Grünste Stadt der Welt und noch so viel mehr

Freizeitparadies Donauinsel - Foto:© WienTourismus Christian Stemper

Freizeitparadies Donauinsel - Foto:© WienTourismus Christian Stemper

Wien ist in vielerlei Hinsicht ein internationaler Maßstab. An der blauen Donau lebt es sich einfach vorzüglich. Doch dahinter stecken zahlreiche Initiativen der Stadt – und harte Arbeit.

Es ist in der heutigen Zeit eine ganz besonders schöne Auszeichnung: Wien wurde im aktuellen „The World’s 10 Greenest Cities 2020“-Ranking als „grünste“ Stadt der Welt ausgezeichnet – vor München, Berlin und Madrid. Die Rangliste, die von der kanadisch-amerikanischen Beratungsagentur Resonance Consulting erstellt wurde, hebt jene Städte hervor, die als Role-Model für eine „nachhaltigere und grünere Zukunft“ dienen. Für das Ranking wurde zwischen mehr als 100 Städten weltweit nach Kriterien wie Anteil von Parks und öffentlicher Grünfläche, Luftgüte oder Nutzung von erneuerbaren Energien ein Vergleich gezogen. Ein weiterer Hauptgrund für die Bestplatzierung ist das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz: „Wien ist der europäische Maßstab für den öffentlichen Nahverkehr“, konstatierten die Autoren des Rankings, die zudem darauf hinwiesen, dass fast die Hälfte der Stadtbevölkerung eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel besitzen würde.

Dass Wien diesen Titel künftig verteidigen wird, ist sehr wahrscheinlich, denn die „Grünwerdung“ der Stadt ist noch lange nicht abgeschlossen. Eine weitere Ehrung, mit der die Donaumetropole kürzlich bedacht wurde, ist der Award des Luxusreisenetzwerks Traveller Made für die begehrteste Destination 2021. Als „Most Desired Preferred Destination“ setzte sich Wien gegen Destinationen wie Zürich, Japan, Neuseeland, Korea oder Australien durch. Ausschlaggebend für die Spitzenposition war neben „dem ausgezeichneten Angebot in der Stadt“ das „aktive Engagement von WienTourismus“, der Destinationsmarketing- und -managementorganisation der Stadt Wien. „Die Wahl zur beliebtesten Luxusdestination 2021 ist eine große Ehre und besonders jetzt ein wichtiges Signal an die stark umworbene Zielgruppe der Luxusreisenden, die durch eine hohe Wertschöpfung von strategischer Bedeutung für die gesamte Destination ist“, freut sich WienTourismus-Direktor Norbert Kettner. Nicht vergessen sollte man, dass Wien bis 2019 zehn Mal in Folge von der internationalen Beratungsagentur Mercer zur „lebenswertesten Stadt der Welt“ gekürt wurde. In den beiden Jahren danach verzichtete die Agentur wegen der Pandemie auf ihre „Quality of Living“-Studie. Sie evaluiert Städte nach 39 Kriterien, darunter Gesundheitsstandards, politische Stabilität, Bildungssystem, Wohnungsmarkt und Wirtschaftslage.

Digitalisierungshauptstadt
Homeschooling, Videokonferenzen, Online-Yogastunden – die Corona-Pandemie hat demonstriert, wie essenziell die digitale Kommunikation für alle Lebensbereiche geworden ist. Auch der Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration (5G) schreitet in Wien zügig voran. Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke hat bereits 2020 ein klares Ziel ausgegeben: „Wien soll die erste Stadt Europas mit einem flächendeckenden 5G-Netz werden.“ Dank 5G kommen Nutzer mit ihrem Smartphone um ein Vielfaches schneller ins Internet. Mit einem 20 Millionen Euro starken Förderprogramm stellt die Stadt sicher, dass die nötigen Investitionen in den Netzausbau rasch vorgenommen werden. Bis Juli 2022 sollen mehr als 700 neue Antennen-Tragemasten auf stadteigenen Standorten in Betrieb gehen, wofür die Stadt mit den Telekom-Unternehmen A1, Magenta und Drei kooperiert. Im Juli nahm Hanke gemeinsam mit A1-CEO Marcus Grausam etwa einen 5G-Sender am Dach einer Döblinger Wohnhausanlage in Betrieb. Sie versorgt seither weite Teile des Bezirks mit Highspeed-Internet.

Tagungsmetropole
Ebenso ein zentraler Punkt in der aktuellen Strategie der Stadt ist Wiens Rolle als Meetingdestination. Die Corona-Krise hat die Situation stark verändert. Dennoch: Kongresse und Firmenveranstaltungen sind nach wie vor eine wichtige Triebfeder für die Erholung von Wiens Tourismus, für die Internationalisierung der Stadt und den Wirtschaftsstandorts. „Um ihr Anlaufen zu beschleunigen, stellt die Stadt Wien bis Ende 2023 eine zusätzliche Förderung in der Höhe von vier Millionen Euro zur Verfügung, die nicht nur für die Akquise von großen Verbandskongressen, sondern auch von Firmentagungen eingesetzt wird“, erklärt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. Erstmals werden dabei in der Geschichte Wiens nicht nur Kongresse, sondern auch Firmentagungen gefördert – selbst auf europäischer Ebene eine Premiere. Hanke weiter: „Der Vienna Meeting Fund ist das erste breit angelegte Restart-Programm, das hybride Formen in einem eigenen Fördermodul berücksichtigt und sich nicht nur an nationale, sondern auch an internationale Veranstalter richtet.“ Ein Biotechnologiekongress (5. bis 7. Oktober 2021), eine Incentive-Reise aus China (Frühjahr 2022) und eine Veranstaltung mit sozial nachhaltigem Hintergrund (Sommer 2022) belegen derzeit Wiens Attraktivität als Meeting-Destination. Doch auch darüber hinaus ist die Stadt gut „gebucht“: Über 110 Bewerbungen für nationale und internationale Kongresse sowie Corporate Events mit bis zu 20.000 Teilnehmern, die bis 2030 stattfinden sollen, laufen aktuell.

In Wien lebt sich’s leiwand
Es ist zu einem großen Teil Wiens herausragende Lebensqualität, die Tagungen und Kongresse, aber natürlich auch Unternehmen und Reisende in die Stadt lockt. Das Verkehrsnetz der Stadt? Ausgezeichnet und stets am Wachsen. Das Wiener Wasser? Kristallklar und wohlschmeckend. Täglich werden bis zu 220 Millionen Liter davon aus dem Rax-, Schneeberg- und Schneealpengebiet nach Wien geleitet. Auch die Gesundheitsversorgung, die Kultur- und Bildungsvielfalt sowie die niedrige Kriminalität und hohe Sicherheit sind Wiener Assets, die international seit Jahrzehnten Beachtung finden, aber auch ihre Gründe haben. „Die höchste Lebensqualität weltweit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern hart erarbeitet“, betont Wiens Bürgermeister Michael Ludwig.

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