prozent, ein Angebotsplus von 2,8 Prozent sowie einen Preisanstieg von 3,4 Prozent. Anton Nenning, Head of Research bei Re/Max Austria, fasst die Erwartung so zusammen: „Der Markt soll 2026 wieder unspektakulär, aber rund laufen.“ Die Zuversicht über alle Objektkategorien hinweg sei dabei bemerkenswerter als das absolute Ausmaß der Veränderungen.
Inhaltlich geht die Studie davon aus, dass Nachfrage und Angebot bei allen Immobilientypen steigen und sich die Preise überwiegend im Bereich der Inflationsrate entwickeln. Die stärksten Zuwächse bei Nachfrage und Angebot werden im oberen Preissegment erwartet, während die Preissteigerungen vor allem im unteren Segment liegen sollen. Bei Mietwohnungen wird mit einer stärkeren Nachfragesteigerung am Stadtrand gerechnet, gefolgt von Landgemeinden, während zentrale Lagen dahinterliegen.
Bei Einfamilienhäusern sollen Angebot, Nachfrage und Preise etwa in Höhe der Inflationsrate zulegen. Baugrundstücke gelten laut Prognose als Hoffnungsträger für eine Belebung der Baukonjunktur, da hier sowohl Nachfrage als auch Preise stärker steigen sollen als bei Einfamilienhäusern. Bei Gewerbeimmobilien ist die Erwartung insgesamt zurückhaltender, dennoch werden für mehrere Teilsegmente wieder positive Entwicklungen bei Nachfrage, Angebot und Preisen gesehen.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Tirol wird bei der Nachfrageentwicklung 2026 am positivsten eingeschätzt, gefolgt von Kärnten und Niederösterreich. Weniger dynamisch, aber ebenfalls klar positiv fallen die Erwartungen für Oberösterreich, das Burgenland und Wien aus. Bei den Preisen reicht die Bandbreite der Prognosen von moderaten Zuwächsen in Salzburg bis zu höheren Steigerungsraten in Wien und Niederösterreich.
Unabhängig von der Gesamtmarktlage berichtet Re/Max für 2025 über ein Rekordjahr im eigenen Netzwerk. Der Honorarumsatz sei gegenüber 2024 um 20,4 Prozent gestiegen und liege auch um 12,2 Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2022. Zudem seien 2025 so viele Immobilien vermittelt worden wie noch nie zuvor. Der Transaktionswert der verkauften Objekte habe sich auf 2,76 Milliarden Euro belaufen, was einem Plus von 23,2 Prozent gegenüber 2024 entspreche. Managing Director Bernhard Reikersdorfer erklärt dazu: „Wir freuen uns über das mit Abstand beste Jahr in der Geschichte von Re/Max in Österreich.“
Für das Jahr 2026 sieht Reikersdorfer grundsätzlich positive Rahmenbedingungen, verweist jedoch auf Risiken im Neubausektor. „Es wurde und es wird viel zu wenig neu gebaut. Das wird dazu führen, dass in absehbarer Zeit mehr Nachfrage auf weniger Angebot trifft“, so Reikersdorfer. Er warnt, dass dies mittelfristig zu spürbaren Preissteigerungen führen könne, und fordert zeitnahe politische Anreize zur Förderung des Neubaus.
Ab März 2026 will Re/Max Austria erneut den „Re/Max ImmoSpiegel“ veröffentlichen. Dieser soll auf Basis der Kaufvertragsdaten von IMMOunited detaillierte Informationen zu tatsächlich verkauften und verbücherten Immobilien in ganz Österreich liefern. Nenning bezeichnet das Instrument als seit 2009 „eine der zuverlässigsten Quellen“ für Kaufpreisdaten am österreichischen Immobilienmarkt.






