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Elbtower: HCOB wohl vor Rückzug aus Mietvertrag

von Charles Steiner
15. Februar 2024
in Deutschland, Gewerbe, Hotel, International, Logistik
Dieter Becken will den Elbtower von der insolventen Signa kaufen und dort unter anderem ein naturhistorisches Museum errichten. Bild: Signa Real Estate

Dieter Becken will den Elbtower von der insolventen Signa kaufen und dort unter anderem ein naturhistorisches Museum errichten. Bild: Signa Real Estate

Nach Baustopp durch die Signa-Pleite: Laut Hamburger Morgenpost (MOPO) will Hamburg Commercial Bank als wichtigster Mieter vom Vertrag zurücktreten. Damit ist die Zukunft des halbfertigen Towers noch ungewisser.

Dem halbfertigen Elbtower, dessen Bau aufgrund der Mega-Pleite des Signa-Komplexes seit Monaten ruht, dürfe wohl einer der wichtigsten Mieter verloren gehen. Wie die Hamburger Morgenpost Donnerstagvormittag berichtet, will die Hamburg Commercial Bank (HCOB) nun offenbar aus dem Vormietvertrag zurücktreten. Auf telefonische immobilien investment-Anfrage heißt es vonseiten einer Sprecherin, dass man den Bericht weder bestätigen noch dementieren könne, mit Verweis darauf, dass man Vertragsinhalte „grundsätzlich nicht öffentlich kommentiere.“ Die HCOB hätte jedenfalls im kommenden Jahr mindestens 11.000 Quadratmeter im Turm beziehen sollen, mit Option auf weitere 2.000 Quadratmetern – was allerdings durch den Baustopp passé ist. Was, wie die MOPO berichtet, durchaus brisant sein könnte, denn ohne die damalige Mietzusage der HCOB hätte die Signa das Grundstück wohl nie kaufen können. Und ohne Ankermieter dürfte sich die ohnehin schon schleppende Suche nach potenziellen Investoren zusätzlich erschweren.

Andere Mieter, wie die AON, gaben sich gegenüber immobilien investment jedenfalls bedeckt. Dieser hötte rund 6.300 Quadratmeter in den Etagen 7 und 8 im Elbtower anmieten sollen. Auf Anfrage reagierte man jedenfalls mit „Kein Kommentar.“ Zumindest geht man wohl auch hier nicht davon aus, die Flächen im kommenden Jahr beziehen zu können. Unbeantwortet blieben Anfragen von der IWG, die rund 4.000 Quadratmeter hätte anmieten sollen sowie von Nobu Hotel und Restaurant um den Mitgründer, dem Hollywood-Star Robert De Niro.

Damit ist die Zukunft des Elbtowers wohl noch ungewisser. Bereits im Jänner hatte die Projektgesellschaft in Folge der Signa-Pleiten Insolvenz anmelden müssen, nachdem im Oktober die Bauarbeiten aufgrund ausstehender Zahlungen an die Baufirma eingestellt worden sind. Die Commerz Real hält 25 Prozent am Elbtower.

Tags: AONElbtowerHCOBInsolvenzenNibuSIGNA
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